Die Museumsdirektorin Laurence des Cars reichte ihren Rücktritt ein. (Archivbild)
Der Einbruch sorgte international für Schlagzeilen und ist für den Louvre eine missliche Angelegenheit. (Archivbild)
Die Krone der Kaiserin Eugénie wurde später nahe dem Louvre beschädigt gefunden. (Archivbild)
Nach den Einbrechern in den Louvre wird international gefahndet.
Ein Teil der Louvre-Juwelen wird laut einem Medienbericht nun in 26 Metern Tiefe aufbewahrt. (Symbolbild)
Louvre-Chefin tritt zurück - Gallery
Die Museumsdirektorin Laurence des Cars reichte ihren Rücktritt ein. (Archivbild)
Der Einbruch sorgte international für Schlagzeilen und ist für den Louvre eine missliche Angelegenheit. (Archivbild)
Die Krone der Kaiserin Eugénie wurde später nahe dem Louvre beschädigt gefunden. (Archivbild)
Nach den Einbrechern in den Louvre wird international gefahndet.
Ein Teil der Louvre-Juwelen wird laut einem Medienbericht nun in 26 Metern Tiefe aufbewahrt. (Symbolbild)
Bereits vor einigen Monaten hatte Laurence des Cars ihren Rücktritt als Direktorin des Louvre angeboten. Nachdem die Missstände im berühmten Museum anhalten, gibt es nun eine neue Entscheidung.
Keine Zeit? blue News fasst für dich zusammen
- Gut vier Monate nach dem spektakulären Einbruch im Pariser Louvre ist Museumsdirektorin Laurence des Cars zurückgetreten.
- Der französische Präsident Emmanuel Macron habe ihren Rücktritt am Dienstag angenommen, teilte der Élysée-Palast mit.
- Seit Monaten reiht sich eine Negativschlagzeile zu Vorgängen in dem prestigeträchtigen Museum an die nächste.
Rund vier Monate nach dem Einbruch im Louvre und einer Reihe weiterer Missstände hat die Direktorin des Museums ihren Rücktritt eingereicht. Wie der Élysée-Palast in Paris mitteilte, nahm Frankreichs Präsident Emmanuel Macron das Rücktrittsgesuch von Laurence des Cars an.
Der Élysée schrieb in einer Mitteilung von einem «Akt der Verantwortung». Dieser erfolge in einem Moment, in dem das meistbesuchte Museum der Welt zur Ruhe kommen müsse und neue Impulse brauche, um die grossen Herausforderungen mit Blick auf Sicherheit und Modernisierung anzugehen. Macron danke des Cars für ihr Engagement der vergangenen Jahre.
Krisen im Louvre rissen nicht ab
Seit Monaten reiht sich eine Negativschlagzeile zu Vorgängen in dem prestigeträchtigen Museum an die nächste. Zuletzt sorgte der Louvre mit dem Verdacht auf einen grossangelegten, zehn Jahre andauernden Ticketbetrug für Aufsehen. Fahnder nahmen neun Menschen fest und beschlagnahmten mehr als 1,4 Millionen Euro (rund 1,3 Millionen Franken). Nicht nur das Sicherheitskonzept zeigt Lücken, auch gab es mehrfach Überschwemmungen im Museum, bei denen auch eine Deckenmalerei und Bücher beschädigt worden sein sollen.
Zudem sind die Beschäftigten des Louvre unzufrieden: Im Dezember kam es zu Teilarbeitsniederlegungen und einer vier Tage andauernden vollständigen Schliessung. Die Angestellten fordern mehr Personal, bessere Arbeitsbedingungen, ein Ende prekärer Vertragsarbeit und des Outsourcings – und nicht zuletzt Investitionen in die Gebäude und technische Ausstattung.
Juwelen-Diebstahl war schwerster Schlag
Der schwerste Schlag aber war der Einbruch im Oktober, bei dem Juwelen im Wert von 88 Millionen Euro (rund 80 Millionen Franken) gestohlen worden waren. Die Tat mehrerer Krimineller hatte international Schlagzeilen gemacht und eine Debatte über die Sicherheit des Museums ausgelöst.
Die Maskierten hatten einen mit einer Hebebühne ausgestatteten Lkw neben dem Museum in der französischen Hauptstadt geparkt. Während zwei der Täter auf Motorrollern an der Strasse warteten, gelangten die anderen beiden mit der Hebebühne auf einen Balkon im ersten Stock und von dort durch ein Fenster in das Museum, wo sie auch Personal bedrohten. Bisher wurde die Beute nicht gefunden.
Direktorin des Cars hatte danach bereits ihren Rücktritt angeboten, was die französische Kulturministerin Rachida Dati jedoch abgelehnt hatte. Nach den weiteren Krisen kündigte sie jedoch an, Organisation und Governance des Louvre erneut zu prüfen.
Des Cars hatte 2021 den Posten der Louvre-Direktorin übernommen. Macron schlug nun vor, ihr im Rahmen der laufenden französischen G7-Präsidentschaft eine Mission zur Zusammenarbeit grosser Museen anzuvertrauen.
Spektakulärer Einbruch im Louvre
Bei einem spektakulären Diebstahl im Pariser Louvre haben mehrere maskierte Täter diverse historische Schmuckstücke gestohlen, darunter Juwelen aus dem Besitz von Napoleon Bonaparte.
19.10.2025