Hamburg im Winter – heisse Tipps für die kalte Jahreszeit

Larissa Loges

26.1.2020 - 18:00

Bei dieser Kälte kann eine Städtereise nach Hamburg recht ungemütlich werden. Doch hat die Stadt auch im Winter viel zu bieten – auch Orte, an denen den Besuchern wieder warm wird. 

Hamburg ist auch im Winter eine Reise wert. Allerdings ist die Hansestadt nicht unbedingt für ihr schönes Wetter bekannt, erst recht nicht in der dunklen Jahreszeit. Mit heissen Sightseeing-Tipps für kalte Tage ist das jedoch kein Problem.

Tropen-Feeling am Dammtor

In den Tropengewächshäusern des Botanischen Gartens der Universität Hamburg ist die Kälte draussen schnell vergessen. Zwischen Aloe Vera, Thunfischschwanz-Bergpalmen und übermannsgrossen Kakteen finden Besucher einen grünen Dschungel inmitten der Grossstadt. Entstanden sind die warm geheizten Schaugewächshäuser des Botanischen Gartens zur Internationalen Gartenbauausstellung 1963. Der Eintritt ist frei.

Erbsensuppe am Klohäuschen

Duftend steigt der Dampf aus dem kleinen Einwegsuppentöpfchen in die klare Winterluft auf. Dahinter liegt die Aussenalster. Wer sich im Lokal «Alsterperle» die populäre Erbsensuppe bestellt, is(s)t in einem ehemaligen Klohäuschen. Seit weit mehr als einem Jahrzehnt machen die Betreiber solide Open-Air-Gastronomie mit Selbstbedienung. Im vormals stillen Örtchen wird nun geschäftig gekocht und gegrillt.

Auf der Terrasse sitzen die Gäste auf Kissen und eingekuschelt in Decken und löffeln ihre heisse Suppe mit reichlich Einlage. Da kommt einem der Winter gleich viel wärmer vor. Die öffentliche Toilette gibt es übrigens immer noch – an der Rückseite des Lokals.



Sauna in der Seemannskirche

Valtteri Salmi findet die Sauna in seiner Kirche genauso so normal wie das Kreuzzeichen draussen an der braunroten Backsteinfassade. «Gehört halt dazu, zur finnischen Kultur», sagt der bärtige Mittvierziger. Die finnische Seemannsmission nahe der Landungsbrücken in Hamburg ist ohnehin viel mehr als ein Gebetsort: Seit 1875 vermittelt die Finnische Seemanskirche Kultur, bietet Hilfe und ist Treff nicht nur für Seeleute und Finnen. Es gibt Sprachkurse, diverse Gruppenaktivitäten, ein Café, ein Lädchen mit finnischen Produkten – und eben die Sauna.

Genauer: die Saunen. Zwei sind es, im Keller. «Man kann sie privat mieten, aber auch die öffentlichen Saunazeiten sind für alle Interessierten gedacht», sagt Salmi. Wer vorbeikommen will, meldet sich im Café und hört nach, wann Platz ist. Wie in Finnland üblich ist auch die Sauna der Seemannskirche für Damen und Herren getrennt.

Kuschelwarme Meeresbrise

Für Hamburgs Salzraum heisst es erstmal: Schuhe aus. Sanftes Licht schimmert hinter Salzsteinen, Nebelschwaden wabern zu sphärischen Hintergrundklängen durch den Raum. Sole-Vernebler aus der Medizintechnik sind es, die hier den Geruch und ein Gefühl von Sommermeer aufkommen lassen.

Die Düsen strömen reine, ionisierte Salzsole aus und die Geheimwaffe gegen Erkältung: Propolis, Bienenharz. Atmen und Entspannen. Die schnelle Solekur soll bei vielen Beschwerden Linderung bringen: Nasennebenhöhlenerkrankungen, Asthma, Heuschnupfen, Bronchitis, Schlafstörungen und mehr.




Teatime in Altona

Hundeporträts auf grossen Kissen, royalblaue Sessel, gemusterte Tapeten und silberne Löffelchen, die auf zartem Porzellan klackern: Dieser Wintertipp macht von innen und aussen warm. Natürlich sitzt man im englischen Tearoom Eaton Place gemütlich drinnen, das Besondere aber ist der typisch britische Tee.

Sogar den traditionellen Tee-mit-Abendessen-Mix gibt es, den «High Tea», an jedem letzten Donnerstag im Monat mit Live-Gitarrenmusik. Aber auch sonst wartet ausgesuchter Tee aus feinen Silberkännchen. Sandwiches und Scones machen das Brit-Feeling perfekt.

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