Die zehn verrücktesten Ticks des Rafael Nadal

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6.9.2018

Nase-Zupfen und Flaschen richten: Zwei bekannte Nadal-Rituale.
Getty Images

Die einen nennen die Ticks von Rafael Nadal verrückt und exzentrisch, andere sehen dabei einen albernen Ausdruck eines tiefen Aberglaubens. Der US-Open-Halbfinalist selbst sagt, die Rituale würden ihm helfen, seine Konzentration fürs Spiel aufs Maximum zu steigern. Wie auch immer: Hier sind die zehn verrücktesten Ticks der Weltnummer 1.

Kalte Dusche vor jedem Spiel

Bevor er den Platz betritt, muss Rafa immer eiskalt duschen. Warum? Die Erfrischung sei für ihn ein «point of no return», also ein Punkt, an dem es kein zurück mehr gibt. «Unter der kalten Dusche betrete ich einen neuen Raum, in dem ich meine Kraft und Widerstandsfähigkeit wachsen fühle», schrieb Nadal in seiner Biografie.

Rechter Fuss immer zuerst

Nadal betritt den Platz zuerst immer mit dem rechten Fuss. Manchmal ist auch ein kleiner Zwischenschritt nötig, damit er nicht mit dem linken Fuss voran muss. Kurios ist das vor allem auch, weil die Weltnummer 1 ja Linkshänder ist.

Wo ist die Familie?

Auf dem Court angekommen, sucht er auf der Tribüne gleich nach seiner Familie – vorher kann das Spiel nicht beginnen. «Ich lasse sie während eines Spiels nicht in meine Gedanken», sagt Nadal über seine Angehörigen. Er schaue nur ein einziges Mal nach ihnen. Aber zu wissen, dass sie da seien, gebe ihm die Sicherheit, auf der sein Erfolg basiert. «Ich baue eine Wand um mich herum, während ich spiele. Meine Familie ist der Zement, der diese Wand zusammenhält.»

Stuhl parallel zur Linie

Oft ist zu sehen, wie Nadal vor dem Spiel seinen Stuhl umstellt. Das passiert, wenn der Stuhl nicht exakt parallel zur Linie steht.

Der Flaschen-Tick

Nicht parallel, sondern diagonal stellt Rafa seine Trinkflaschen auf. Er hat immer zwei dabei: Eine ist gekühlt, die andere auf Raumtemperatur. Der Spanier nimmt aus jeder nur einen Schluck, bevor er wieder zur anderen wechselt. Vor der Rückkehr auf den Platz dreht er die beiden Flaschen so lange, bis die Etiketten in die gleiche Richtung schauen.

Die hektische Zupferei

Hintern-T-Shirt-Ohr-Nase-Ohr. Kein Aufschlag, bevor Rafa nicht sein berühmtes Zupf-Ritual absolviert hat. Aberglaube? Nein, sagt der Weltranglistenerste: «Wenn das Aberglaube wäre, dann würde ich das alles doch nicht immer gleich machen, egal, ob ich gewinne oder verliere. Es ist mein Weg, um mich in einem Spiel zu positionieren, die Dinge um mich herum so zu ordnen, wie ich meinen Kopf gern sortiert hätte.»

Linie putzen (nur auf Sand möglich)

Die Grundlinie muss immer blitzblank sein. An den French Open passiert es immer wieder, dass der Sand die Linie «beschmutzt». Dann kommt Putzmann Nadal und fegt den Sand mit seinem Schuh von der Linie.

Die Linien sind Lava

Haben Sie schon mal gesehen, dass Nadal zwischen den Punkten auf eine Linie tritt? Nein, haben Sie nicht. Denn Rafa weiss das stets zu verhindern. Er überschreitet die Linien auch immer mit dem rechten Fuss zuerst.

Seitenwechsel: Der Gegner zuerst

Nadal ist ein wahrer Gentleman, wenn es darum geht, die Seiten zu wechseln. Der Spanier lässt stets seinen Gegner als erstes passieren. Manchmal muss er auch etwas länger warten.

«Last man sitting»

Beim Stuhl angekommen, gönnt sich Nadal immer eine etwas längere Pause als sein Gegner. Erst wenn dieser aufgestanden ist, nachdem der Schiedsrichter «Time» gerufen hat, erhebt sich auch der Spanier.

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