Wochenend-Rezept

«Keine Panik, Hefe ist leicht selbst gemacht» – das Rezept

Von Sulamith Ehrensperger

19.4.2020

Kocht auf allen Kanälen: Meta Hiltebrand ist TV-Köchin, Kochbuchautorin und Gastrounternehmerin.
Bild: Tobias Stahel

Hefe ist derzeit auf Online-Märkten teurer als Silber. Doch mit ein bisschen Geduld lässt sich selbst gemachte Hefe zu Hause zaubern. TV-Köchin Meta Hiltebrand verrät das Rezept.

Wer Hefe kaufen will, steht derzeit oft vor leeren Regalen. Auf Online-Marktplätzen tummeln sich viele überteuerte Angebote für Trockenhefe. Doch Hefe kann man selber machen. 

TV-Köchin Meta Hiltebrand hat deswegen zahlreiche Anfragen erhalten. «Alle wollten das Rezept, denn plötzlich haben die Leute angefangen selber zu backen», sagt Hiltebrand, «Aber keine Panik, es ist super simpel – aber es braucht Geduld». 

Sie selbst ist fleissig am Backen: Weil ihr Restaurant Le Chef in Zürich wegen der Corona-Krise geschlossen ist, hat sie mit Basti, ihrem Mitarbeiter und Mitbewohner, kurzerhand einen kleinen Bäckerei-Lieferdienst ins Leben gerufen: «Wir verkaufen unser Brot nicht, sondern verschenken es an Risikogruppen, aber auch überlastetem Spitalpersonal oder der Polizei.» 

In der «Meta & Basti Bäckerei» haben die beiden 75 Kilogramm Mehl verarbeitet – und das Brot dann verschenkt. 
Bild: Instagram @metahiltebrand

Rezept für Hefe 

Zutaten:

100 ml zimmerwarmes Bier oder die alkoholfreie Variante Apfelsaft 

1 KL Zucker 

1 EL Mehl

Ergibt ungefähr einen Hefewürfel (42 gr)

Selber gemachte Hefe sollte mindestens 24 Stunden lang ruhen und «blubbern».
Bild: zvg

Zubereitung :

Alles mischen und in ein Glas mit Deckel geben. Auf dem Fenstersims oder an einem warmen Ort, wie das Wohnzimmer, mindestens 24 Stunden, besser aber zwei Tage lang gären lassen. Den Deckel in dieser Zeit einmal kurz öffnen, dann wieder verschliessen.



Metas Tipps, damit es leichter gelingt

1. Mit selbst gemachter Hefe mehr Zeit für das Aufgehen einberechnen: mindestens 4 bis 5 Stunden mit einem Tuch zugedeckt gehen lassen. 

2. Der beste Freund der Hefe ist Zucker. Daher ist es beim Hefe selber züchten wichtig, Zucker dazuzugeben. Bloss kein Salz direkt in die Hefe.  

3. Der zweite beste Freund der Hefe ist Wärme. Da es ein Pilz ist, braucht sie Wärme. Bei Zimmertemperatur wächst sie schneller – und der Teig treibt auch besser.

4. Der Teig sollte lieber zu feucht als trocken sein. Eine Handvoll Mehl kann nach dem Aufgehen noch dazu geknetet werden. Trockene Teige werden zäh.

5. Der grösste Fehler ist, dass die Leute beim Brotbacken ungeduldig sind. Doch in der Ruhe liegt die Kraft – und damit auch das richtig gute Brot.

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