«Möglichst viele töten»5 Islamisten verhaftet – Polizei in Bayern vereitelt Anschlag auf Weihnachtsmarkt
dpa
14.12.2025 - 07:02
Wann der Anschlag auf einen Weihnachtsmarkt in Niederbayern hätte stattfinden sollen oder wie konkret die Pläne waren, blieb zunächst offen. (Symbolbild)
IMAGO/Maximilian Koch
In Niederbayern sollen fünf Männer einen Anschlag auf einen Weihnachtsmarkt mit einem Fahrzeug geplant haben. Nun sitzen sie in Haft: Die Behörden gehen von einem islamistischen Motiv aus.
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DPA, Redaktion blue News
14.12.2025, 07:02
14.12.2025, 07:12
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In Bayern wurden fünf Männer wegen eines mutmasslichen Anschlagsplans auf einen Weihnachtsmarkt im Raum Dingolfing festgenommen.
Die Ermittler gehen von einer islamistischen Motivation aus. Der Anschlag sollte mit einem Fahrzeug erfolgen.
Vier Verdächtige sitzen in Haft, einer in Präventivgewahrsam. Details zu Zeitpunkt und Planung sind offen.
Update 14. Dezember, 6.55 Uhr: Die Festnahme erfolgte am Freitag. Am gestrigen Samstag wurden die Männer dem Haftrichter vorgeführt. Gegen vier von ihnen ergingen Haftbefehle – einer wurde in Präventivgewahrsam genommen.
Ein ausländischer Nachrichtendienst war den Angaben zufolge nicht involviert. Wo die Verdächtigen gefasst wurden, ist nicht bekannt. Das von dem Äygpter ausgegebene Ziel war es laut Generalstaatsanwaltschaft, «möglichst viele Menschen zu töten oder zu verletzen».
Wegen mutmasslicher Anschlagspläne auf einen Weihnachtsmarkt im Raum Dingolfing in Niederbayern sind fünf Männer festgenommen worden. Gegen vier von ihnen ergingen Haftbefehle – einer wurde in Präventivgewahrsam genommen, wie die Generalstaatsanwaltschaft München bestätigte.
Sie geht derzeit von einer islamistischen Motivation aus. Der Anschlag sollte demnach mit einem Fahrzeug durchgeführt werden. Wie die Generalstaatsanwaltschaft betonte, gilt die Unschuldsvermutung. Zuvor hatte «Bild» über den Fall berichtet.
Die Festnahmen erfolgten demnach bereits am Freitag – am Samstag wurden die Männer dann dem Haftrichter vorgeführt. Bei ihnen handelt es sich laut Generalstaatsanwaltschaft um einen 56-jährigen Ägypter, einen 37-jährigen Syrer und drei Marokkaner im Alter von 22, 28 und 30 Jahren.
Der Ägypter soll laut derzeitigem Ermittlungsstand in einer Moschee im Raum Dingolfing-Landau zu einem Anschlag aufgerufen haben. Für wann der mögliche Anschlag geplant war und wie konkret die Pläne waren, war zunächst offen. Um Aussagen dazu zu treffen, sei die Situation noch zu frisch, hiess es von der Generalstaatsanwaltschaft.
Deren Zentralstelle zur Bekämpfung von Extremismus und Terrorismus hatte den Einsatz geleitet, an dem unter anderem auch das Landesamt für Verfassungsschutz beteiligt war.
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