Venezuela-Ticker Venezuelas Parlament billigt Amnestiegesetz

Agenturen/Redaktion blue News

20.2.2026

USA lockern Sanktionen gegen Venezuela

USA lockern Sanktionen gegen Venezuela

Washington, 07.01.2026: Nach der Gefangennahme des venezolanischen Staatschefs sichern sich die USA den Zugriff auf die Ölproduktion des südamerikanischen Landes. Die USA heben einige ihrer Sanktionen gegen Venezuela auf. Dies soll den Transport und den Verkauf venezolanischen Öls auf dem Weltmarkt ermöglichen, wie das US-Energieministerium mitteilt. Welche Sanktionen genau gelockert werden sollen und wann, ging daraus nicht hervor. Zum Beispiel sind aktuell bestimmte Tanker, die Öl transportieren, von den USA mit Sanktionen belegt. Die USA nehmen nach der Gefangennahme des venezolanischen Staatschefs Nicolás Maduro verstärkt die Ölvorkommen in den Blick. So sagt Energieminister Chris Wright, die USA nähmen deren Verkauf «auf unbestimmte Zeit» in ihre Hand. Das Ölgeschäft ist für Venezuelas Regierung die wichtigste Einnahme- und Devisenquelle.

08.01.2026

Die USA haben am 3. Januar 2026 Venezuela angegriffen und den autoritär herrschenden Staatschef Nicolás Maduro gefangen genommen. Er und seine Frau wurden nach New York gebracht, wo sie vor Gericht gestellt werden sollen. Die Entwicklungen im Ticker.

Agenturen/Redaktion blue News

Das Wichtigste im Überblick

  • Die USA haben Venezuela in der Nacht zum 3. Januar 2026 militärisch angegriffen.
  • Venezuelas autoritärer Staatschef Nicolás Maduro und seine Ehefrau Cilia Flores wurden extrahiert und am 5. Januar in New York einem Richter vorgeführt.
  • Die Anklage lautet unter anderem auf «Drogenterrorismus».
  • Maduros bisherige Vizepräsidentin Delcy Rodríguez wurde als geschäftsführende Staatschefin vereidigt.
  • Liveticker
    Neue Beiträge
  • Liveticker beendet
  • Freitag, 20. Februar 2026, 2.30 Uhr

    Venezuelas Parlament billigt Amnestiegesetz

    Knapp sieben Wochen nach dem US-Militäreinsatz zur Festnahme des autoritären venezolanischen Präsidenten Nicolás Maduro hat das Parlament in Caracas ein lange von der Opposition gefordertes Amnestiegesetz gebilligt. Damit könnten zahlreiche Regierungsgegner, Aktivisten und kritische Journalisten aus der Haft freikommen.

    Die geschäftsführende Präsidentin Delcy Rodríguez hatte den Gesetzesentwurf in der Nationalversammlung eingebracht, nachdem US-Spezialkräfte Maduro am 3. Januar gefangengenommen und nach New York gebracht hatten. Dort soll ihm wegen Drogendelikten der Prozess gemacht werden.

    Angehörige von politischen Gefangenen warten am Donnerstag in Caracas vor der Zentrale des venezolanischen Geheimdienstes, wo sich auch dessen Untersuchungsgefängnis befindet.
    Angehörige von politischen Gefangenen warten am Donnerstag in Caracas vor der Zentrale des venezolanischen Geheimdienstes, wo sich auch dessen Untersuchungsgefängnis befindet.
    Bild: Keystone/AP Photo/Crisitian Hernandez

    Nach Angaben der Nichtregierungsorganisation Foro Penal hatten die Behörden seit Anfang des Jahres mehr als 440 politische Häftlinge auf freien Fuss gesetzt. Über 600 weitere politische Gefangene befinden sich demnach weiterhin in Haft. Viele waren bei den Protesten gegen die von Betrugsvorwürfen überschatteten Wiederwahl von Präsident Maduro 2024 festgenommen worden. Internationale Organisationen und Aktivisten werfen den venezolanischen Sicherheitskräften schwere Menschenrechtsverletzungen vor.

  • 4.33 Uhr

    Nach US-Intervention: Lateinamerikas Staatschefs werben für Einheit

    Staatschefs aus Lateinamerika und der Karibik haben angesichts der US-Militärintervention in Venezuela und politischer Polarisierung in der Region zur Einheit aufgerufen. Brasiliens Präsident Luiz Inácio Lula da Silva beklagte in einer Rede auf einem Wirtschaftsforum in Panama-Stadt eine Lähmung der Gemeinschaft der Lateinamerikanischen und Karibischen Staaten (Celac). So sei es ihr nicht gelungen, «eine einzige Erklärung gegen illegale militärische Interventionen abzugeben, die unsere Region betreffen», ergänzte Lula am Mittwoch auf der Veranstaltung, die von der Lateinamerikanischen Entwicklungsbank (Caf) organisiert wurde. Die USA nannte er nicht beim Namen. «Wir erleben einen Moment des grössten Verfalls im Bereich der Integration», sagte der brasilianische Staatschef.

    Der kolumbianische Präsident Gustavo Petro (l.) umarmt  Brasiliens Präsident Luiz Inácio Lula da Silva am Mittwoch auf einem Wirtschaftsforum in Panama-Stadt. 
    Der kolumbianische Präsident Gustavo Petro (l.) umarmt  Brasiliens Präsident Luiz Inácio Lula da Silva am Mittwoch auf einem Wirtschaftsforum in Panama-Stadt. 
    Bild: Keystone/AP Photo/Matias Delacroix

    Sein kolumbianischer Kollege Gustavo Petro äusserte sich konkreter und kritisierte im Hinblick auf den US-Militärangriff in Venezuelas Hauptstadt Anfang Januar «Bombardements» über Caracas. Dem früheren venezolanischen Präsidenten Nicolás Maduro sollte entweder in seinem eigenen Land oder vor einem regionalen Gericht, das Petro als «Drei-Amerikas-Tribunal» bezeichnete, der Prozess gemacht werden, forderte der kolumbianische Präsident.

    Nach der Gefangennahme Maduros durch US-Spezialkräfte hatte Trump Kolumbien gedroht und Petro vorgeworfen, Kokain herzustellen und in die USA zu verkaufen. Zudem schloss Trump eine US-Intervention auch in Kolumbien nicht aus, woraufhin Petro verbal dagegenhielt. In einem Telefonat sollen die Präsidenten von USA und Kolumbien die Wogen etwas geglättet haben, kommende Woche wird Petro im Weissen Haus erwartet.

  • 4.15 Uhr

    Nobelpreisträgerin kritisiert «kriminelle» Führung in Venezuela

    Friedensnobelpreisträgerin María Corina Machado hat nach einem Treffen mit US-Aussenminister Marco Rubio die von den USA gestützte neue Führung in Venezuela scharf kritisiert. Die geschäftsführende Präsidentin Delcy Rodríguez, mit der die Regierung in Washington zusammenarbeitet, sei nicht vertrauenswürdig, sagte Machado vor Journalisten in Washington. «Jeder weiss, worum es bei diesem Regime geht. Wir sprechen hier von Kriminellen.»

    Die venezolanische Oppositionsführerin María Corina Machado zu Besuch bei der konservativen Heritage Foundation in Washington. (16.1.2026)
    Die venezolanische Oppositionsführerin María Corina Machado zu Besuch bei der konservativen Heritage Foundation in Washington. (16.1.2026)
    Bild: Keystone/EPA/Will Oliver

    Auf die Frage eines Journalisten, ob sie bereit wäre, mit Rodríguez in einer Übergangsregierung die Macht zu teilen, antwortete Machado: «Wir arbeiten daran, einen echten Übergang zu ermöglichen. Dies ist kein Übergang nach russischem Vorbild, bei dem die Mafia an der Macht bleibt und letztendlich die Bürger darunter leiden». Sie werde sich weiter für echten Wandel einsetzen - und nicht dafür, dass ein Teil des herrschenden Apparats an der Macht bleibt.

    Rodríguez gelangte infolge der militärischen Intervention der USA in Venezuela an die Staatsspitze. Zuvor war sie Stellvertreterin des autoritären Präsidenten Nicolás Maduro gewesen, der am 3. Januar bei einem US-Militäreinsatz in der Hauptstadt Caracas gefangengenommen und anschliessend nach New York gebracht wurde. Dort soll ihm wegen angeblicher Verwicklung in Drogendelikte der Prozess gemacht werden.

    Seit dem Machtwechsel befindet sich das südamerikanische Land in einer Phase politischer Umbrüche. Rodríguez ist allem Anschein nach diejenige innerhalb der venezolanischen Regierung, mit der die US-Regierung direkt verhandelt – vor allem über die Verwaltung der riesigen Ölvorkommen des südamerikanischen Landes.

  • 4 Uhr

    USA genehmigen Venezuela laut Rubio monatlichen «Haushaltsplan»

    Die venezolanische Übergangsregierung hat US-Aussenminister Marco Rubio zufolge akzeptiert, monatlich einen «Haushaltsplan» vorzulegen und diesen von den USA absegnen zu lassen. Die US-Regierung entscheide, wofür das Geld genutzt werden dürfe und wofür nicht, sagte Rubio bei einer Anhörung vor einem Senatsausschuss. Tatsächlich hätten sie zugesagt, einen erheblichen Teil dieser Mittel für den direkten Kauf von Medikamenten und Ausrüstung aus den Vereinigten Staaten zu verwenden, sagte der Minister weiter. Bei der monatlichen Vorlage des Budgets handele es sich um einen «kurzfristigen Mechanismus».

    US-Aussenminister Marco Rubio am Mittwoch bei einer Anhörung vor einem Senatsausschuss in Washington.
    US-Aussenminister Marco Rubio am Mittwoch bei einer Anhörung vor einem Senatsausschuss in Washington.
    Bild: Keystone/AP Photo/J. Scott Applewhite
  • Donnerstag, 29. Januar 2026, 0.10 Uhr

    Rodríguez übernimmt Oberbefehl über Venezuelas Streitkräfte

    Das venezolanische Militär hat der geschäftsführenden Präsidentin Delcy Rodríguez seine Loyalität versichert. «Ich bitte um volle Unterstützung für sie und rufe dazu auf zu verstehen, wie wichtig Loyalität und Kohärenz in diesen herausragenden Momenten sind, die unsere Heimat erlebt», sagte Verteidigungsminister Vladimir Padrino López in einer auf Instagram veröffentlichten Audiobotschaft. Rodríguez sollte am (heutigen) Mittwoch offiziell den Oberbefehl über die Streitkräfte und damit alle Befugnisse des Präsidentenamtes übernehmen.

    Zwei Tage nach Maduros Entführung in die USA am 3. Januar 2026 wurde Venezuelas Vizepräsidentin Delcy Rodriguez als geschäftsführende Präsidentin vereidigt.
    Zwei Tage nach Maduros Entführung in die USA am 3. Januar 2026 wurde Venezuelas Vizepräsidentin Delcy Rodriguez als geschäftsführende Präsidentin vereidigt.
    Bild: Keystone/EPA/Ronald Pena R

    Die öffentliche Loyalitätsbekundung der Streitkräfte gilt als politisch bedeutsam, weil sie einer der entscheidenden Machtfaktoren in Venezuela sind. Zuvor war das Militär bereits der links-autoritären Regierung von Staatschef Nicolás Maduro treu ergeben.

  • Freitag, 16. Januar 2026, 4 Uhr

    Machado überreicht Trump ihre Nobelpreis-Medaille

    Die venezolanische Oppositionsführerin María Corina Machado hat ihre Goldmedaille für den Friedensnobelpreis US-Präsident Donald Trump überreicht. Dies sei eine wundervolle Geste gegenseitigen Respekts, schrieb Trump nach dem Treffen in Washington auf der Plattform Truth Social. Das Nobelpreis-Institut hatte allerdings schon klargestellt, dass ein Nobelpreis nicht weitergereicht werden könne.

    Screenshot Truth Social/Donald Trump

    Machado hatte ihre Auszeichnung bereits zuvor Trump gewidmet und angedeutet, ihm den Preis für seine Unterstützung des venezolanischen Volks weitergeben zu wollen. Trump sagt schon seit Monaten immer wieder, dass er den Friedensnobelpreis verdient hätte. Vergangenes Jahr wurde aber Machado damit ausgezeichnet. Nobelpreis-Gewinner erhalten neben einer Urkunde auch eine goldene Medaille. Diese habe sie Trump gegeben, sagte Machado nach dem Treffen.

    Machado kämpft um ihre künftige Rolle in Venezuela, wo Trump Anfang des Jahres den autoritären Machthaber Nicolás Maduro und dessen Frau mit Militärgewalt in Gewahrsam nehmen und in die USA bringen liess. Dort wird ihnen unter anderem Drogenschmuggel vorgeworfen. Trump hatte bisher gesagt, Machado habe nicht den nötigen Rückhalt und Respekt in Venezuela, um das Land zu führen. Die USA setzen aktuell auf Maduros Vizepräsidentin Delcy Rodríguez, die den Spitzenposten übernahm.

    Die venezolanische Oppositionsführerin María Corina Machado (M.) wird von den demokratischen Senatoren Dick Durbin (l.) und Ruben Gallego (r.) im Kapitol in Washington empfangen. (15. Januar 2026)
    Die venezolanische Oppositionsführerin María Corina Machado (M.) wird von den demokratischen Senatoren Dick Durbin (l.) und Ruben Gallego (r.) im Kapitol in Washington empfangen. (15. Januar 2026)
    Bild: Keystone/AP Photo/J. Scott Applewhite

    Machado hatte vor wenigen Tagen gesagt, sie würde Trump gerne persönlich sagen, «dass wir – das venezolanische Volk, denn dies ist eine Auszeichnung des venezolanischen Volkes – ihm diese Auszeichnung gerne überreichen und mit ihm teilen möchten.» Was der US-Präsident geleistet habe, sei historisch. «Es ist ein grosser Schritt in Richtung eines demokratischen Wandels.» Nach der Übergabe der Medaille bezeichnete Trump Machado auf Truth Social als wundervolle Frau, die so viel durchgemacht habe.

  • 9.14 Uhr

    Trump narrt Opposition mit Rodriguez-Telefonat

    US-Präsident Donald Trump hat die venezolanische Oppositionsführerin María Corina Machado politisch ein weiteres Mal auf die Ersatzbank verbannt. Er telefonierte gestern mit der geschäftsführenden venezolanischen Präsidentin Delcy Rodríguez und nannte das nach seinen Angaben lange Telefonat ein «grossartiges Gespräch».

    «Ich denke, wir kommen sehr gut mit Venezuela zurecht», sagte er. Zu dem für heute geplanten Gespräch mit Machado sagte Trump in einem Reuters-Interview: «Wir werden nur über die Grundlagen reden.»

    Machado gilt als das Gesicht des Widerstands der Menschen in Venezuela gegen die sozialistische Autokratie von Präsident Nicolás Maduro und hat sich um ein gutes Verhältnis zur US-Regierung bemüht.

    Trump liess Maduro Anfang Januar in einer Nacht-und-Nebel-Aktion von US-Soldaten gefangen nehmen und für einen Prozess wegen Drogen- und Terrorvorwürfen in die USA bringen. Über Machado sagte er kurz danach: «Es wäre sehr schwierig für sie, die Führung zu übernehmen. Sie hat nicht die Unterstützung oder den Respekt innerhalb des Landes.»

    In Venezuela wurde Maduros Vize Rodríguez als Interimspräsidentin vereidigt, wo sie mit Maduros innerem Kreis weiter die Regierungsgeschäfte führt. Venezuela liess zwar US-Bürger frei, doch die von Rodríguez versprochene Freilassung politischer Gefangener zieht sich nach Angaben von Menschenrechtlern hin.

    Rodríguez sagte gestern, die – Berichten zufolge auf Geheiss der US-Regierung zugesagten – Freilassungen seien noch nicht abgeschlossen. Trump hat nach der Gefangennahme Maduros erklärt, er wolle die Führung Venezuelas selbst übernehmen und die Kontrolle über die Ölverkäufe des Landes erlangen.

    Machado hat sich bemüht, Trump nicht zu verärgern, insbesondere nachdem sie im vergangenen Jahr mit dem Friedensnobelpreis ausgezeichnet wurde, den Trump immer wieder lauthals für sich reklamiert. Sie widmete den Preis Trump und sagte später, sie würde die Auszeichnung gern an Trump weitergeben oder mit ihm teilen. Das Nobelpreiskomitee hat dies als unzulässig bezeichnet.

  • 9.14 Uhr

    Machados Team wies Wahlniederlage Maduros nach

    Machado wollte bei den Wahlen 2024 gegen Maduro antreten. Die Behörden schlossen sie jedoch aus. Daraufhin unterstützte sie den Diplomaten Edmundo González Urrutia.

    Nach der Wahl veröffentlichte Machados gut organisiertes Wahlkampfteam detaillierte Auszählungsergebnisse, wonach González den Amtsinhaber im Verhältnis von 2:1 besiegte. Doch die regierungstreue Wahlkommission erklärte Maduro zum Sieger. Proteste liess die Regierung brutal niederschlagen. Die damalige US-Regierung von Trumps Vorgänger Joe Biden erkannte Gonzáles als Wahlsieger an.

    Machado war zuletzt vor etwa einem Jahr in Venezuela öffentlich aufgetreten. Damals nahm sie an einer Protestkundgebung ihrer Anhänger gegen Maduro teil und wurde kurzzeitig festgenommen. Anschliessend versteckte sie sich und tauchte erst wenige Stunden nach Übergabe des Friedensnobelpreises im Dezember wieder in der Öffentlichkeit auf.

  • 4.10 Uhr

    Resolution zu US-Einsätzen in Venezuela im Kongress gestoppt

    Mit der ausschlaggebenden Stimme von Vize-Präsident JD Vance ist im US-Senat eine Resolution für eine zwingende Zustimmung des Parlaments zu Venezuela-Militäreinsätzen der USA gestoppt worden. 50 Senatoren und Vance stimmten in der Kammer im US-Kongress dafür, dass der Senat inhaltlich erst gar nicht über die Resolution abstimmen soll. 50 stimmten dagegen.

    US-Präsident Donald Trump soll Medienberichten zufolge noch Druck auf Republikaner ausgeübt haben, die die Resolution zunächst unterstützen wollten. Trotzdem ging die Abstimmung im Senat in Washington äusserst knapp für den US-Präsidenten aus.

    Mehrere Demokraten und ein Republikaner hatten nach dem US-Angriff auf Venezuela samt Gefangennahme des autoritären Staatschefs Nicolás Maduro die Resolution initiiert. Diese sieht vor, dass Trump das Parlament um Zustimmung für weitere militärische Einsätze in dem südamerikanischen Land bitten muss. Neben Demokraten hatten sich auch einige Republikaner dafür ausgesprochen. Bei einer Vorabstimmung im Senat hatte die Resolution noch eine knappe Mehrheit erhalten.

    Der US-Senat stimmte am Mittwoch ganz knapp dafür, dass er inhaltlich erst gar nicht über die Resolution zu US-Einsätzen in Venezuela abstimmen soll.
    Der US-Senat stimmte am Mittwoch ganz knapp dafür, dass er inhaltlich erst gar nicht über die Resolution zu US-Einsätzen in Venezuela abstimmen soll.
    Bild: Keystone/AP Photo/Mariam Zuhaib

    Zunächst gab es im Senat am Mittwoch bei der Abstimmung die Pattsituation von 50 zu 50 Stimmen. In diesem speziellen Fall kommt dann der Vize-Präsident ins Spiel, der auch Präsident des Senats ist und nur in einer Pattsituation mitstimmen kann.

  • Donnerstag, 15. Januar 2026, 4 Uhr

    Trump: Kommen mit Venezuela sehr gut zurecht

    US-Präsident Donald Trump hat sich zufrieden mit der aktuellen Führung Venezuelas gezeigt. «Ich denke, wir kommen sehr gut zurecht mit Venezuela», sagte der Republikaner im Weissen Haus. Er habe ein langes Telefonat mit der geschäftsführenden Präsidentin Delcy Rodríguez gehabt. Trump nannte sie eine grossartige Person. Worauf er sich bei seiner Einschätzung konkret bezog, machte Trump nicht deutlich.

    Der US-Präsident schrieb auf der Plattform Truth Social, man habe bei dem Telefonat mehrere Themen diskutiert, darunter Öl, Mineralien, Handel und Nationale Sicherheit. Trump schrieb, dass die Partnerschaft zwischen den USA und Venezuela «FÜR ALLE» spektakulär sein werde. Das südamerikanische Land werde bald wieder grossartig und wohlhabend sein, versprach er.

    Screenshot Donald Trump/Truth Social

    Die USA hatten Anfang Januar bei einem Militäreinsatz in Caracas den autoritär regierenden Staatschef Nicolás Maduro entmachtet und gefangengenommen. Sie werfen ihm vor, die USA mit Drogen überschwemmt zu haben. Er weist die Vorwürfe zurück. Er sitzt in den USA im Gefängnis.

  • Montag, 12. Januar 2026, 6.13 Uhr

    Trump kokettiert in Post: «amtierender Präsident Venezuelas»

    Sieht sich US-Präsident Donald Trump infolge des erfolgreichen US-Militäreinsatzes in Caracas als Staatschef Venezuelas? Zumindest scheint es ihm zu gefallen, genau damit zu kokettieren: Auf seiner Plattform Truth Social veröffentlichte Trump einen Screenshot im Stile des Online-Lexikons Wikipedia, der ihn als «amtierenden Präsidenten von Venezuela» beschreibt. In der Zeile darunter heisst es dann korrekt, er sei auch der 45. und 47. Präsident der USA.

    Bild: Screenshot Truth Social/Donald Trump

    Trump postet immer wieder provokative oder auch augenzwinkernde Inhalte. So veröffentlichte er zum Beispiel auch Fotomontagen, die ihn mit Krone als König zeigten als Reaktion auf die Proteste in den USA mit dem Motto «No Kings» ("Keine Könige"). Trumps Post zu Venezuela scheint mit der Frage zu spielen, wer dort nun letztlich das Sagen hat – keine grundlose Frage.

    Das US-Militär griff Anfang Januar Ziele in der venezolanischen Hauptstadt Caracas an und nahm in einer Kommandoaktion Präsident Nicolás Maduro fest. Er wurde in die USA gebracht, wo er sich wegen angeblicher Drogendelikte vor Gericht verantworten muss. Venezuela wird inzwischen von der geschäftsführenden Präsidentin Delcy Rodríguez geführt, die zuvor unter Maduro Vizepräsidentin gewesen war. Trump zufolge stimmt sie sich regelmässig mit seiner Regierung über den künftigen Kurs des Landes ab, etwa in Gesprächen mit Aussenminister Marco Rubio. Die Regierung in Caracas betont hingegen, sie sei nicht an Anweisungen von aussen gebunden.

  • 7.10 Uhr

    Institut: Nobelpreis kann nicht übertragen werden

    Venezuelas Oppositionsführerin und Friedensnobelpreisträgerin María Corina Machado kann ihren Nobelpreis weder an US-Präsident Donald Trump weitergeben noch mit ihm teilen.

    Das geht aus einer Mitteilung hervor, die das Nobelinstitut in Oslo auf seiner Webseite veröffentlicht hat. «Ein Nobelpreis kann weder widerrufen, geteilt noch auf andere übertragen werden. Sobald die Bekanntgabe erfolgt ist, ist die Entscheidung endgültig», heisst es dort.

    Die Veröffentlichung der Mitteilung folgt auf eine entsprechende Andeutung Machados in einem am Montag ausgestrahlten Interview des US-Senders Fox News. Auf die Frage des Moderators Sean Hannity, ob sie angeboten habe, Trump ihren Nobelpreis zu geben, antwortete sie:

    «Es ist noch nicht passiert. Aber ich würde ihm sicherlich gerne persönlich sagen, dass wir – das venezolanische Volk, denn dies ist eine Auszeichnung des venezolanischen Volkes – ihm diese Auszeichnung gerne überreichen und mit ihm teilen möchten.»

    Was der US-Präsident geleistet habe, sei historisch. «Es ist ein grosser Schritt in Richtung eines demokratischen Wandels.» Es war zunächst unklar, ob ihre Aussage wörtlich oder symbolisch zu verstehen ist.

    Die US-Streitkräfte hatten am vergangenen Wochenende Ziele in Venezuela angegriffen sowie den autoritären Staatschef Maduro und dessen Ehefrau Cilia Flores gefangengenommen und ausser Landes gebracht. Maduro wurde in New York unter anderem wegen Drogendelikten angeklagt.

    Bereits kurz nach der Verkündung des Friedensnobelpreises im Oktober hatte Machado auf der Plattform X die Auszeichnung «dem leidenden Volk Venezuelas und Präsident Trump» für dessen «entschlossene Unterstützung unserer Sache» gewidmet. In dem Fox News-Interview schien sie nun einen Schritt weiterzugehen.

    In der Mitteilung des Nobelinstituts hiess es weiter, grundsätzlich kommentiere man nicht die Äusserungen und Handlungen der Friedensnobelpreisträger nach der Verleihung der Auszeichnung. Das Mandat des Komitees beschränke sich darauf, die Arbeit und die Leistungen der nominierten Kandidaten bis zum Zeitpunkt der Entscheidung über den Friedensnobelpreis zu bewerten.

    Aber: «Dies hindert das Komitee nicht daran, die zukünftigen Bemühungen der Preisträger aufmerksam zu verfolgen, auch wenn es weder seine Besorgnis noch seine Zustimmung zum Ausdruck bringt.»

  • 7.10 Uhr

    Treffen mit Trump in der kommenden Woche?

    US-Präsident Trump hatte kürzlich ein mögliches Treffen mit Machado kommende Woche angedeutet. Auf die Frage des Fox-News-Moderators Hannity, ob er Pläne habe, die Nobelpreisträgerin zu treffen, sagte Trump, er habe gehört, dass sie nächste Woche irgendwann kommen werde. «Und ich freue mich darauf, sie zu begrüssen». Konkreter wurde er dabei nicht.

    Nach der Gefangennahme Maduros hatte sich Trump skeptisch über die Eignung der Oppositionsführerin als dessen Nachfolgerin geäussert. «Ich denke, es wäre sehr schwierig für sie, die Führungsposition zu übernehmen, da sie weder die nötige Unterstützung noch den nötigen Respekt im Land geniesst», sagte er am Wochenende. «Sie ist eine sehr nette Frau, aber ihr fehlt der Respekt der Bevölkerung.»

  • Sonntag, 11. Januar, 6.30 Uhr

    Chinas Ansprüche in Venezuela

    Die Kontrolle des venezolanischen Öls ist ein Punkt, mit dem Donald Trump nach der Militäraktion in dem südamerikanischen Land hausieren geht. Weniger kund wird, dass ein nicht unerheblicher Teil der Öl-Schätze eigentlich schon einem anderen gehört: China.

    Dafür sorgen Verträge, die Venezuela bereits vor Jahren mit der Volksrepublik abgeschlossen hat. Für Trump könnte das nach Einschätzung von Analysten zu einer diplomatischen Gratwanderung führen: seine Positionen zu betonen und sich zugleich um eine Stabilisierung der zuletzt mehr als turbulenten Handelsbeziehungen mit Peking zu bemühen.

    Er glaube nicht, dass der US-Präsident es riskieren wolle, das Thema Venezuela zu einem «Spannungsfeld zu machen, das die Handelsdynamik kompliziert», sagt Craig Singleton von der Denkfabrik Foundation for Defense of Democracies in Washington. «Die Regierung scheint sich darauf zu konzentrieren, unnötige Eskalationen oder neue Irritationen mit Peking zu vermeiden und gleichzeitig den Hebel auf der Seite Washingtons zu halten», lautet seine Einschätzung.

    Nach verschiedenen Schätzungen steht Venezuela bei China mit mindestens zehn Milliarden Dollar (8 Milliarden Franken) in der Kreide. Dabei haben zwei grosse chinesische Staatsunternehmen – China National Petroleum Corp. (CNPC) und Sinopec – laut einer Marktnotiz der Investmentbank Morgan Stanley Anspruch auf 4,4 Milliarden Barrel Ölreserven in Venezuela. Das ist der grösste ausländische Anteil.

    Die USA haben derweil erklärt, den Verkauf von venezolanischem Öl auf unbestimmte Zeit zu kontrollieren. Die Erlöse würden auf von Washington kontrollierte Konten eingezahlt und letztlich «an Venezuela zurückfliessen, um dem venezolanischen Volk zu nützen», sagte Energieminister Chris Wright.

    Der Verkauf soll laut Washington mit 30 bis 50 Millionen Barrel aus den Rohölspeichern Venezuelas starten. Aus Kreisen der Trump-Regierung hiess es weiter, die Politik der USA ziele darauf, «feindliche Einflüsse von aussen» in der westlichen Hemisphäre zu verringern. Gemeint sind damit auch Ansprüche Chinas.

  • Samstag, 10. Januar, 19.59 Uhr

    Trump unterzeichnet Dekret zum Schutz von US-Einnahmen aus venezolanischem Öl

    US-Präsident Donald Trump hat nach der Entmachtung des venezolanischen Staatschefs Nicolás Maduro ein Dekret unterzeichnet, durch das venezolanische Vermögenswerte in den USA wie etwa Gelder aus dem Verkauf von Öl geschützt werden sollen. Trump handele, um «die aussenpolitischen Ziele der USA zu fördern», heisst es in einer vom Weissen Haus veröffentlichten Erläuterung des bereits am Freitag unterzeichneten Dekrets. Mit dem Dekret soll verhindert werden, dass venezolanische Vermögenswerte auf US-Staatsgebiet von Gerichten oder Gläubigern gepfändet werden.

    Das Dekret sieht die Schaffung eines Fonds vor, der Venezuela gehört, aber in den USA angesiedelt ist und unter der Kontrolle der US-Regierung steht. Die USA haben nach Trumps Worten nach der Gefangennahme Maduros durch US-Elitesoldaten die Führung des rohstoffreichen Venezuela übernommen. Die politische Führung in Caracas hatte er aufgefordert, mit Washington zusammenzuarbeiten, auch um die reichen Ölreserven des Landes auszubeuten.

    Verhandlungen über Ölgeschäfte in Venezuela würde ausschliesslich die US-Regierung führen, sagte der US-Präsident am Freitag bei einem Treffen mit Ölunternehmern. «Sie verhandeln direkt mit uns, Sie verhandeln überhaupt nicht mit Venezuela, wir wollen nicht, dass Sie mit Venezuela verhandeln», sagte er an die Konzernchefs gerichtet. «Wir werden die Entscheidung treffen, welche Ölfirmen reingehen dürfen, welchen wir das erlauben und mit welchen Unternehmen wir einen Vertrag abschliessen werden.»

    «Sie verhandeln direkt mit uns»: US-Präsident Donald Trump.
    «Sie verhandeln direkt mit uns»: US-Präsident Donald Trump.
    Julia Demaree Nikhinson/AP/dpa (Archivbild)
  • Freitag, 9. Januar 2026, 4.30 Uhr

    Trump deutet Treffen mit Venezuelas Oppositionsführerin an

    US-Präsident Donald Trump hat ein mögliches Treffen mit der venezolanischen Oppositionsführerin María Corina Machado kommende Woche angedeutet. Auf die Frage des Fox-News-Moderators Sean Hannity, ob er Pläne habe, die Nobelpreisträgerin zu treffen, sagte Trump, er habe gehört, dass sie nächste Woche irgendwann kommen werde. «Und ich freue mich darauf, sie zu begrüssen». Konkreter wurde er dabei nicht.

    Soll laut US-Präsident Donald Trump «nächste Woche irgendwann kommen»: Die venezolanische Oppositionsführerin und Nobelpreisträgerin María Corina Machado.
    Soll laut US-Präsident Donald Trump «nächste Woche irgendwann kommen»: Die venezolanische Oppositionsführerin und Nobelpreisträgerin María Corina Machado.
    Bild: Keystone/Heiko Junge/NTB Scanpix via AP

    Nach der Gefangennahme von Venezuelas Staatschefs Nicolás Maduro durch US-Streitkräfte hatte sich Trump skeptisch über die Eignung der Oppositionsführerin als Nachfolgerin Maduros geäussert. «Ich denke, es wäre sehr schwierig für sie, die Führungsposition zu übernehmen, da sie weder die nötige Unterstützung noch den nötigen Respekt im Land geniesst», sagte er am Wochenende. «Sie ist eine sehr nette Frau, aber ihr fehlt der Respekt der Bevölkerung.»

    Trump verneinte die Frage, ob er wisse, wo sich Machado derzeit aufhalte und ob er mit ihr gesprochen habe. Die Oppositionsführerin lebte über ein Jahr im Untergrund und reiste im Dezember 2025 unter strenger Geheimhaltung zur Entgegennahme des Friedensnobelpreises nach Oslo aus. Wo sie sich derzeit aufhält, ist unbekannt. Nach ihrer Ausreise hatte sie angekündigt, nach Venezuela zurückzukehren. Ob sie dort politisch handlungsfähig wäre, bleibt angesichts des Drucks durch Sicherheitskräfte und Justiz offen.

    Machado hatte sich jüngst überschwänglich bei Trump für die Festnahme Maduros bedankt. «Der 3. Januar wird als der Tag in die Geschichte eingehen, an dem die Gerechtigkeit die Tyrannei besiegt hat», sagte sie dem US-Sender Fox News.

  • 18.58 Uhr

    Venezuelas Regierung kündigt Freilassung vieler Häftlinge an

    Die venezolanische Regierung hat die Freilassung einer grossen Zahl venezolanischer und ausländischer Gefangener angekündigt. Dies sei eine Geste «auf der Suche nach Frieden», sagte Parlamentspräsident Jorge Rodríguez. Um welche und wie viele Häftlinge es sich genau handelt, sagte der Bruder der geschäftsführenden Präsidentin Delcy Rodríguez nicht.

    Nach Angaben der Menschenrechtsorganisation Foro Penal gibt es in dem südamerikanischen Land rund 800 politische Häftlinge. Viele waren bei den Protesten gegen die von Betrugsvorwürfen überschatteten Wiederwahl des autoritären Staatschefs Nicolás Maduro 2024 festgenommen worden. Internationale Organisationen und Aktivisten werfen den venezolanischen Sicherheitskräften schwere Menschenrechtsverletzungen vor.

  • 4.01 Uhr

    Venezuela spricht von rund 100 Toten bei US-Angriff

    Bei dem US-Angriff in Caracas am Wochenende zur Festnahme von Staatschef Nicolás Maduro sind nach venezolanischen Regierungsangaben rund 100 Menschen getötet worden. Etwa genau so viele seien bei dem «schrecklichen Angriff» verletzt worden, sagte Innenminister Diosdado Cabello. Die Opferzahl könne noch weiter ansteigen. Unter den Getöteten seien auch Zivilisten, darunter Frauen, die zur Zeit des Angriffs in ihren Häusern schliefen, sagte Cabello. Die Angaben liessen sich zunächst nicht unabhängig überprüfen.

    Venezolanische Behörden hatten zuvor von 24 bei dem Einsatz getöteten Soldaten gesprochen. Kuba bestätigte zudem den Tod von 32 seiner in Venezuela eingesetzten Sicherheitskräfte. Sie waren unter anderem als Leibwächter für die Sicherheit Maduros verantwortlich.

    Einige der getöteten venezolanischen Soldaten wurden am Mittwoch in Caracas mit militärischen Ehren beigesetzt. Fotos zeigten Särge, die von der venezolanischen Flagge bedeckt waren.

    Die US-Regierung hat nach dem Angriff vom Wochenende öffentlich keine Opferzahl genannt. US-Medien berichteten unter Berufung auf mit der Angelegenheit vertraute Beamte von schätzungsweise 75 Toten.

  • 2.36 Uhr

    Trump kündigt Treffen mit Kolumbiens Staatschef Petro an

    Nach seinen Drohungen gegen Kolumbien hat US-Präsident Donald Trump mit dem kolumbianischen Staatschef Gustavo Petro telefoniert und ein Treffen im Weissen Haus angekündigt. Petro habe angerufen, um «die Drogen-Situation und andere Meinungsverschiedenheiten» zu erläutern, schrieb der Republikaner auf der Plattform Truth Social. Es sei ihm eine grosse Ehre gewesen, mit Petro zu sprechen und er freue sich, ihn in «naher Zukunft» zu treffen, schrieb Trump weiter. Das Meeting werde im Weissen Haus in Washington stattfinden. Einen genauen Zeitpunkt nannte er nicht.

    Petro sagte wenig später, er habe rund eine Stunde mit Trump gesprochen. «Ohne Dialog gibt es Krieg», sagte er vor Demonstranten bei einer Kundgebung für die Souveränität seines Landes. Kolumbien könne nun ruhig schlafen. Bei seinem ersten Gespräch mit dem US-Präsidenten seit dessen Amtsantritt sei es um die Themen Venezuela und Drogenhandel gegangen. Frieden in Venezuela bedeute Frieden in Kolumbien, sagte Petro.

    Der kolumbianische Präsident, der sich oft über X mit Trump angelegt hatte, sagte, er habe dem US-Präsidenten Daten über die Fortschritte seines Landes im Kampf gegen Drogen vorgelegt und sich für die eine direkte Kommunikation zwischen Washington und Bogotá eingesetzt.

    Der US-Präsident hatte nach der Militäraktion in Venezuela und der Gefangennahme des venezolanischen Staatschefs Nicolás Maduro auch Kolumbien gedroht. Der Republikaner hatte vor Journalisten gesagt, Kolumbien sei «sehr krank» und werde von einem «kranken Mann» regiert, der es liebe, «Kokain zu produzieren und es in die Vereinigten Staaten zu verkaufen». Das werde er «nicht mehr lange machen», sagte Trump – ohne ins Detail zu gehen, was er konkret damit meinte. Auf die Nachfrage einer Journalistin, ob es einen Militäreinsatz gegen Kolumbien geben werde, antwortete Trump so: «Das klingt für mich gut.» Kolumbien ist ein Nachbarstaat von Venezuela in Südamerika und gilt als wichtiger Produktionsstandort für Kokain.

  • 2.33 Uhr

    Nach US-Angriff: Venezolanisches Militär beerdigt Soldaten

    Nach dem US-Angriff auf Venezuela hat das venezolanische Militär in der Hauptstadt Caracas Dutzende gefallene Soldaten bestattet. Diese waren bei dem US-Einsatz getötet worden, der die Gefangennahme des ehemaligen Präsidenten Nicolás Maduro zum Ziel hatte. «Danke, dass Sie ihnen ermöglicht haben, eine militärische Laufbahn einzuschlagen» sagte Rafael Murillo, ein Kommandant der Streitkräfte, den anwesenden Familien.

    Militärangehörige stehen neben den Särgen von Soldaten, die beim US-Angriff auf Venezuela getötet wurden. (7. Januar 2026).
    Militärangehörige stehen neben den Särgen von Soldaten, die beim US-Angriff auf Venezuela getötet wurden. (7. Januar 2026).
    Bild: Keystone/AP Photo/Ariana Cubillos

    Männer trugen mit der venezolanischen Flagge bedeckte, hölzerne Särge an den Reihen uniformierter Offiziere vorbei. Aus einer nahegelegenen Kirche in Caracas ertönte Gesang, und Musik einer Militärkapelle erfüllte den Friedhof. Als die Särge in die Erde gelassen wurden, hallten Schüsse einer Ehrensalve über den Friedhof im Süden der Stadt. Familien weinten und umarmten sich bei einer Totenwache am Mittwochvormittag (Ortszeit).

    Nach Angaben des venezolanischen Militärs wurden mindestens 24 venezolanische Sicherheitskräfte bei der nächtlichen US-Militäroperation getötet. Venezuelas Generalstaatsanwalt Tarek William Saab erklärte, Dutzende Offiziere und Zivilisten seien getötet worden. Staatsanwälte würden die Todesfälle untersuchen, die er als «Kriegsverbrechen» bezeichnete. Es blieb unklar, ob sich diese Zahl nur auf Venezolaner bezieht.

    Zudem gab die Regierung Kubas am Sonntag bekannt, dass 32 kubanische Militär- und Polizeibeamte, die in Venezuela im Einsatz waren, bei dem Angriff ums Leben gekommen seien.

  • Donnerstag, 8. Januar 2026, 0.28 Uhr

    Venezuela kauft laut Trump «nur US-Produkte» mit Ölgeld

    Venezuela wird die Einnahmen aus seinen Öl-Geschäften mit den USA laut US-Präsident Donald Trump nur in US-Produkte investieren. «Ich wurde gerade darüber informiert, dass Venezuela mit den Einnahmen aus unserem neuen Öl-Deal AUSSCHLIESSLICH in den USA hergestellte Produkte kaufen wird», schrieb Trump auf seiner Plattform Truth Social. Dazu gehörten unter anderem US-Agrarprodukte, Medikamente, medizinische Geräte und Ausrüstung zur Verbesserung des venezolanischen Stromnetzes und der Energieanlagen.

    Bild: Screenshot Donald Trump/Truth Social

    Mit anderen Worten, Venezuela verpflichte sich, mit den USA als Hauptpartner Geschäfte zu machen, schrieb Trump weiter und bezeichnete dies als eine kluge Entscheidung und eine «sehr gute Sache» für die Menschen in Venezuela und den Vereinigten Staaten.

    Die USA hatten zuvor angekündigt, den venezolanischen Öl-Verkauf «auf unbestimmte Zeit» in ihre Hand zu nehmen. Bereits am Dienstag hatte Trump gesagt, Venezuela werde zwischen 30 und 50 Millionen Barrel (je 159 Liter) an sanktioniertem Öl an die USA liefern. Er selbst werde die Einnahmen aus dem Verkauf des Öls kontrollieren – «zum Wohl des venezolanischen Volkes und der Vereinigten Staaten». Venezuelas staatlicher Ölkonzern PDVSA bestätigte Gespräche mit den USA über den Verkauf von Erdöl.

    Das Öl-Geschäft ist für Venezuelas Regierung die wichtigste Einnahme- und Devisenquelle. Zuletzt war China der grösste Abnehmer für venezolanisches Erdöl.

  • 22.28 Uhr

    Staatsölkonzern verhandelt mit USA über Ölverkauf

    Venezuelas staatlicher Ölkonzern PDVSA bestätigt Gespräche mit den USA über den Verkauf von Erdöl. «Derzeit läuft eine Verhandlung mit den Vereinigten Staaten über den Verkauf von Erdölmengen im Rahmen der bestehenden Handelsbeziehungen», teilte PDVSA mit. Grundlage für den Handel seien Transparenz und «Nutzen für beide Seiten», hiess es.

    Zuvor hatte die US-Regierung eine Lockerung von Sanktionen gegen Venezuela angekündigt. Ziel sei es, den Transport und den Verkauf venezolanischen Öls auf dem Weltmarkt zu ermöglichen, teilte das US-Energieministerium mit.

    Die USA blicken nach der Gefangennahme des venezolanischen Staatschefs Nicolás Maduros verstärkt auf den Ölsektor des südamerikanischen Lands. So sagte Energieminister Chris Wright, die USA nähmen den Öl-Verkauf «auf unbestimmte Zeit» in ihre Hand.

    Erdöl ist das wichtigste Exportprodukt Venezuelas. (Archivbild)
    Erdöl ist das wichtigste Exportprodukt Venezuelas. (Archivbild)
    Bild: Keystone/AP/Matias Delacroix
  • 18.25 Uhr

    USA lockern «selektiv» Sanktionen gegen Venezuela

    Die USA heben einige ihrer Sanktionen gegen Venezuela auf. Dies soll den Transport und den Verkauf venezolanischen Öls auf dem Weltmarkt ermöglichen, wie das US-Energieministerium mitteilte. Welche Sanktionen genau gelockert werden sollen und wann, ging daraus nicht hervor. Zum Beispiel sind aktuell bestimmte Tanker, die Öl transportieren, von den USA mit Sanktionen belegt.

    Die USA nehmen nach der Gefangennahme des venezolanischen Staatschefs Nicolás Maduro verstärkt die Ölvorkommen in den Blick. So sagte Energieminister Chris Wright, die USA nähmen deren Verkauf «auf unbestimmte Zeit» in ihre Hand.

    Bereits am Dienstag hatte US-Präsident Donald Trump angekündigt, Venezuela werde zwischen 30 und 50 Millionen Barrel (je 159 Liter) an sanktioniertem Öl an die USA liefern. Er selbst werde die Einnahmen aus dem Verkauf des Öls kontrollieren – «zum Wohl des venezolanischen Volkes und der Vereinigten Staaten». Das Ölgeschäft ist für Venezuelas Regierung die wichtigste Einnahme- und Devisenquelle. Zuletzt war China der grösste Abnehmer für venezolanisches Erdöl.

    Eine Gruppe von Öltankern wartet bei Sonnenuntergang auf die Einfahrt in das PDVSA-Dock in Guaraguao. (Archivbild)
    Eine Gruppe von Öltankern wartet bei Sonnenuntergang auf die Einfahrt in das PDVSA-Dock in Guaraguao. (Archivbild)
    Bild: Juan Carlos Hernandez/Zuma Press
  • 14.22 Uhr

    Offenbar weiterer Tanker beschlagnahmt

    Nach dem geenterten Tanker im Nordatlantik haben US-Behörden offenbar ein weiteres Schiff gestoppt. Das Schiff habe sich in lateinamerikanischen Gewässern befunden. 

  • 13.15 Uhr

    Russischer Öltanker wird nach Flucht vor Kontrolle von den USA beschlagnahmt

    Ein mutmasslich vor einer US-Kontrolle geflohener Öltanker sorgt für Spannungen zwischen Russland und den USA im Nordatlantik. Das Schiff «The Marinera» soll sich unter russischer Flagge fahrend derzeit zwischen Island und Schottland befinden.

    Russland soll den Berichten zufolge ein U-Boot und weitere Schiffe zum Schutz des Tankers entsendet haben.

    Update 13.52: US-Einheiten haben den Tanker in der Zwischenzeit geentert und beschlagnahmt, berichtet die Nachrichtenagentur Reuters.

  • 3.53 Uhr

    Trump sichert sich Zugriff auf Venezuelas Öl-Milliarden

    Nur wenige Tage nach dem US-Militäreinsatz in Caracas greift Präsident Donald Trump direkt in die Ölindustrie Venezuelas ein und sichert sich die Kontrolle über Einnahmen aus dem Verkauf des Rohstoffs. Das südamerikanische Land werde zwischen 30 und 50 Millionen Barrel an sanktioniertem Öl an die USA liefern, kündigte der Republikaner auf der Plattform Truth Social an. Er selbst werde die Einnahmen aus dem Verkauf des Öls kontrollieren, schrieb Trump weiter.

    In welchem Zeitraum die von Trump genannte Menge Rohöl von Venezuela zur Verfügung gestellt werden soll, war zunächst unklar. Bei dem Volumen handelt es sich ungefähr um die gesamte Produktion der venezolanischen Ölindustrie von ein bis zwei Monaten. Das Ölgeschäft ist für Venezuelas Regierung die wichtigste Einnahme- und Devisenquelle. Die neue Führung in Caracas äusserte sich nicht unmittelbar zu Trumps Ankündigung.

    Die Ölraffinerie El Palito refinery im venezolanischen Puerto Cabello. (21. Dezember 2025)
    Die Ölraffinerie El Palito refinery im venezolanischen Puerto Cabello. (21. Dezember 2025)
    Bild: Keystone/AP Photo/Matias Delacroix

    Das Öl werde mit Schiffen direkt in US-Häfen gebracht, schrieb Trump. Energieminister Chris Wright sei angewiesen, diesen Plan «sofort» umzusetzen. «Dieses Öl wird zu seinem Marktpreis verkauft, und das Geld wird von mir als Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika kontrolliert, um sicherzustellen, dass es zum Wohl des venezolanischen Volkes und der Vereinigten Staaten verwendet wird», schrieb Trump weiter.

    Rohölmengen werden in Barrel gemessen, also Fässern. Ein Barrel umfasst rund 159 Liter. Legt man für das Öl aktuelle Preise und das Beispiel der US-Ölsorte WTI mit Lieferung im Februar zugrunde, mit einem Preis von 58,65 Dollar (Stand Dienstnachmittag Ortszeit) pro Barrel, dann würden die Erlöse hochgerechnet bei bis zu 2,9 Milliarden Dollar liegen. Der tatsächliche Preis für das venezolanische Öl könnte auch unter dem Weltmarktpreis liegen.

  • 2.06 Uhr

    Venezuela: Kein fremder Akteur regiert uns

    Nach der Gefangennahme des venezolanischen Staatspräsidenten Nicolás Maduro durch das US-Militär hat Caracas deutlich Führungsansprüche der USA zurückgewiesen. «Die Regierung Venezuelas regiert unser Land. Niemand sonst», sagte die geschäftsführende Präsidentin Delcy Rodríguez in einer Regierungssitzung. «Es gibt keinen externen Akteur, der Venezuela regiert.»

    Trump hatte nach dem Angriff seines Landes auf Venezuela und der Gefangennahme Maduros gesagt, dass US-Unternehmen die Ölindustrie wiederaufbauen würden. Für Aufsehen sorgte auch seine Behauptung, die USA würden Venezuela vorübergehend führen. Sein Aussenminister Marco Rubio relativierte diese Aussage später und sprach davon, mit Hilfe einer bereits bestehenden Ölblockade politische Veränderungen in dem Land herbeiführen zu wollen.

    Dem Sender NBC News sagte der US-Präsident kürzlich, dass neben Rubio unter anderem US-Vizepräsident JD Vance, Pentagon-Chef Pete Hegseth und Trumps stellvertretender Stabschef Stephen Miller das US-Intervenieren in Venezuela steuern würden. Die letztendliche Verantwortung sieht Trump demnach allerdings bei sich selbst.

    Kurz nach dem US-Angriff wurde die bisherige Vizepräsidentin Rodríguez als geschäftsführende Präsidentin vereidigt. Diese hatte sich nach Trumps Aussage unbeugsam gegeben. Später zeigte sie sich dann bereit zu einer Zusammenarbeit mit den USA.

  • Mittwoch, 7. Januar 2026, 1.51 Uhr

    Sieben Tage Staatstrauer in Venezuela für Opfer des US-Angriffs

    Nach dem US-Angriff auf Caracas zur Festnahme von Präsident Nicolás Maduro hat die neue Regierung des südamerikanischen Landes eine einwöchige Staatstrauer für die Opfer der Attacke angeordnet. «Ich habe beschlossen, zu Ehren und zum Gedenken an die jungen Frauen und Männer, die ihr Leben für die Verteidigung Venezuelas geopfert haben, sieben Tage der Staatstrauer anzuordnen», sagte die geschäftsführende Präsidentin Delcy Rodríguez im staatlichen Fernsehen.

    Bei dem US-Militärschlag in der Nacht auf Samstag wurden mindestens 24 venezolanische Soldaten getötet. «In Gedenken: 24 Sterne wurden von der feigen Hand des Imperiums aus unserem bolivarischen Firmament gerissen», hiess es in einer Mitteilung der venezolanischen Streitkräfte. Dazu wurden Fotos der getöteten Männer und Frauen veröffentlicht. In Gedenken an den südamerikanischen Freiheitskämpfer Simón Bolívar bezeichnet sich das venezolanische Militär selbst als Bolivarische Armee.

    Ein beim US-Angriff in Caracas beschädigtes Gebäude. (6. Januar 2026)
    Ein beim US-Angriff in Caracas beschädigtes Gebäude. (6. Januar 2026)
    Bild: Keystone/EPA/Miguel Gutierrez

    Zuvor hatte die Regierung in Havanna bereits mitgeteilt, dass bei der Kommandoaktion des US-Militärs 32 kubanische Sicherheitskräfte getötet wurden. Soldaten und Geheimdienstagenten aus dem verbündeten Kuba sind nach Einschätzung von Experten seit Jahren in Venezuela im Einsatz. Sie waren als Leibwächter für die Sicherheit Maduros verantwortlich oder sorgten in den Reihen der Streitkräfte für Disziplin.

  • 18.14 Uhr

    Venezuelas Generalstaatsanwalt wirft USA Terrorismus vor

    Nach dem US-Angriff auf die venezolanische Hauptstadt Caracas und die Festnahme von Präsident Nicolás Maduro hat der Generalstaatsanwalt des südamerikanischen Landes den Vereinigten Staaten Terrorismus vorgeworfen. «Der Militäreinsatz ohne eine Kriegserklärung oder eine Resolution des UN-Sicherheitsrats stellt eine illegale bewaffnete Aggression terroristischen Charakters dar», sagte Generalstaatsanwalt Tarek William Saab. Die Festnahme von Maduro und seiner Ehefrau Cilia Flores erfüllten zudem den Tatbestand der Entführung.

  • 14.50 Uhr

    Trump stellt Subventionen für Ölkonzerne in Aussicht

    US-Präsident Donald Trump hat mögliche Subventionen für Ölkonzerne in Aussicht gestellt, die den Wiederaufbau der Energieinfrastruktur Venezuelas unterstützen. Dieses Vorhaben könne in weniger als 18 Monaten abgeschlossen werden, sagte er dem US-Sender NBC News gestern in einem Interview.

    Trump gab sich nach Angaben des Senders überzeugt, dass die USA dieses Ziel schneller erreichen könnten, es werde allerdings viel Geld erfordern. «Eine enorme Summe Geld muss ausgegeben werden und die Ölunternehmen werden diese ausgeben, und dann werden sie von uns oder durch Einnahmen entschädigt.»

    Venezuela verfügt über die weltweit grössten nachgewiesenen Rohölreserven. Allerdings ist die Ölförderung in den vergangenen Jahren deutlich gesunken. Das südamerikanische Land leidet unter Sanktionen und Blockaden, vor allem durch die USA.

    Die wirtschaftliche Isolation und die Verstaatlichung von Unternehmen haben den Ölhandel stark eingeschränkt. Aktuell machen die Liefermengen weniger als ein Prozent der globalen Versorgung aus.

    Trump hatte nach dem Angriff seines Landes auf Venezuela und der Gefangennahme von Staatschef Nicolás Maduro bereits gesagt, dass US-Unternehmen die Ölindustrie wiederaufbauen würden. Für Aufsehen sorgte auch seine Behauptung, die USA würden Venezuela vorübergehend führen.

    Sein Aussenminister Marco Rubio relativierte diese Aussage später und sprach davon, mithilfe einer bereits bestehenden Ölblockade politische Veränderungen in dem Land herbeiführen zu wollen.

    Dem Sender NBC News sagte der US-Präsident nun, dass neben Rubio unter anderem US-Vizepräsident JD Vance, Pentagon-Chef Pete Hegseth und Trumps stellvertretender Stabschef Stephen Miller das US-Intervenieren in Venezuela steuern würden. Die letztendliche Verantwortung sieht Trump demnach allerdings bei sich selbst.

  • 9.11 Uhr

    Chinas Ansprüche durchkreuzen Trumps Ölpläne

    China hat nach Einschätzung von Experten durch umfangreiche Geschäfte mit Venezuela das Vorkaufsrecht auf einen grossen Teil des Öls aus dem südamerikanischen Land. Dies erschwert demnach Pläne von US-Präsident Donald Trump, der amerikanische Unternehmen aufgerufen hat, im grossen Stil in Venezuelas Ölwirtschaft zu investieren. «Sie haben unsere Besitz gestohlen», sagte der 79-Jährige dem rechten Sender «NewsNation». Und: «Wir holen unser Öl zurück.»

    Trump on Venezuela: "They took our oil away from us."

    [image or embed]

    — Aaron Rupar (@atrupar.com) 5. Januar 2026 um 02:21

    China habe Venezuela in den vergangenen Jahren Kredite in Milliardenhöhe gewährt – auf Grundlage von Verträgen, laut denen Erlöse aus dem Ölverkauf zuerst nach Peking fliessen müssten, sagte Brad Parks, Chef des Forschungsinstituts AidData am College of William & Mary.

    Q: China, Russia, and Iran have interests in Venezuela. How does this operation affect your relationships with them? TRUMP: In terms of other countries that want oil, we're in the oil business. We're gonna sell it to them. We'll be selling oil.

    [image or embed]

    — Aaron Rupar (@atrupar.com) 3. Januar 2026 um 18:28

    Zwar sei unklar, wie viel Venezuela China noch schulde, da das südamerikanische Land seit Jahren keine entsprechenden Zahlen mehr veröffentliche. Doch könnten sich die offenen Forderungen auf bis zu zehn Milliarden Dollar [7,9 Milliarden Franken] belaufen, so Parks.

    Chinesische Kredite könnten es Trump auch andernorts in Lateinamerika erschweren, die Politik in der Region im Sinne einer neuen Monroe-Doktrin zu beeinflussen. Laut Parks kamen in den zehn Jahren bis 2023 auf jeden von Washington gespendeten oder verliehenen Dollar in der Region drei Dollar aus Peking.

  • 9.11 Uhr

    Stichwort Monroe-Doktrin

    Die Monroe-Doktrin geht auf Präsident James Monroe zurück, der von 1817 bis 1825 regierte. Sie besagt, dass die USA in der Neuen Welt keinen Einfluss europäischer Mächte mehr dulden und den gesamten amerikanischen Doppelkontinent geopolitisch dominieren.

    Eine Neuinterpretation der Doktrin durch die Trump-Regierung sieht vor, dass sich die USA einen «fortgesetzten Zugang zu wichtigen strategischen Standorten» sichern.

  • 7 Uhr

    Trump erwägt, Botschaft in Caracas wiederzueröffnen

    Die US-Regierung denkt nach dem Sturz des venezolanischen Staatschefs Nicolás Maduro über eine Wiedereröffnung der Botschaft in Caracas nach.

    Es seien bereits erste Vorbereitungen angelaufen – für den Fall, dass Präsident Donald Trump beschliesse, wieder US-Diplomaten in das Land zu entsenden, sagte eine Quelle im Aussenministerium in Washington.

    Bisher sei aber noch keine Entscheidung gefallen, den Betrieb in der Vertretung wieder aufzunehmen. Die Einrichtung war 2019 in der ersten Amtszeit Trumps geschlossen worden. Das Vorhaben würde umfangreiche logistische, sicherheitstechnische und personelle Vorbereitungen erfordern, deren Umsetzung Monate dauern könnten.

  • 6 Uhr

    UN warnen: Ein Viertel des Volkes braucht Hilfe

    Im Zuge des US-Angriffs auf Venezuela haben die Vereinten Nationen auf den enormen Bedarf an humanitärer Hilfe in dem südamerikanischen Land aufmerksam gemacht.

    Die Bevölkerung leide seit Jahren unter einer komplexen Krise der Wirtschaft. Fast acht Millionen Venezolaner – rund ein Viertel der Bevölkerung – seien dringend auf Hilfe angewiesen, sagte UN-Sprecher Stéphane Dujarric.

    Die Organisation versorge bedürftige Venezolaner weiterhin mit Lebensmitteln, medizinischer Hilfe und anderen Leistungen, benötige dafür jedoch rasch zusätzliche Unterstützung, erklärte Dujarric.

    Die verfügbaren Mittel sind den Angaben zufolge knapp: Im vergangenen Jahr hätten die UN ihre Mitgliedstaaten um 606 Millionen Dollar für humanitäre Hilfe für Venezuela gebeten, jedoch nur etwa 102 Millionen erhalten.

  • 3.21 Uhr

    Trump: Vorerst keine Neuwahl in Venezuela

    In Venezuela wird es nach Einschätzung von US-Präsident Donald Trump in den nächsten 30 Tagen keine Neuwahl geben. «Wir müssen das Land zuerst wieder in Ordnung bringen. Man kann keine Wahlen abhalten», sagte er dem US-Sender NBC News.

    Venezuelas Regierung betrachtet den von den USA festgenommenen Staatschef Nicolás Maduro weiter als legitimen Präsidenten. Laut Verfassung übernimmt bei einer dauerhaften Abwesenheit des Präsidenten zunächst die Vizepräsidentin die Amtsgeschäfte und setzt innerhalb von 30 Tagen eine Neuwahl an. Ob die neue Staatsführung die aktuelle Lage als eine solche dauerhafte Abwesenheit bewertet, ist allerdings unklar.

    Die bisherige Vizepräsidentin Delcy Rodríguez wurde inzwischen als geschäftsführende Präsidentin vereidigt. Der Oberste Gerichtshof hatte sie bereits am Wochenende damit beauftragt, die Aufgaben des Staatschefs vorübergehend wahrzunehmen.

  • 2.29 Uhr

    Berichte über Schüsse in der Nähe des Präsidentenpalastes in Venezuela

    Wenige Tage nach der Festnahme des autoritären venezolanischen Staatschefs Nicolás Maduro ist es Berichten in sozialen Medien zufolge in der Nähe des Präsidentenpalastes Miraflores zu heftigen Schusswechseln gekommen. In im Internet veröffentlichten Videos waren Schüsse zu hören und gepanzerte Fahrzeuge der Sicherheitskräfte in den Strassen der Hauptstadt Caracas zu sehen. Die Hintergründe blieben zunächst unklar.

    Protestmarsch zur Unterstützung des von den USA festgenommenen Präsidenten Nicolás Maduro am Montag in Caracas.
    Protestmarsch zur Unterstützung des von den USA festgenommenen Präsidenten Nicolás Maduro am Montag in Caracas.
    Bild: Keystone/EPA/Ronald Pena R

    In Venezuela gibt es eine Reihe bewaffneter Gruppen, darunter kriminelle Organisationen und der Regierung nahe stehende Paramilitärs, die sogenannten Colectivos. Schiessereien sind zumindest in einigen Vierteln von Caracas nicht so ungewöhnlich.

    Am Wochenende hatte das US-Militär in Venezuela Ziele angegriffen und Maduro und seine Ehefrau Cilia Flores gefangengenommen. Sie wurden am Montag in New York einem Gericht vorgeführt, wo sie sich wegen angeblicher Drogendelikte verantworten müssen. Maduros bisherige Vizepräsidentin Delcy Rodríguez wurde unterdessen als geschäftsführende Staatschefin vereidigt. Die politische Zukunft des ölreichen Krisenstaats ist indes ungewiss.

  • 2.11 Uhr

    Trump: Nobelpreisträgerin Machado «hätte nicht gewinnen sollen»

    US-Präsident Donald Trump hat erneut seine Ablehnung gegenüber der venezolanischen Oppositionsführerin und Friedensnobelpreisträgerin María Corina Machado kundgetan. «Sie hätte ihn nicht gewinnen sollen», sagte der Präsident dem Sender NBC News mit Blick auf ihre Ehrung durch das Norwegische Nobelkomitee. Trump selbst habe den Preis lange angestrebt und seit seiner Rückkehr ins Amt offen dafür geworben. Er wies jedoch Berichte der «Washington Post» zurück, wonach dies einen Einfluss auf die Entscheidung über die Nachfolge des entmachteten venezolanischen Präsidenten Nicolás Maduro gehabt habe. «Nein, das hat nichts mit meiner Entscheidung zu tun», sagte Trump.

    Die venezolanischen Oppositionsführerin und Friedensnobelpreisträgerin María Corina Machado am 12. Dezember 2025 in Oslo. 
    Die venezolanischen Oppositionsführerin und Friedensnobelpreisträgerin María Corina Machado am 12. Dezember 2025 in Oslo. 
    Bild: Keystone/Ole Berg-Rusten/NTB via A

    Trumps Vize-Stabschef Stephen Miller sprach in einem separaten Interview mit CNN über Machado und sagte: «Alle venezolanischen Experten sind sich einig, dass es absurd und lächerlich wäre, sie plötzlich ins Land zu bringen und in eine Führungsposition zu setzen – und dass das Militär ihr dann folgen und die Sicherheitskräfte ihr gehorchen würden... Das ist nicht einmal eine ernsthafte Frage.»

    Nach der Gefangennahme von Staatschef Maduro durch US-Truppen ist die venezolanische Vizepräsidentin Delcy Rodríguez am Montag als geschäftsführende Präsidentin vereidigt worden.

  • Dienstag, 6. Januar 2026, 2.09 Uhr

    Venezuela sucht nach Kollaborateuren des US-Angriffs

    Nach der Festnahme des autoritären Staatschefs Nicolás Maduro durch US-Elitetruppen in Venezuela fahndet die venezolanische Polizei nach Kollaborateuren. Alle Polizeidienststellen auf Bundes-, Staats- und Gemeindeebene sollten nach Personen suchen, die den Angriff der Vereinigten Staaten unterstützten, hiess es in dem am Montag (Ortszeit) veröffentlichten Dekret zur Verkündung des Ausnahmezustands.

    In verschiedenen US-Medien hiess es zuvor, dass das US-Militär bei der Kommandokation am Wochenende offenbar Unterstützung vor Ort hatte. Unter anderem soll eine Person im direkten Umfeld von Maduro ständig Informationen über seinen gegenwärtigen Aufenthaltsort übermittelt haben.

    Nach Angaben des venezolanischen Journalistenverbands SNRP wurden zwischenzeitlich 14 Reporter festgenommen. Später wurden nach Angaben der Organisation alle Journalisten wieder freigelassen.

  • 23.55 Uhr

    Rodríguez als geschäftsführende Präsidentin vereidigt

    Nach der Gefangennahme des venezolanischen Staatschefs Nicolás Maduro durch US-Spezialeinheiten ist seine Nachfolgerin Delcy Rodríguez als geschäftsführende Präsidentin vereidigt worden. Sie legte ihren Amtseid in der Nationalversammlung in der Hauptstadt Caracas ab. «Ich werde nicht ruhen, bis Frieden und Ruhe für die Republik gewährleisten sind», sagte die 56-Jährige bei ihrer Vereidigung durch ihren Bruder, den Parlamentspräsidenten Jorge Rodríguez.

    Venezuelas Oberster Gerichtshof hatte die bisherige Vizepräsidentin Rodríguez bereits am Wochenende damit beauftragt, die Aufgaben des Staatschefs vorübergehend wahrzunehmen. Die venezolanische Regierung betrachtet Maduro weiterhin als legitimen Staatschef und kritisierte seine Festnahme durch die USA als völkerrechtswidrige Entführung.

    Delcy Rodríguez ist am Montag als geschäftsführende Präsidentin Venezuelas vereidigt worden.
    Delcy Rodríguez ist am Montag als geschäftsführende Präsidentin Venezuelas vereidigt worden.
    Bild: Keystone/EPA/Miraflores Palace

    Rodríguez gilt als eine der loyalsten Figuren aus Maduros Machtzirkel. Als Aussenministerin (2014–2017) prägte sie den konfrontativen Kurs gegen die USA, den sie als Vizepräsidentin fortsetzte. Auch nach dem US-Militärschlag am Wochenende gab sie sich zunächst unbeugsam. Das mächtige Militär stellte sich öffentlich hinter sie.

    Später zeigte sie sich dann bereit zu einer Zusammenarbeit mit den USA. «Wir laden die Regierung der Vereinigten Staaten ein, gemeinsam an einer Agenda der Kooperation zu arbeiten, die auf gemeinsame Entwicklung ausgerichtet ist und im Rahmen des Völkerrechts ein dauerhaftes Zusammenleben in der Gemeinschaft stärkt», hiess es in einer auf Instagram veröffentlichten Mitteilung. «Unsere Völker und unsere Region verdienen Frieden und Dialog, keinen Krieg», schrieb sie nun an US-Präsident Donald Trump gerichtet. «Das war schon immer die Haltung von Präsident Nicolás Maduro und ist derzeit die Haltung ganz Venezuelas.» Sie forderte eine von Respekt geprägte Beziehung zwischen den USA und Venezuela, die auf souveräner Gleichheit und Nichteinmischung basiert.

  • 22.36 Uhr

    Erdogan warnt eindringlich vor globalen Folgen des US-Vorgehens

    Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan hat nach der Gefangennahme seines venezolanischen Kollegen Nicolás Maduro vor Chaos gewarnt. Er habe US-Präsident Donald Trump in einem Telefonat gesagt, dass Venezuela nicht in politische Instabilität gestürzt werden dürfe, sagte Erdogan in einer Fernsehansprache. Die Türkei dulde keine Aktionen, die die politische Legitimität oder das Völkerrecht verletzen. Solche Schritte seien riskant und könnten «zu ernsthaften Komplikationen auf globaler Ebene führen».

    Die Türkei hat enge Beziehungen zu Venezuela gepflegt. Maduro war mehrfach in der Türkei zu Besuch. Erdogan versicherte: «Die Türkei und das türkische Volk werden dem befreundeten venezolanischen Volk in seinem Kampf um Wohlstand, Frieden und Entwicklung weiterhin zur Seite stehen.»

    Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan ist nicht begeistert über Trumps Vorgehen in Venezuela.
    Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan ist nicht begeistert über Trumps Vorgehen in Venezuela.
    Evan Vucci/AP/dpa (Archivbild)
  • 21.43 Uhr

    Hegseth: Knapp 200 US-Amerikaner bei Angriff auf Venezuela

    Bei dem Angriff der USA auf Venezuela sind knapp 200 amerikanische Einsatzkräfte im Zentrum der Hauptstadt Caracas gewesen. Dies sagte Verteidigungsminister Pete Hegseth bei einer Veranstaltung in Newport News im US-Bundesstaat Virginia. Ob es sich dabei ausschliesslich um Soldaten handelte, sagte er nicht.

    Früheren Angaben zufolge waren unter anderem die Bundespolizei FBI und Eliteeinheiten der Streitkräfte am Wochenende an der Gefangennahme von Venezuelas Staatschef Nicolás Maduro und dessen Ehefrau beteiligt. US-Streitkräfte hatten in der Nacht zum Samstag Ziele in Venezuela angegriffen und dann beide ausser Landes gebracht. Maduro wurde in New York unter anderem wegen Drogendelikten angeklagt. Am Montag musste der 63-Jährige vor Gericht erscheinen - er erklärte sich für nicht schuldig im Sinne der Anklage.

    Hegseth, der sich seit einiger Zeit auch als Kriegsminister bezeichnet, machte sich zudem über die Luftabwehr des Landes lustig. «Offenbar funktionierten die russischen Luftabwehrsysteme nicht so gut», scherzte er bei seinem Auftritt. Die venezolanische Luftabwehr stützt sich nach eigenen Angaben vor allem auf Militärtechnik aus Russland und China.

    US-Verteidigungsminister Pete Hegseth äussert sich zum Einsatz in Venezuela.
    US-Verteidigungsminister Pete Hegseth äussert sich zum Einsatz in Venezuela.
    Julia Demaree Nikhinson/AP/dpa (Archivbild)
  • 19.44 Uhr

    Nächste Anhörung von Maduro vor Gericht am 17. März

    Der New Yorker Richter Alvin Hellerstein hat die nächste Anhörung im Fall des von den USA gefangen genommenen venezolanischen Staatschefs Nicolás Maduro auf den 17. März festgesetzt. Dem 63-Jährigen wird von den Vereinigten Staaten unter anderem «Verschwörung zum Drogenterrorismus» vorgeworfen.

    Maduro und seine ebenfalls angeklagte Ehefrau Cilia Flores hatten sich bei der ersten Anhörung für nicht schuldig erklärt. «Ich bin ein anständiger Mensch, ich bin immer noch der Präsident meines Landes», sagte Maduro.

  • 19.19 Uhr

    Venezuela wirft USA umfassenden Bruch der UN-Charta vor

    Nach dem Angriff der USA auf Venezuela hat der UN-Botschafter des Landes vor dem Weltsicherheitsrat einen umfassenden Bruch des Völkerrechts angeprangert. Verletzt worden seien die UN-Charta, die Genfer Konventionen, die Menschenrechtsgarantie sowie die Immunität eines amtierenden Staatsoberhaupts, sagte er während einer Sondersitzung des Gremiums in New York. Die UN-Charta garantiere die territoriale Integrität eines Landes sowie seine politische Unabhängigkeit und verpflichte zur friedlichen Streitbeilegung.

    Die Regierung in Caracas hatte nach dem umstrittenen US-Angriff, den die meisten Völkerrechtler als illegal einstufen, mit Unterstützung Chinas und Russlands eine Sondersitzung beantragt. Die Attacke stelle einen Verstoss gegen die UN-Charta dar und gefährde den Frieden in der Region und der ganzen Welt, hiess es.

    Venezuelas UN-Vertreter sagte vor dem Gremium, die Amerikaner hätten Venezuela wegen seiner grossen Rohstoffvorkommen angegriffen. US-Präsident Donald Trump hat seit der Attacke mehrfach öffentlich darüber gesprochen, dass amerikanische Ölkonzerne nun in Venezuela aktiv werden sollen.

    Der UN-Sicherheitsrat kam zu einer Dringlichkeitssitzung zusammen.
    Der UN-Sicherheitsrat kam zu einer Dringlichkeitssitzung zusammen.
    KEYSTONE/XINHUA/Loey Felipe
  • 18.40 Uhr

    Maduros Sohn vor Parlament: «Mein Vater wurde entführt»

    Der Sohn des autoritären venezolanischen Präsidenten Nicolás Maduro hat die Ergreifung seines Vaters durch US-Eliteeinheiten in Caracas als Entführung bezeichnet.

    «Wenn wir die Entführung von Staatschefs normalisieren, ist kein Land mehr sicher. Heute ist es Venezuela, morgen kann es jedes andere Land sein, das sich nicht unterwirft», sagte der Abgeordnete Nicolás Maduro Guerra bei der konstituierenden Sitzung der venezolanischen Nationalversammlung. «Ohne Völkerrecht gilt in der Welt wieder das Recht des Stärkeren.»

    Nicolás Maduro Guerra (r) bei einem gemeinsamen Auftritt mit seinem Vater Nicolás Maduro im Mai vergangenen Jahres.
    Nicolás Maduro Guerra (r) bei einem gemeinsamen Auftritt mit seinem Vater Nicolás Maduro im Mai vergangenen Jahres.
    AP Photo/Ariana Cubillo/Keystone (Archivbild=
  • 18.23 Uhr

    Maduro erklärt sich vor Gericht für nicht schuldig

    Update 18.37 Uhr: Der von den USA gefangen genommene venezolanische Staatschef Nicolás Maduro hat vor einem New Yorker Gericht auf nicht schuldig plädiert. Das berichtete unter anderem die «New York Times» aus dem Gerichtssaal, wo der wegen Drogendelikten angeklagte 63-Jährige zu einer ersten Anhörung vorgeführt wurde. Auch seine ebenfalls angeklagte Ehefrau Cilia Flores sagte demnach, sie halte sich für nicht schuldig.

    Beide waren in der Nacht zum Samstag durch US-Spezialkräfte in Venezuela gefangen genommen und anschliessend nach New York in eine Haftanstalt gebracht worden. Die US-Justiz wirft dem autoritären Staatschef unter anderem «Verschwörung zum Drogenterrorismus» sowie «Verschwörung zum Kokainimport» vor.

    Nicolás Maduro ist für seinen ersten Termin zu einem Gericht in New York gebracht worden.
    Nicolás Maduro ist für seinen ersten Termin zu einem Gericht in New York gebracht worden.
    Stefan Jeremiah/FR171756 AP/AP/dpa

    Aus Sicht der USA soll Maduro sein wegen staatlicher Wahlfälschung illegal erlangtes Amt dafür genutzt haben, dass Tausende Tonnen Kokain in die USA transportiert werden konnten. Maduro habe für sich selbst daraus Vorteile gezogen und soll sich dafür mit Drogenhändlern verbündet haben. Er ist ausserdem wegen des unrechtmässigen Besitzes von Maschinengewehren und Sprengstoff angeklagt sowie der «Verschwörung» dazu.

    Mitangeklagt ist neben Maduros Ehefrau auch sein Sohn. Zudem richten sich die Vorwürfe unter anderem gegen den aktuellen sowie den früheren Innenminister von Venezuela.

  • 18.08 Uhr

    Bundesrat friert Vermögen von Nicolás Maduro vorsorglich ein

    Der Bundesrat sperrt vorsorglich und per sofort allfällige Vermögenswerte des von den USA festgenommenen venezolanischen Staatschefs Nicolás Maduro in der Schweiz. Betroffen sind zudem Personen aus Maduros Umfeld. Die Massnahme soll künftige Rechtshilfeverfahren von Venezuela ermöglichen.

    Der Bundesrat beschloss die vorsorgliche Sperrung am Montag, wie das Eidgenössische Departement für auswärtige Angelegenheiten (EDA) mitteilte. Die Landesregierung wolle so sicherstellen, dass keine Vermögenswerte von Maduro und weiteren Personen aus dessen Umfeld abfliessen können.

    Allfällige Vermögen von Nicolás Maduro in der Schweiz werden vom Bund vorsorglich gesperrt.
    Allfällige Vermögen von Nicolás Maduro in der Schweiz werden vom Bund vorsorglich gesperrt.
    Jesus Vargas/dpa (Archivbild)

    Mitglieder der amtierenden Regierung von Venezuela seien von dieser Sperrung nicht betroffen, hiess es weiter. Rechtliche Grundlage dafür ist das Gesetz über die Sperrung und die Rückerstattung unrechtmässig erworbener Vermögenswerte ausländischer politisch exponierter Personen (SRVG).

    Ausschlaggebend für einen solchen Schritt sind laut EDA weder die Gründe für einen Machtverlust noch, ob der Machtverlust rechtmässig oder völkerrechtswidrig herbeigeführt worden ist. Entscheidend sei die Tatsache, dass ein Machtverlust eingetreten sei.

  • 14.15 Uhr

    Video zeigt, wie Maduro zum Gericht geflogen wird

    Nicolás Maduro wird heute vor einem Bundesgericht in Manhattan erwartet. Die US-Justiz wirft ihm nach der Gefangennahme unter anderem «Drogenterrorismus» vor.

    Ein Video des TV-Senders Fox News zeigt jetzt, wie Maduro unter schweren Sicherheitsvorkehrungen zum Gericht gebracht wird. Maskierte Männer begleiten ihn zu einem Helikopter, von dort aus geht es nach New York zum Gericht.

  • 10.30 Uhr

    USA stellen Maduro um 18 Uhr vor New Yorker Gericht

    Nicolás Maduro wird heute vor einem Bundesgericht in Manhattan erwartet. Die US-Justiz wirft ihm nach der Gefangennahme unter anderem «Drogenterrorismus» vor. 

    Maduro und seine Frau werden voraussichtlich um 12 Uhr New Yorker Zeit (18 Uhr Schweizer Zeit) vor dem US-Bezirksrichter Alvin K. Hellerstein erscheinen. Es ist unklar, ob sie sich Anwälte genommen haben und ob sie sich schuldig bekennen werden.

    Die US-Staatsanwaltschaft wirft Maduro vor, über Jahre hinweg an der Spitze eines staatlich gestützten Netzwerks gestanden zu haben, das tonnenweise Kokain in die USA geschleust und dabei mit internationalen Drogenkartellen sowie als terroristisch eingestuften Organisationen kooperiert habe.

    Laut Anklage sollen staatliche Institutionen Venezuelas – darunter Militär, Geheimdienste und diplomatische Vertretungen – gezielt zum Schutz des Drogenhandels eingesetzt worden sein.

    Die Vorwürfe reichen bis in die frühen 2000er-Jahre zurück und betreffen auch weitere hochrangige Funktionäre sowie Familienangehörige Maduros. Die US-Justiz hatte den venezolanischen Machthaber bereits früher angeklagt, das Verfahren gewann jedoch erst nach seiner Festnahme neue Dynamik. Im Falle einer Verurteilung drohen ihm lebenslange Haftstrafen sowie umfangreiche Vermögenseinziehungen.

  • 7.43 Uhr

    Trump lehnt Venezula-Präsidentin wegen «ultimativer Sünde» ab

    US-Präsident Donald Trump soll die Führungsrolle der venezolanischen Oppositionspolitikerin María Corina Machado ablehnen, weil sie ihm den Friedensnobelpreis nicht überlassen habe. Das berichtet die Washington Post unter Berufung auf zwei Personen aus dem Umfeld des Weissen Hauses. «Hätte sie ihn abgelehnt und gesagt: ‹Ich kann ihn nicht annehmen, weil er Donald Trump gehört›, wäre sie heute Präsidentin von Venezuela», wird eine Quelle zitiert. Dass Machado den Preis zwar annahm, ihn aber Trump widmete, sei demnach die «ultimative Sünde» gewesen.

    Am Samstag sagte Trump zudem bei einer Pressekonferenz zum US-Angriff auf Venezuela, es wäre für Machado «sehr schwer», die Führung zu übernehmen. Sie geniesse im eigenen Land «weder Unterstützung noch Respekt».

  • 4.46 Uhr

    Trump sieht Wahlen in Venezuela nicht als Priorität

    US-Präsident Donald Trump sieht nach der Festnahme des venezolanischen Präsidenten Nicolás Maduro Neuwahlen in dem südamerikanischen Land derzeit nicht als Priorität. «Wir werden zur richtigen Zeit Wahlen haben, aber das Wichtigste ist, dass sie das Problem lösen. Das Land ist kaputt», sagte Trump vor der Presse. «Wir müssen es wiederbeleben, und dafür brauchen wir grosse Investitionen von den Ölgesellschaften, um die Infrastruktur wieder funktionsfähig zu machen», sagte der US-Präsident.

    Auf die Frage von Reportern, ob die USA von Venezuelas geschäftsführender Präsidentin Delcy Rodríguez verlangen werden, dass sie Oppositionelle zurückkehren lässt oder politische Gefangene freilässt, sagte Trump: «So weit sind wir noch nicht. Im Moment wollen wir erst einmal die Ölindustrie wieder in Gang bringen, das Land wieder aufbauen, es wieder auf die Beine stellen und dann Wahlen abhalten». Die USA hatten in der Nacht auf Samstag Ziele in Venezuela angegriffen, Maduro festgenommen und ausser Landes gebracht.

    Venezuelas geschäftsführende Präsidentin Delcy Rodríguez. (Archivbild)
    Venezuelas geschäftsführende Präsidentin Delcy Rodríguez. (Archivbild)
    Bild: Keystone/AP Photo/Ariana Cubillos

    Trump sagte danach, die Vereinigten Staaten würden Venezuela vorübergehend führen. Sein Aussenminister Marco Rubio machte nun in einem Interview mit dem US-Sender CBS deutlich, dass Washington Venezuela nicht regieren werde, mit Hilfe einer bereits bestehenden Ölblockade aber politische Veränderungen in dem Land herbeiführen werde. Die Blockade sei ein «enormer Hebel» und bleibe so lange, bis zentrale Forderungen erfüllt seien.

  • 4.45 Uhr

    Rubio: USA werden Venezuela nicht regieren – Druck durch Ölblockade

    Die USA werden Venezuela nach Angaben von Aussenminister Marco Rubio entgegen der Aussage von Präsident Donald Trump nicht regieren. Doch werde Washington mit Hilfe einer bereits bestehenden Ölblockade politische Veränderungen in Venezuela herbeiführen, sagte Rubio am Sonntag. Trump hatte am Samstag behauptet, dass nach dem Sturz des venezolanischen Staatschefs Nicolás Maduro bei einem US-Militäreinsatz in Venezuela die USA das südamerikanische Land vorerst regieren würden.

    Rubio machte seine Aussagen bei Auftritten in Talkshows in den USA. Damit wollte er offenbar Bedenken wegen einer womöglich neuen längeren Intervention der USA im Ausland entgegentreten, nachdem die Regierung mit dem Militäreinsatz am Samstag einen Regierungswechsel eingeleitet hatte.

    Rubio sagte im Sender CBS, man werde eine Blockade gegen Öltanker fortsetzen, die mit Sanktionen belegt seien. Das sei «eine gewaltige Menge Druckmittel», erklärte er. Die Blockade werde so lange fortgeführt, «bis wir Änderungen sehen, die nicht nur das nationale Interesse der USA vorantreiben, was das Wichtigste ist, sondern auch zu einer besseren Zukunft für die Menschen von Venezuela führen».

    In einer vom Weissen Haus zur Verfügung gestellten Aufnahme verfolgen US-Präsident Donald Trump, US-Aussenminister Marco Rubio, CIA-Direktor John Ratcliffe und Verteidigungsminister Pete Hegseth (v.r.n.l.) am 3. Januar 2026 von Florida aus den US-Angriff auf Venezuela.
    In einer vom Weissen Haus zur Verfügung gestellten Aufnahme verfolgen US-Präsident Donald Trump, US-Aussenminister Marco Rubio, CIA-Direktor John Ratcliffe und Verteidigungsminister Pete Hegseth (v.r.n.l.) am 3. Januar 2026 von Florida aus den US-Angriff auf Venezuela.
    Bild: Keystone/Molly Riley/The White House via AP

    Trump hatte bei einer Pressekonferenz am Samstag in Florida mehr als ein halbes Dutzend Mal wiederholt, dass die USA künftig Venezuela «regieren» würden. Das rief bei Mitgliedern der oppositionellen Demokratischen Partei und innerhalb seiner Republikanischen Partei Sorgen hervor. Auch Beobachter, die sich an vorherige Bemühungen der USA um einen Aufbau staatlicher Institutionen im Irak und in Afghanistan erinnern, waren beunruhigt.

  • 4.35 Uhr

    Völkerrechtsexperte: Schweiz müsste Angriff auf Venezuela verurteilen

    Nach Aussagen des Rechtsprofessors Oliver Diggelmann in den «Tamedia»-Zeitungen müsste die Schweiz den US-Angriff auf Venezuela «aufs Schärfste verurteilen». «Die Verletzung des Gewaltverbots ist nicht verhandelbar», sagte der Professor für Völkerrecht an der Universität Zürich im Interview. Die Schweiz habe, wie auch andere Regierungen Europas, den vorsichtigen Weg gewählt und das «Kind nicht beim Namen genannt», sagte er. Das Eidgenössische Departement für auswärtige Angelegenheiten (EDA) hatte am Samstag auf der Plattform X zur Mässigung und Einhaltung des internationalen Rechts aufgerufen.

  • 4.32 Uhr

    China nach Maduro-Ergreifung: «Kein Land darf Weltpolizist spielen»

    China übt weiter deutliche Kritik an der Ergreifung des venezolanischen Staatschefs Nicolás Maduro durch US-Streitkräfte. «Wir haben nie geglaubt, dass irgendein Land die Rolle eines Weltpolizisten spielen darf, noch akzeptieren wir, dass sich irgendein Land als Weltrichter brüsten darf», sagte Aussenminister Wang Yi beim Treffen mit seinem pakistanischen Amtskollegen Ishaq Dar in Peking, ohne die USA direkt zu nennen.

    Das Völkerrecht sollte die Souveränität und Sicherheit aller Nationen schützen, erklärte Pekings Chefdiplomat. China habe sich stets gegen die Anwendung von Gewalt in internationalen Beziehungen ausgesprochen, sagte Wang. China ist wegen seiner Ölimporte aus Venezuela ein wichtiger Wirtschaftspartner des südamerikanischen Landes.

    Protest gegen US-Präsident Donald Trump und den US-Angriff auf Venezuela vor der US-Botschaft in der südkoreanischen Hauptstadt Seoul. (5. Januar 2026)
    Protest gegen US-Präsident Donald Trump und den US-Angriff auf Venezuela vor der US-Botschaft in der südkoreanischen Hauptstadt Seoul. (5. Januar 2026)
    Bild: Keystone/EPA/Jeon Heon-Kyun
  • 4.23 Uhr

    Venezuelas Aussenminister: Maduro bleibt Präsident

    Venezuelas autoritärer Staatschef Nicolás Maduro bleibt trotz seiner Inhaftierung in den USA nach Einschätzung der Regierung in Caracas rechtmässiger Präsident des südamerikanischen Landes. «In Venezuela gibt es einen verfassungsmässigen Präsidenten, Nicolás Maduro Moros, der zwar derzeit illegal festgehalten wird, aber weiterhin das Staatsoberhaupt in voller Ausübung seines Mandats ist», sagte Aussenminister Yván Gil auf einer Krisensitzung der Gemeinschaft lateinamerikanischer und karibischer Staaten (Celac) laut dem regierungsnahen Sender Telesur. «Trotz des Angriffs herrscht in Venezuela heute Frieden und Ruhe, die Institutionen funktionieren uneingeschränkt.»

    Venezuelas Aussenminister Yván Gil. (Archivbild)
    Venezuelas Aussenminister Yván Gil. (Archivbild)
    Bild: Keystone/EPA/Miguel Gutierrez

    Die USA hatten in der Nacht auf Samstag eine Reihe von Zielen in Venezuela angegriffen, Präsident Maduro gefangen genommen und ausser Landes gebracht. Ihm soll in New York wegen Drogendelikten der Prozess gemacht werden. US-Präsident Donald Trump kündigte an, die Vereinigten Staaten würden Venezuela nun vorübergehend führen.

    Unterdessen ermächtigte Venezuelas Oberster Gerichtshof die Maduro treu ergebene Vizepräsidentin Delcy Rodríguez, die Aufgaben des Staatschefs vorübergehend wahrzunehmen. Damit ist die 56-Jährige nun geschäftsführende Präsidentin. Das Militär stellte sich öffentlich hinter Rodríguez.

    Nach Einschätzung der Opposition und internationaler Beobachter hatte Maduro die von Betrugsvorwürfen überschattete Präsidentenwahl vor eineinhalb Jahren gegen den Oppositionspolitiker Edmundo González Urrutia verloren. Die USA und eine Reihe lateinamerikanischer Staaten erkennen Maduro deshalb nicht mehr als legitimen Staatschef an.

  • 4.11 Uhr

    Venezuelas neue Regierung bereit zu Kooperation mit USA

    Nach der Gefangennahme des autoritären Staatschefs Nicolás Maduro zeigt sich die neue venezolanische Regierung nun bereit zu einer Zusammenarbeit mit den USA. «Wir laden die Regierung der Vereinigten Staaten ein, gemeinsam an einer Agenda der Kooperation zu arbeiten, die auf gemeinsame Entwicklung ausgerichtet ist und im Rahmen des Völkerrechts ein dauerhaftes Zusammenleben in der Gemeinschaft stärkt», hiess es in einer von der geschäftsführenden Präsidentin Delcy Rodríguez auf Instagram veröffentlichten Mitteilung. Rodríguez hatte ich unmittelbar nach dem US-Angriff zunächst unbeugsam gezeigt. «Unsere Völker und unsere Region verdienen Frieden und Dialog, keinen Krieg», schrieb sie nun an US-Präsident Donald Trump gerichtet. «Das war schon immer die Haltung von Präsident Nicolás Maduro und ist derzeit die Haltung ganz Venezuelas.» Sie forderte eine von Respekt geprägte Beziehung zwischen den USA und Venezuela, die auf souveräner Gleichheit und Nichteinmischung basiert.

    Die USA hatten in der Nacht auf Samstag eine Reihe von Zielen in Venezuela angegriffen, Präsident Maduro gefangen genommen und ausser Landes gebracht. Ihm soll in New York wegen Drogendelikten der Prozess gemacht werden. US-Präsident Trump kündigte an, die Vereinigten Staaten würden Venezuela nun vorübergehend führen.

    Venezuelas Oberster Gerichtshof ermächtigte die bisherige Vizepräsidentin Rodríguez, die Aufgaben des Staatschefs vorübergehend wahrzunehmen. Die überzeugte Sozialistin gab sich zunächst unbeugsam. Sie forderte Maduros Freilassung und bezeichnete den US-Angriff als Verstoss gegen die UN-Charta. «Wir werden nie wieder Sklaven sein», sagte sie in Richtung Trump.

  • 4 Uhr

    Trump droht Kolumbien mit Militärangriff

    US-Präsident Donald Trump kann sich nach dem Blitzangriff in Venezuela einen ähnlichen Militäreinsatz auch in Kolumbien vorstellen. Eine Militäroperation gegen die kolumbianische Regierung «hört sich für mich gut an», sagt Trump zu Journalisten an Bord seiner Präsidentenmaschine Air Force One. Weiter sagte er in Anspielung auf den kolumbianischen Präsidenten Gustavo Petro:

    «Kolumbien ist auch sehr krank, regiert von einem kranken Mann, der gern Kokain herstellt und es in die Vereinigten Staaten verkauft. Und er wird es nicht mehr lange tun.»

    US-Präsident Donald Trump (l.) im Gespräch mit Journalisten an Bord der Air Force One. (4. Januar 2025)
    US-Präsident Donald Trump (l.) im Gespräch mit Journalisten an Bord der Air Force One. (4. Januar 2025)
    Bild: Keystone/AP Photo/Alex Brandon
  • 3.39 Uhr

    Mehr als 30 Kubaner bei US-Angriff auf Venezuela getötet

     Bei dem Angriff des US-Militärs auf Venezuela und der Ergreifung des autoritären Staatschefs Nicolás Maduro sind auch 32 Angehörige kubanischer Sicherheitskräfte ums Leben gekommen. Sie waren auf Bitten der venezolanischen Behörden in das südamerikanische Land entsandt gewesen, wie die regierende Kommunistische Partei Kubas mitteilte. «Getreu ihrer Verantwortung für Sicherheit und Verteidigung erfüllten unsere Landsleute würdig und heldenhaft ihre Pflicht und fielen nach hartem Widerstand im direkten Kampf gegen die Angreifer oder infolge der Bombardierung der Einrichtungen», hiess es in der Mitteilung.

    Sicherheitskräfte aus dem verbündeten Kuba sind nach Einschätzung von Experten seit Jahren in Venezuela im Einsatz. Unter anderem sollen kubanische Geheimdienstagenten beispielsweise dabei helfen, Soldaten der Streitkräfte auf Linie zu halten.

    Auch für die persönliche Sicherheit Maduros sollen vor allem kubanische Leibwächter verantwortlich gewesen seien. «Viele Kubaner wurden gestern getötet, als sie versuchten, ihn zu beschützen», sagte US-Präsident Donald Trump. Das venezolanische Verteidigungsministerium teilte mit, dass bei dem US-Einsatz «ein Grossteil» von Maduros Sicherheitsteam getötet worden sei.

    US-Aussenminister Marco Rubio bezeichnete die Regierung in Kuba als «riesiges Problem». Das sagte er im US-Sender NBC News auf die Frage, ob nach dem US-Angriff auf Venezuela nun ein Einsatz gegen Kuba folgen werde. Zwar wolle er nicht über zukünftige Schritte der US-Regierung mit Blick auf Kuba sprechen. «Aber ich denke, es ist kein Geheimnis, dass wir keine grossen Fans des kubanischen Regimes sind.» Dieses habe Venezuelas entmachteten Staatschef Maduro unterstützt, sagte Rubio weiter.

  • Montag, 5. Januar 2026, 0.26 Uhr

    Maduro wird am Montag vor Gericht erwartet

    Der von den USA gefangen genommene venezolanische Staatschef Nicolás Maduro soll am heutigen Montag erstmals vor Gericht erscheinen. Ein New Yorker Bundesgericht setzte für 12.00 Uhr (Ortszeit, 18.00 Uhr MEZ) einen Termin an. Was genau bei der Anhörung passieren soll, blieb zunächst unklar.

    Der 63 Jahre alte Maduro und seine Ehefrau waren in der Nacht zum Samstag vom US-Militär in der venezolanischen Hauptstadt Caracas festgenommen und ausser Landes gebracht worden.

    Die USA haben Maduro unter anderem wegen des Vorwurfs des «Drogenterrorismus» angeklagt. Er soll sein aus Sicht der USA illegal erlangtes Amt dafür genutzt haben, damit Tausende Tonnen Kokain in die USA transportiert werden konnten. Maduro habe selbst für sich daraus Vorteile gezogen. Er soll sich dafür mit Drogenhändlern verbündet haben.

    Maduro war in den USA schon einmal 2020 unter anderem wegen Drogenhandels angeklagt worden. Nun gibt es eine aktualisierte Anklage. Mitangeklagt sind seine Ehefrau und sein Sohn. Zudem richten sich die Vorwürfe unter anderem gegen den aktuellen sowie den früheren Innenminister.

  • 23.42 Uhr

    Venezuelas Volk muss über Zukunft entscheiden können

    Die Europäische Union pocht nach der gewaltsamen Gefangennahme des autoritären Staatschefs Nicolás Maduro auf das Selbstbestimmungsrecht Venezuelas. «Das Recht des venezolanischen Volkes, über seine Zukunft zu entscheiden, muss respektiert werden», schrieb die EU-Aussenbeauftragte Kaja Kallas in einem Post auf X. Die Stellungnahme wird von allen EU-Staaten mit Ausnahme Ungarns unterstützt.

    Die EU stünde in engem Kontakt mit den Vereinigten Staaten sowie regionalen und internationalen Partnern, damit unter der Führung der Venezolaner eine verhandelte, demokratische, inklusive und friedliche Lösung der Krise gefunden werden könne, heisst es in dem Post.

  • 22.01 Uhr

    Venezuelas Staatschef Maduro wird am Montag Bundesgericht in New York vorgeführt

    Der von den USA gefangen genommene Staatschef Venezuelas, Nicolás Maduro, wird am Montag einem Bundesgericht in New York vorgeführt. Dem 63-Jährigen würden um 12.00 Uhr (Ortszeit, 18.00 Uhr MEZ) die gegen ihn erhobenen Anklagepunkte offiziell eröffnet, teilte das Gericht des Southern District in Manhattan am Sonntag mit. Maduro soll unter anderem wegen «Verschwörung zum Drogenterrorismus» und der Einfuhr von Kokain in die Vereinigten Staaten der Prozess gemacht werden.

  • 19.17 Uhr

    Trump droht Venezuelas Interimspräsidentin: Könnte «höheren Preis zahlen als Maduro»

    US-Präsident Donald Trump hat der Interimspräsidentin Venezuelas, Delcy Rodríguez, gedroht. «Wenn sie nicht das Richtige tut, wird sie einen sehr hohen Preis zahlen müssen, wahrscheinlich einen höheren als Maduro», sagte Trump am Sonntag in einem Telefoninterview mit dem Magazin «The Atlantic». Die USA hatten den linksnationalistischen Staatschef Nicolás Maduro am Samstag gefangen genommen und nach New York gebracht, wo er wegen «Verschwörung zum Drogenterrorismus» vor Gericht gestellt werden soll.

    Zunächst würden die USA das südamerikanische Land führen, hatte Trump am Samstag gesagt. US-Aussenminister Marco Rubio betonte am Sonntag, die US-Regierung sei grundsätzlich zur Zusammenarbeit mit der verbleibenden Führung in Venezuela bereit, falls diese «die richtige Entscheidung» treffe.

  • 19.04 Uhr

    UN-Sicherheitsrat berät am Montag über US-Einsatz in Venezuela

    Der UN-Sicherheitsrat berät am Montag über den US-Militäreinsatz in Venezuela, bei dem der langjährige Staatschef Nicolás Maduro gefangengenommen und in die USA gebracht wurde. Die Dringlichkeitssitzung findet um 10.00 Uhr Ortszeit (16.00 Uhr MEZ) auf Bitten Venezuelas statt. Übergangspräsidentin Delcy Rodríguez hatte den US-Angriff verurteilt und betont: «Wir sind bereit, Venezuela zu verteidigen.»

    Bei dem gross angelegten Militäreinsatz mit rund 150 Hubschraubern und Flugzeugen hatten die USA in der Nacht zum Samstag Ziele in dem südamerikanischen Land bombardiert und Maduro und dessen Frau festgenommen. Beide wurden nach New York gebracht. Dort soll dem Linksnationalisten wegen «Drogenterrorismus» der Prozess gemacht werden. Interimspräsidentin Rodríguez forderte die sofortige Freilassung Maduros.

  • 18.39 Uhr

    Kein Okay vom Kongress? Rubio rechtfertigt Venezuela-Angriff

    Für den US-Angriff auf Venezuela ist nach Darstellung von US-Aussenminister Marco Rubio keine Zustimmung des Kongresses vonnöten gewesen. «Sie war nicht erforderlich, weil es sich nicht um eine Invasion handelte. Wir haben kein Land besetzt. Es war eine Festnahme», sagte er im Gespräch mit dem Fernsehsender ABC News. Der venezolanische Staatschef Nicolás Maduro sei von Einheiten der US-Bundespolizei FBI festgenommen worden.

    Im Gespräch mit dem Sender NBC News sagte Rubio zudem, dass das US-Parlament bei weiteren US-Aktivitäten in Venezuela und in der Region nur dann einbezogen werden solle, wenn diese Pläne auch die Zustimmung des Kongresses erforderten.
    Im Gespräch mit dem Sender NBC News sagte Rubio zudem, dass das US-Parlament bei weiteren US-Aktivitäten in Venezuela und in der Region nur dann einbezogen werden solle, wenn diese Pläne auch die Zustimmung des Kongresses erforderten.
    Bild: Keystone/Alex Brandon

    Gemäss Verfassung ist der US-Präsident zwar Oberbefehlshaber der Streitkräfte, allerdings kann nur der Kongress offiziell einen Krieg erklären. In der Praxis haben nur wenige Präsidenten diesen Weg gewählt - öfter entschieden sie sich für andere rechtliche Instrumente, durch die sie auch ohne formelle Kriegserklärung Militäreinsätze befehlen konnten.

  • 17.54 Uhr

    Venezuelas Militär stellt sich hinter Vizepräsidentin

    Die venezolanischen Streitkräfte haben Vizepräsidentin Delcy Rodríguez als vorübergehende Staatschefin anerkannt. Nach der Gefangennahme von Staatschef Nicolás Maduro durch US-Spezialeinheiten übernehme sie verfassungsgemäss die Führung des Landes, sagte Verteidigungsminister Vladimir Padrino.

    Ein Soldat steht auf einem gepanzerten Fahrzeug auf der Autobahn, die vom internationalen Flughafen nach Caracas führt.
    Ein Soldat steht auf einem gepanzerten Fahrzeug auf der Autobahn, die vom internationalen Flughafen nach Caracas führt.
    Keystone/AP/Matias Delacroix
  • 15.39 Uhr

    Rubio: USA zu Zusammenarbeit mit derzeitiger Führung in Venezuela bereit

    Die USA haben sich nach der Gefangennahme des venezolanischen Staatschefs Nicolás Maduro durch das US-Militär grundsätzlich zur Zusammenarbeit mit der verbleibenden Führung in dem südamerikanischen Land bereiterklärt. «Wir werden alles anhand ihrer Taten beurteilen und wir werden sehen, was sie tun», sagte US-Aussenminister Marco Rubio am Sonntag dem TV-Sender CBS News. «Wenn sie nicht die richtige Entscheidung treffen, werden die Vereinigten Staaten weiterhin über mehrere Einflussmöglichkeiten verfügen.»

    US-Präsident Donald Trump hatte am Samstag angekündigt, die USA würden Venezuela zunächst selbst führen. Wie eine US-Verwaltung Venezuelas konkret aussehen könnte, liess er allerdings offen.

  • 15.16 Uhr

    Maduros Nachfolgerin stellt sich gegen Trump

    Venezuelas Vizepräsidentin Delcy Rodríguez gibt den USA Kontra: Der von Präsident Donald Trump forcierte Machtwechsel in dem ölreichen südamerikanischen Land stösst auf Widerstand. Rodriguez gehört zur Machelite um Präsident Nicolás Maduro, den US-Elitetruppen am Samstag spektakulär in der venezolanischen Hauptstadt Caracas quasi aus dem Bett heraus festnahmen und ausser Landes brachten.

    Sie nannte bei einer Sitzung des Verteidigungsrates Maduro den «einzigen Präsidenten». «Wir werden nie wieder Sklaven sein», sagte sie Richtung Trump und bezeichnete den US-Angriff als Verstoss gegen die UN-Charta.

    Nach der gewaltsamen Entmachtung Maduros übernahm Vizepräsidentin Delcy Rodríguez auf Anordnung des Obersten Gerichtshofes geschäftsführend das Präsidentenamt bis zu Neuwahlen. (Archiv)
    Nach der gewaltsamen Entmachtung Maduros übernahm Vizepräsidentin Delcy Rodríguez auf Anordnung des Obersten Gerichtshofes geschäftsführend das Präsidentenamt bis zu Neuwahlen. (Archiv)
    KEYSTONE/Ariana Cubillos

    Maduro sitzt inzwischen in einem Gefängnis in New York, wo er und seine Frau Cilia Flores - gegen die US-Haftbefehle vorlagen - auf ihren Prozess unter anderem wegen «Drogenterrorismus» warten. Der linksautoritäre Maduro war seit 2013 an der Macht, die er auch mit Wahlfälschungen sicherte.

  • 14.37 Uhr

    200 Demonstrierende fordern in Bern «Hände weg von Venezuela»

    Rund 200 Menschen haben am Sonntag in Bern gegen die US-Intervention in Venezuela demonstriert. Sie forderten «die sofortige Verurteilung dieser völkerrechtswidrigen Aggression», wie es in einem Aufruf hiess.

    Sie trugen Transparente mit Aufschriften wie «Trump-Terror» oder «Fuera yanquis de América Latina» (Yankees, raus aus Lateinamerika), wie ein Reporter der Nachrichtenagentur Keystone-SDA berichtete. «Hoch die internationale Solidarität», skandierten die Teilnehmenden.

    Ziel des Angriffs seien die US-Kontrolle über das Erdöl Venezuelas und die Stärkung der geopolitischen Macht in der Region, hiess es im Aufruf. Der Angriff richte sich gegen alle Länder der Region, die sich dem Imperialismus entgegenstellten.

  • 14.08 Uhr

    Bund erlässt Reisewarnung für Venezuela

    Die Schweiz rät ab sofort von Reisen nach Venezuela ab. Nach dem US-Angriff vom Wochenende stuft das Aussendepartement die Sicherheitslage als angespannt und unberechenbar ein.

  • 12.20 Uhr

    China fordert sofortige Freilassung von Maduro

    China hat die USA zur sofortigen Freilassung des venezolanischen Präsidenten Nicolás Maduro und seiner Ehefrau aufgefordert. Zudem sollen die Vereinigten Staaten jegliche Versuche der Destabilisierung der venezolanischen Regierung einstellen, sagte ein Sprecher des chinesischen Aussenministeriums. Bereits am Vortag hatte China den Angriff der USA auf Venezuela scharf kritisiert. China gehört wie auch Russland und der Iran zu Venezuelas Verbündeten.

  • 9.14 Uhr

    «Niemand kann uns aufhalten», sagt Trump

    US-Präsident Donald Trump hat sich in einer Telefonschalte mit Fox News zur Gefangennahme von Venezuelas Präsident Nicolás Maduro geäussert – und dabei indirekt eine Drohung ausgesprochen. Trump deutete an, dass ein solches Vorgehen kein Einzelfall bleiben müsse.

    «Wir haben dieses unglaubliche Ding letzte Nacht durchgezogen, jemand anderen übernehmen zu lassen. Wir müssen das wiederholen», sagte Trump. Zugleich betonte er die militärische Stärke der USA: «Wir können das wiederholen. Niemand kann uns aufhalten. Es gibt niemanden, der über die Fähigkeiten verfügt, die wir haben.»

  • Sonntag, 4. Januar, 6.39 Uhr

    Hier wird Maduro in Handschellen vorgeführt

    Das Weisse Haus hat ein Video veröffentlicht, das Venezuelas Präsident Nicolás Maduro in Handschellen zeigt. Er wird darin über einen Teppich der US-Drogenbehörde Drug Enforcement Administration geführt. Der US-Sender CNN bestätigte die Echtheit des auf X veröffentlichten Accounts.

    Über dem Video steht der Hinweis «Perp walked» – ein in den USA gebräuchlicher Begriff für die öffentliche Vorführung von Verdächtigen, besonders bekannt aus New York. Maduro trägt einen Kapuzenpulli und eine Kappe und begrüsst die Anwesenden auf Englisch mit den Worten: «Good Night, Happy New Year.»

  • 23.38 Uhr

    Maduro in den USA angekommen

    Nach der Festnahme von Nicolás Maduro bei einer Militäroperation ist der venezolanische Präsident Medienberichten zufolge in die USA überführt worden. Mehrere Medien berichteten, dass ein Flugzeug mit Maduro und seiner Ehefrau an Bord im US-Bundesstaat New York gelandet sei. Mehrere TV-Sender zeigten dazu am Abend (Ortszeit) ein Flugzeug auf einem auch militärisch genutzten Flughafen in der Nähe der Millionenstadt New York, aus dem wegen der Dunkelheit und Entfernung der Kameras eine nicht näher zu identifizierende Gruppe stieg.

  • 22.50 Uhr

    New Yorks Bürgermeister zu Maduro-Festnahme: Rechtsverstoss

    Der neue New Yorker Bürgermeister, Zohran Mamdani, hat nach dem von US-Präsident Donald Trump befohlenen Militäreinsatz in Venezuela von einem Rechtsverstoss gesprochen. «Ein einseitiger Angriff auf einen souveränen Staat ist ein kriegerischer Akt und verstösst gegen Bundes- und internationales Recht», schrieb der linke Demokrat auf der Plattform X.

    Mamdani, der von manchen als Anti-Trump bezeichnet wird, schrieb, das offensichtliche Streben nach einem Regimewechsel betreffe nicht nur Menschen im Ausland, sondern habe auch direkte Auswirkungen auf Zehntausende Venezolaner, die in New York lebten. Sein Fokus werde auf ihrer Sicherheit und der Sicherheit aller New Yorker liegen. Mamdani hat zum Jahreswechsel sein Amt angetreten.

  • 21.12 Uhr

    Venezuelas Vizepräsidentin fordert Freilassung von Maduro

    Nach dem US-Einsatz in Venezuela hat Vizepräsidentin Delcy Rodríguez die sofortige Freilassung von Staatschef Nicolás Maduro und seiner Ehefrau verlangt. Rodríguez sprach auf einer Sitzung des Verteidigungsrates des südamerikanischen Landes, die live im Fernsehen übertragen wurde.

    Rodríguez, die laut Verfassung bei einem Ausfall des Staatschefs bis zu Neuwahlen die Regierungsgeschäfte übernehmen soll, nannte Maduro den «einzigen Präsidenten» von Venezuela und den US-Angriff einen «schrecklichen Fleck» in den bilateralen Beziehungen. «Wir werden nie wieder Sklaven sein», sagte sie und bezeichnete den Angriff einen Verstoss gegen die UN-Charta.

  • 20.55 Uhr

    Macron: Oppositionspolitiker Urrutia soll friedlichen Machtwechsel in Venezuela anführen

    Nach der Entmachtung des venezolanischen Präsidenten Nicolás Maduro durch das US-Militär sollte nach den Worten des französischen Staatschefs Emmanuel Macron der Oppositionspolitiker Edmundo González Urrutia einen friedlichen Machtwechsel in Venezuela anführen. Das venezolanische Volk sei heute «von der Diktatur von Nicolás Maduro befreit», erklärte Macron am Samstag im Onlinedienst X. «Wir hoffen, dass Präsident Edmundo González Urrutia, der 2024 gewählt wurde, diesen Übergang so schnell wie möglich sicherstellen kann.»

    Der Oppositionspolitiker war bei der Präsidentschaftswahl im Juli 2024 gegen Maduro angetreten und hatte den Sieg für sich beansprucht. Von den Behörden war jedoch Maduro zum Sieger erklärt worden, die Opposition sprach von Wahlbetrug. In der Folge kam es zu gewaltsamen Protesten mit mindestens 28 Toten und mehr als 2400 Festnahmen, González Urrutia floh nach Spanien ins Exil.

  • 19.55 Uhr

    Russland fordert Freilassung Maduros aus US-Gewahrsam

    Russland hat nach dem US-Angriff auf Venezuela zur Freilassung des autoritären Staatschefs Nicolás Maduro und seiner Ehefrau aufgerufen. Moskau fordere die amerikanische Führung auf, ihre Position zu überdenken und den «rechtmässig gewählten Präsidenten eines souveränen Landes und seine Ehefrau» freizulassen, teilte das russische Aussenministerium in einer von mehreren Stellungnahmen mit. Die USA, die Maduro für illegitim halten, und Venezuela müssten ihre Probleme auf dem Weg des Dialogs lösen.

    Maduro und seine Frau sind laut US-Präsident Donald Trump in Gewahrsam der USA und sollen vor ein Gericht gestellt werden. Aussenminister Sergej Lawrow telefonierte laut seiner Behörde auch mit Vizepräsidentin Delcy Rodríguez, die nun die Amtsgeschäfte führen könnte, und sicherte ihr Russlands Solidarität zu.

  • 18.30 Uhr

    Trump postet Bild von gefangenem Maduro

    US-Präsident Donald Trump hat ein erstes Bild veröffentlicht, das den gefangengenommenem venezolanischen Staatschef Nicolás Maduro zeigen soll. Auf der Plattform Truth Social postete der Republikaner eine Abbildung, auf der Maduro gefesselt stehend in einem Jogginganzug mit verbundenen Augen und Kopfhörern zu sehen ist. Trump schrieb dazu: «Nicolás Maduro an Bord der USS Iwo Jima.»

  • 18.20 Uhr

    Trump stellt sich den Fragen der Journalisten

    Nach Rubio beantwortet Donald Trump Fragen der Presse.

  • 18.18 Uhr

    Aussenminister Marco Rubio ergreift das Wort

    Maduro habe die Chance verpasst, das Land zu verlassen, erklärt Rubio. «Er hätte jetzt woanders leben und sehr glücklich sein können, aber stattdessen wollte er den starken Mann spielen, und nun hat er, wie Sie wissen, andere Probleme am Hals», so Rubio.

  • 18.12 Uhr

    General Caine erklärt die Militäroperation

    General Dan Caine, Vorsitzender der Vereinigten Stabschefs, tritt ans Pult. Er äussert sich zum  Ablauf der Militäraktion in Venezuela und zur Festnahme Maduros. «Unsere ressortübergreifende Zusammenarbeit begann vor Monaten und baute auf jahrzehntelanger Erfahrung bei der Integration komplexer Luft-, Boden-, Weltraum- und Seeoperationen auf», erklärte Caine. «Diese Mission wurde akribisch geplant und zog Lehren aus jahrzehntelanger Erfahrung», so Caine weiter

    Bereits vor dem Luftangriff auf mehrere Ziele in Caracas sei eine Spezialeinheit mit Hubschraubern unter dem Radar zu Maduros Wohnsitz geflogen. Dort sollen Bodentruppen Maduro und seine Frau gefangengenommen haben. Auf dem Rückweg seien sie unter Beschuss geraten, ein Hubschrauber soll getroffen worden sein, konnte seinen Flug aber fortsetzen.

    Rund 150 Flugzeuge sollen an der Operation in Venezuela beteiligt gewesen sein. Cain gab bekannt, dass B-2-Bomber eingesetzt wurden und die US-Luftstreitkräfte die venezolanische Luftabwehr angriffen, um den Weg für Hubschrauber der Spezialeinheiten zur Festnahme Maduros freizumachen.

  • 18.04 Uhr

    Pete Hegseth lobt das Militär – und Trump

    Trump übergibt das Mikrofon an Kriegsminister Pete Hegseth. «Kein anderer Präsident habe jemals so viel Mut bewiesen wie US-Präsident Donald Trump», erklärt Hegseth. Amerika sei wieder zurück auf der Weltbühne, so der Kriegsminister.

  • 18.02

    Maduros Vizepräsidentin will mit USA zusammenarbeiten

    Die US-Regierung will nach der Entmachtung von Venezuelas Staatschef Nicolás Maduro mit dessen Vizepräsidentin Delcy Rodríguez zusammenarbeiten. «Wir haben gerade ein Gespräch mit ihr geführt, und sie ist im Grunde bereit, das zu tun, was wir für notwendig halten, um Venezuela wieder gross zu machen, ganz einfach», sagt Trump.

    «Ich meine, es gibt niemanden, der das Amt übernehmen könnte», sagte Trump. «Sie hatte ein langes Gespräch mit Marco und sagte: «Wir werden alles tun, was Sie brauchen.» Ich finde, sie war sehr zuvorkommend, aber sie hat wirklich keine andere Wahl.»

  • 18 Uhr

    Warnung an Venezuelas Akteure

    «Alle politischen und militärischen Akteure in Venezuela müssen verstehen: Was mit Maduro geschehen ist, wird ihnen widerfahren», sagt Trump, «wenn sie sich dem US-Wunsch nach einer volksnahen Führung widersetzen.» Maduro nennt er einen «Diktator und Terrorist».

  • 17.57 Uhr

    Kampf gegen Drogenkartelle

    «Wir werden die grössten US-Ölfimen nach Venezuela schicken», kündigt Trump an. Grosse US-Ölkonzerne sollten Milliarden Dollar investieren, um die nach seinen Worten «schwer beschädigte» venezolanische Öl-Infrastruktur zu modernisieren. Ziel sei es, das Land wirtschaftlich wiederaufzubauen.

    Er spricht die Drogenkartelle in Venezuela an, die für den Tod von tausenden Amerikanern verantwortlich seien. Dafür würde er Maduro und seine Frau jetzt zur Rechenschaft ziehen. Trump verweist auf die sinkenden Drogenkriminalitätsraten in Washington D.C., Louisiana und Tennessee, die während seiner Präsidentschaft erreicht werden konnten. Er wirft Maduro vor, Schwerstkriminelle aus Gefängnissen in Venezuela in die USA geschickt zu haben.

  • 17.50 Uhr

    «Bereit für zweite Welle von Angriffen auf Venezuela»

    Trump stellt eine «zweite, deutlich grössere Welle» von Angriffen in Venezuela in Aussicht. Diese sei wahrscheinlich nicht nötig, weil das US-Militär bei seiner Festnahme von Venezuelas Staatschef Nicolás Maduro «so erfolgreich» gewesen sei, sagte er. «Wir sind aber darauf vorbereitet, eine zweite, deutlich grössere Welle durchzuführen.»

  • 17.46 Uhr

    Trump: «Spektakulärster Angriff seit dem zweiten Weltkrieg»

    Trump nennt die US-Militäraktion gegen Venezuela einen «spektakulären Angriff, wie es die Menschheit seit dem Zweiten Weltkrieg nicht mehr erlebt hat». Er dankt den Militärs für die atemberaubende Präzision des Angriffs. Die venezolanischen Truppen seien komplett überwältigt worden. Nicht ein Stück amerikanischer Militärausrüstung sei verloren gegangen.

    Trump kündigt an, sich um das Land zu kümmern und es zu verwalten, bis ein ordentlicher Übergang zu einem gerechten Regime gewährleistet sei. «Wir können es nicht riskieren, dass jemand anderes die Macht in Venezuela übernimmt, dem das Wohl des venezolanischen Volkes nach Jahrzehnten der Unterdrückung nicht am Herzen liegt. Das werden wir nicht zulassen», fügte er hinzu.

  • 17.35 Uhr

    Trump äussert sich nach Angriff auf Venezuela

    US-Präsident Donald Trump tritt nach dem grossangelegten Angriff gegen Venezuela in seinem Anwesen Mar-a-Lago vor die Pressevertreter.

  • 16.36 Uhr

    Trump zu Venezuela: «Wir werden sehr involviert sein»

    Nach der Festnahme von Venezuelas Staatschef Nicolás Maduro durch US-Spezialkräfte will Präsident Donald Trump bei der Machtfrage in Caracas mitentscheiden. «Wir treffen diese Entscheidung jetzt. Wir können nicht riskieren, dass jemand anderes übernimmt und einfach so weitermacht», sagte er in einem Telefoninterview des Senders Fox News auf die Frage nach der politischen Zukunft von Venezuela. «Wir werden sehr involviert sein. Wir wollen Freiheit für die Menschen erreichen.»

  • 16.24 Uhr

    Trump: Festnahme Maduros «wie eine Fernsehsendung»

    US-Präsident Donald Trump hat die Festnahme des venezolanischen Präsidenten Nicolás Maduro durch das US-Militär nach eigenen Angaben live verfolgt. In einem Interview mit dem US-Fernsehsender Fox News sagte Trump, er habe den Einsatz gemeinsam mit ranghohen Militärs in einem Raum seines Anwesens Mar-a-Lago beobachtet – es sei gewesen «wie in eine Fernsehsendung zu schauen».

    Er sprach von einem sehr komplexen Manöver und lobte die beteiligten Einheiten: «Wenn Sie die Geschwindigkeit und die Gewalt gesehen hätten – es war unglaublich.» Nach seinen Worten durchbrachen US-Soldaten unter anderem speziell gesicherte Stahltüren; zudem habe eine grosse Zahl von Flugzeugen, Hubschraubern und Kampfjets bereitgestanden.

    Maduro ist nach den Worten von Trump in einem stark bewachten, festungsartigen Gebäude gefangen genommen worden. «Er war in einer Festung», sagte Trump am Samstag in einem Telefoninterview mit dem Sender Fox News. Bei dem Militäreinsatz sei kein US-Bürger getötet worden, was «erstaunlich» sei. «Ein paar Männer wurden getroffen, aber sie sind zurückgekommen und offenbar in ziemlich guter Verfassung.»

    US-Justizministerin Pam Bondi hatte zuvor mitgeteilt, Maduro und seiner Frau solle wegen Vorwürfen des Drogenhandels und des Terrorismus der Prozess gemacht werden. Beide würden bald mit «dem ganzen Zorn der amerikanischen Justiz auf amerikanischem Boden in amerikanischen Gerichten konfrontiert werden», schrieb Bondi im Onlinedienst X.

  • 15.49 Uhr

    Trump: Maduro und Ehefrau auf dem Weg nach New York

    US-Präsident Donald Trump hat Angaben zum Aufenthaltsort des bei einem US-Angriff auf Venezuela gefangen genommenen Staatschefs Nicolás Maduro gemacht. Maduro und dessen Frau Cilia Flores befänden sich an Bord des US-Kriegsschiffs «Iwo Jima» und würden in den US-Bundesstaat New York gebracht, wo sie vor Gericht gestellt würden, teilte Trump am Samstag im Sender Fox News mit. Die USA würden jetzt über die nächsten Schritte für Venezuela entscheiden. «Wir werden sehr stark darin involviert sein», sagte Trump mit Blick auf die künftige Regierung des Landes.

  • 15.40 Uhr

    US-Vizepräsident begründet US-Schlag mit Drogen und Öl

    US-Vizepräsident JD Vance hat die Kritik an dem US-Angriff auf Venezuela sowie an der Festnahme von Staatschef Nicolás Maduro zurückgewiesen. «Gegen Maduro liegen in den Vereinigten Staaten mehrere Anklagen wegen Drogenschmuggels und Terrorismus vor. Man kann der Justiz in den USA nicht entgehen, nur weil man in einem Palast in Caracas lebt», schrieb er auf der Plattform X.

    US-Präsident Donald Trump habe deutlich gemacht: «Der Drogenhandel muss aufhören, und das gestohlene Öl muss an die Vereinigten Staaten zurückgegeben werden.»

    Trump habe Maduro in der Vergangenheit «mehrere Auswege» angeboten. «Maduro ist der jüngste, der erfahren musste, dass Präsident Trump seine Worte ernst meint.»

  • 15.15 Uhr

    Venezuela beantragt Krisensitzung des UN-Sicherheitsrats

    Nach dem US-Angriff auf Venezuela und die Gefangennahme des autoritären Präsidenten Nicolás Maduro hat die Regierung in Caracas eine Krisensitzung des UN-Sicherheitsrates beantragt. Die Attacke stelle einen Verstoss gegen die UN-Charta dar und gefährde den Frieden in der Region und der ganzen Welt, hiess es in einem Schreiben des Aussenministeriums an den ständigen Vertreter Somalias bei den Vereinten Nationen, der im Januar dem Weltsicherheitsrat vorsteht. Der UN-Sicherheitsrat solle die Aggression verurteilen und die Einstellung der Angriffe fordern.

  • 14.20 Uhr

    Plakate von Maduro entfernt

    Kurz nach der Gefangennahme von Nicolas Maduro werden in Caracas bereits Plakate des Präsidenten entfernt. Unter lautem Jubel werden die überlebensgrossen Portraits niedergerissen, wie auf Videos zu sehen ist. 

  • 14.17 Uhr

    Video zeigt zerstörte Militärbasis

    Das US-Militär zerstörte bei seinem Angriff auf Caracas auch mehrere Militärbasen. Eine davon ist die La Carlota Basis in der Stadt. Das venezolanische Staatsfernsehen veröffentlichte Aufnahmen, die die Zerstörung auf der Basis zeigen. Darauf zu sehen sind etwa zerstörte Militärfahrzeuge und ausgebrannte Busse. 

  • 14.09 Uhr

    Das war Maduros letzter Auftritt – nur Stunden vor US-Angriff

    Nur Stunden vor dem US-Angriff auf Venezuela traf sich Präsident Nicolás Maduro mit Qiu Xiaoqi, Chinas Sonderbeauftragter für Lateinamerika und die Karibik. Es war Maduros letzter öffentlicher Auftritt, bevor er zusammen mit seiner Ehefrau von der US-Elite-Spezialeinheit Delta Force verhaftet und ausgeflogen wurde.

    Das Treffen fand im Präsidentenpalast Miraflores statt, wo Maduro die chinesische Delegation empfing. Aufnahmen des staatlichen Fernsehens zeigten, wie sich beide Seiten begrüssten und hinter verschlossenen Türen Gespräche führten.

    Venezolanische Beamte erklärten später, dass sich das Treffen auf die Stärkung der bilateralen Zusammenarbeit, der politischen Koordination und der wirtschaftlichen Beziehungen konzentriert habe. Maduro sagte bei dem Treffen: «Ich danke Ihnen und Präsident Xi Jinping für seine Brüderlichkeit und seine Botschaft als starker Führer für die Welt.»

  • 13.53 Uhr

    Schweiz ruft zur Einhaltung des Völkerrechts auf

    Die Schweiz ruft angesichts des US-Angriffs auf Venezuela zu Deeskalation, Mässigung und zur Einhaltung des internationalen Rechts auf. Dem Aussendepartement lagen am frühen Samstagnachmittag keine Informationen über betroffene Schweizer vor.

    Die Einhaltung des internationalen Rechts beinhalte auch die Respektierung des völkerrechtlichen Gewaltverbots und der territorialen Integrität souveräner Staaten, schrieb Nicolas Bideau, der Kommunikationschef des Eidgenössischen Departements für auswärtige Angelegenheiten (EDA), am Samstag auf der Plattform X.

    Die Schweizer Botschaft in Venezuela beobachte die Situation genau, hiess es in dem Post weiter. Ähnlich wie Bideau hatte sich zuvor auch schon die EU-Aussenbeauftragte Kaja Kallas geäussert.

  • 13.42 Uhr

    Maduro wird wegen Waffen- und Drogendelikten angeklagt

    US-Justizministerin Pam Bondi teilt mit, dass Venezuelas Präsident Nicolás Maduro und seine Ehefrau im Southern District of New York angeklagt wurden. Maduro werde unter anderem wegen «Narco-Terrorism Conspiracy», Kokain-Import, sowie Waffen- und Sprengstoffdelikten angeklagt. «Sie werden sich bald der vollen Härte der amerikanischen Justiz auf amerikanischem Boden stellen», sagte Bondi. Z

    u den konkreten Vorwürfen gegen Maduros Ehefrau machte sie keine Angaben. Zudem dankte Bondi dem US-Militär für die «hoch erfolgreiche Mission» zur Festnahme der beiden mutmasslichen internationalen Drogenhändler.

  • 12.12 Uhr

    Venezuelas Vizepräsidentin fordert Lebenszeichen von Maduro

    Nach den US-Angriffen auf Venezuela und der Festnahme des autoritären Staatschefs Nicolás Maduro hat die Vizepräsidentin des südamerikanischen Landes ein Lebenszeichen des festgesetzten Staatschefs gefordert. «Wir wissen nicht, wo Präsident Nicolás Maduro und die First Lady Cilia Flores sind», sagte Delcy Rodríguez im Staatsfernsehen. «Wir fordern von der Regierung von Präsident Donald Trump sofort ein Lebenszeichen von Präsident Maduro und der First Lady.»

    Venezuelas Vizepräsidentin Delcy RodrÌguez.
    Venezuelas Vizepräsidentin Delcy RodrÌguez.
    Archivbild: Keystone
  • 11.53 Uhr

    Soldaten und Zivilisten getötet

    Bei dem US-Angriff auf Ziele in Venezuela sind nach Regierungsangaben Soldaten und Zivilisten getötet worden. «Wir verurteilen diesen Angriff auf unser Volk, der Beamten, Soldaten, Unschuldigen und Zivilisten das Leben gekostet hat», sagte Vizepräsidentin Delcy Rodríguez im Staatsfernsehen.

  • 11.47 Uhr

    Trump nennt US-Angriff eine «brillante Operation»

    US-Präsident Donald Trump hat in einem Telefonat mit der «New York Times» den US-Einsatz zur Ergreifung des venezolanischen Staatschefs Nicolás Maduro als Erfolg gewertet. Dieser sei aufgrund «viel guter Planung und vieler grossartiger Soldaten und grossartiger Leute» erfolgreich durchgeführt worden, berichtete die Tageszeitung unter Berufung auf ein Gespräch mit dem Präsidenten. Er habe das Vorgehen als «brillante Operation» bezeichnet.

    Unter Trump ist der Konflikt zwischen den USA und Venezuela eskaliert. (Archivbild)
    Unter Trump ist der Konflikt zwischen den USA und Venezuela eskaliert. (Archivbild)
    Alex Brandon/AP/dpa

    Auf die Frage, ob er sich die Zustimmung des Kongresses für das Vorhaben eingeholt habe oder wie es mit Venezuela weitergehe, sagte Trump, er wolle dazu bei einer Pressekonferenz in seiner Residenz Mar-a-Lago Stellung beziehen. Sie ist für 11.00 Uhr (17.00 Uhr in Deutschland) angekündigt.

  • 11.42 Uhr

    Spanien ruft zur Deeskalation in Venezuela auf

    Spanien hat angesichts der US-Angriffe in Venezuela und der Mitteilung über eine Gefangennahme von Präsident Nicolás Maduro zur Mässigung aufgerufen. Das Völkerrecht und die UN-Charta müssten beachtet werden, stand in einer ersten Erklärung des spanischen Aussenministeriums zur Lage in dem südamerikanischen Land.

  • 11.41 Uhr

    «New York Times»: Keine Opfer auf US-Seite

    Bei dem Angriff auf Venezuela und der Gefangennahme von Staatschef Nicolás Maduro gab es laut einem Medienbericht keine Opfer auf US-Seite. Dies berichtete die Zeitung «New York Times» unter Berufung auf eine mit der Angelegenheit vertraute Person. Ob es aufseiten Venezuelas bei dem Angriff Opfer gab, kommentierte die Person nicht. Unklar war, ob damit Tote oder Verletzte gemeint waren.

  • 11.39 Uhr

    US-Vize-Aussenminister: «Der Tyrann ist gestürzt»

    Der von US-Streitkräften gefasste venezolanische Staatschef Nicolás Maduro wird nach Angaben von US-Vize-Aussenminister Christopher Landau für seine «Verbrechen» zur Rechenschaft gezogen. «Der Tyrann ist gestürzt», schrieb Landau auf X.

  • 11.36 Uhr

    Venezuelas Verteidigungsminister ruft zum Widerstand auf

    Nach den US-Angriffen auf Venezuela hat der Verteidigungsminister des südamerikanischen Landes zum Widerstand aufgerufen. «Sie haben uns angegriffen, aber sie werden uns nicht brechen», sagte Vladimir Padrino in einer Videobotschaft. «Vereint bilden Soldaten und das Volk eine unzerstörbare Mauer des Widerstands.» Alle Truppen würden zur Landesverteidigung eingesetzt.

  • 11.29 Uhr

    Maduro von US-Elite-Spezialeinheit verhaftet

    Der venezolanische Staatschef Nicolás Maduro ist laut einem Medienbericht von einer US-Elite-Spezialeinheit gefangen genommen worden. Am frühen Samstagmorgen sei Maduro von Einheiten der Delta Force in Gewahrsam genommen worden, berichtete der US-Sender CBS News unter Berufung auf US-Beamte.

    Die Einheit der US-Armee kam auch 2019 zum Einsatz, bei der der Anführer des Islamischen Staates (IS), Abu Bakr al-Bagdadi, getötet wurde.

  • 11.16 Uhr

    US-Senator: «Haben uns vom Weltpolizisten zum Weltmobber entwickelt»

    Nach dem Angriff der USA auf Venezuela haben mehrere US-Parlamentarier Zweifel an der Rechtmässigkeit des Vorgehens geäussert. Der demokratische Senator von Arizona, Ruben Gallego schrieb auf X: «Dieser Krieg ist illegal. Es ist beschämend, dass wir uns vom Weltpolizisten zum Weltmobber entwickelt haben. Es gibt keinen Grund, warum wir mit Venezuela im Krieg sein sollten».

    Auch ein Parteifreund von US-Präsident Donald Trump, der republikanische Senator Mike Lee von Utah, meldete Zweifel an: «Ich bin gespannt darauf zu erfahren, was – falls überhaupt etwas – diese Handlung verfassungsrechtlich rechtfertigen könnte, angesichts des Fehlens einer Kriegserklärung oder einer Genehmigung zum Einsatz militärischer Gewalt.»

  • 11.11 Uhr

    Iran verurteilt US-Angriffe scharf

    Der Iran hat die US‐Angriffe auf Venezuela scharf verurteilt. «Die militärische Intervention der USA gegen einen unabhängigen Staat und Mitglied der Vereinten Nationen stellt einen klaren Verstoss gegen die Prinzipien der UN‐Charta sowie gegen grundlegende Regeln des Völkerrechts dar», erklärte das Aussenministerium laut der staatlichen Nachrichtenagentur Irna. Dieser «aggressive Akt» müsse umgehend und eindeutig verurteilt werden, so das Ministerium weiter.

    Venezuela gilt als einer der engsten Verbündeten des islamischen Systems. In politischen Kreisen in Teheran wächst laut Beobachtern daher die Sorge, der Iran könne das nächste Ziel der US‐Angriffe werden.

  • 10.55 Uhr

    Maduros Innenminister bei Angriff getötet

    Laut venezolanischen Oppositionsmedien soll Maduros Innenminister Diosdado Cabello beim Angriff der US-Truppen getötet worden sein. Eine offizielle Bestätigung hierfür gibt es aktuell noch nicht. 

  • 10.43 Uhr

    Augenzeuge: «Plötzlich färbte sich der Himmel rot»

    Ein Einwohner der venezolanischen Küstenstadt Higuerote berichtet «CNN» vom US-Angriff. «Zuerst dachte ich, es sei so etwas wie ein Feuerwerk», so der 23-Jährige, der aus Sicherheitsgründen anonym bleiben will.

    «Dann kam eine weitere Explosion und der Boden begann zu beben. In diesem Moment wurde mir klar, dass es sich um etwas Ernstes handelte. Meine Nachbarn fingen an zu schreien und rannten auf die Strasse, also ging ich aus meinem Haus und sah diese riesige Rauchwolke», schildert der Mann.

    Der Himmel habe sich plötzlich rot gefärbt und wenige Sekunden später sei ein lautes Geräusch zu hören gewesen. Nach rund zwei Minuten Stille habe er dann wieder Flugzeuge und anschliessend zwei weitere Explosionen gehört.

    «Danach bebte alles. Die Explosionen schienen kontrolliert zu sein, aber es sah so aus, als hätten sie den gesamten Flughafen zerstört.»

    Bis jetzt habe er noch keine Sirenen von Krankenwagen, Polizei oder Feuerwehr gehört. Die letzte Bombe sei vor 40 Minuten gefallen.

  • 10.24 Uhr

    Trump: Nicolás Maduro festgenommen

    Laut US-Präsident Trump sei Nicolás Maduro, Präsident Venezuelas, festgenommen worden. «Die Vereinigten Staaten von Amerika haben erfolgreich einen gross angelegten Angriff gegen Venezuela und seinen Staatschef Nicolás Maduro durchgeführt», schreibt der US-Präsident auf seiner Plattform Truth Social.

    Maduro und seine Frau seien verhaftet und aus dem Land geflogen worden, schreibt Trump weiter. Um 11 Uhr (17 Uhr Schweizer Zeit) werde es in Mar-a-Lago eine Pressekonferenz geben.

  • 10.23 Uhr

    US-Luftfahrtbehörde untersagt Flüge rund um Venezuela

    Die US-Luftfahrtbehörde FAA (Federal Aviation Administration) hat Flüge rund um Venezuela untersagt. «In Zusammenhang mit den andauernden militärischen Aktivitäten» ist der Betrieb von kommerziellen und privaten US-Flügen in bestimmten Gebieten verboten.

    Das geht aus einer sogenannte Notam (Notice to Airmen, Hinweise an Piloten) hervor, die die FAA bei verschiedenen Gefahrensituationen und Lagen herausgibt. Konkret handelt es sich um die venezolanische Küstenstadt Maiquetía, die Karibikinsel Curaçao, um Piarco auf der Insel Trinidad sowie um San Juan auf Puerto Rico.

  • 10.22 Uhr

    Kubas Präsident Díaz-Canel: «Staatsterrorismus gegen unser Amerika»

    Kubas Präsident Miguel Díaz-Canel verurteilt den US-Angriff auf Venezuela scharf und fordert «dringend» eine Reaktion der internationalen Gemeinschaft, wie er auf X schreibt. Den Angriff bezeichnet er dabei als «kriminell».

    Kubas Präsident Miguel Diaz-Canel.
    Kubas Präsident Miguel Diaz-Canel.
    Keystone

    «Unsere Friedenszone wird brutal angegriffen. Staatsterrorismus gegen das tapfere venezolanische Volk und gegen unser Amerika», schreibt Díaz-Canel. Er schliesst seine Nachricht mit den Worten: «Vaterland oder Tod – wir werden siegen!»

  • 10.11 Uhr

    Massive US-Streitmacht vor Venezuela

    Der Konflikt zwischen den USA und Venezuela war in den letzten Monaten eskaliert. Seit September hatte das US-Militär in der Karibik und im Pazifik mehrfach angeblich mit Drogen beladene Boote angegriffen. Dabei wurden nach US-Regierungsangaben mehr als 100 Menschen getötet.

    Zuletzt hatten US-Streitkräfte Trump zufolge einen angeblichen «Drogenumschlagplatz» in Venezuela angegriffen. «Es gab eine grosse Explosion im Hafengebiet, wo die Boote mit Drogen beladen werden», sagte er.

    Zudem bauten die US-Streitkräfte ihre Präsenz in der Karibik massiv aus. Unter anderem wurden zusätzliche Kampfflugzeuge und der weltgrösste Flugzeugträger «USS Gerald R. Ford» – begleitet von weiteren Kriegsschiffen und einem Langstreckenbomber – in die Region verlegt. Offiziell richtet sich der Einsatz «Südlicher Speer» («Southern Spear») gegen den Drogenschmuggel.

    Allerdings gilt Venezuela nicht als Produktionsland von Drogen, sondern als Transitland – und zwar vor allem für den europäischen Markt. Nach Einschätzung von Experten ist die Streitmacht für einen Einsatz gegen Drogenschmuggler überdimensioniert.

  • 9.58 Uhr

    US-Senat wusste nichts von Angriff

    Laut einem CNN-Bericht habe Trump die Angriffe ohne Konsultation mit dem Verteidigungsausschuss des Senats angeordnet. Mehrere Vertreter hätten sich überrascht geäussert, als sie von CNN kontaktiert worden seien. Es habe keinerlei Rücksprachen gegeben.

  • 9.49 Uhr

    Augenzeugin: «Mein Herz pochte und meine Beine zitterten»

    Die in Caracas lebende Journalistin Vanessa Silva sah die Explosion von ihrem Fenster aus. Gegenüber der «BBC» schildert sie, der Knall sei enorm gewesen und «stärker als Donner», sodass ihr Haus vibrierte. Da Caracas in einem Tal liegt, hallte der Knall in der ganzen Stadt wider.

    «Mein Herz pochte und meine Beine zitterten», so Silva. Nun sei es in der Stadt still. Die Menschen würden sich aber weiterhin verzweifelt gegenseitig Nachrichten schicken, um zu erfahren, ob es Familie und Freunden gut gehe.

  • 9.45 Uhr

    Trump in Mar-a-Lago – Aufenthaltsort von Maduro unklar

    US-Präsident Donald Trump befindet sich gemäss «New York Times» derzeit in seiner Residenz Mar-a-Lago in Florida. Dort habe er Meetings mit seinen wichtigsten nationalen Sicherheitsberater abgehalten.

    Der aktuelle Aufenthaltsort von Venezuelas Präsident Nicolás Maduro sei laut «NYT» hingegen unklar. Allerdings seien zumindest einige Personen aus Maduros engstem Kreis in Sicherheit, wie Personen berichten, die mit ihnen gesprochen haben.

  • 9.36 Uhr

    US-Behörden bestätigen Angriff

    Ein Angestellter des Pentagon hat den Angriff der US-Truppen auf Venezuela offiziell bestätigt. «Wir führen derzeit eine Serie taktischer Schläge durch», sagte der Offizielle laut der Nachrichtenagentur Reuters. Nähere Details wurden zunächst nicht bekannt.

  • 9.34 Uhr

    «Pforte Venezuelas» in Flammen

    Vom Angriff ist auch der Hafen La Guaira betroffen. Videos zeigen den wichtigsten Seehafen Venezuelas in Flammen. 

    La Guaira gilt als «Pforte Venezuelas» und befindet sich lediglich rund 20 Kilometer nördlich der Hauptstadt Caracas.

    Hafen La Guira in Flammen

    Hafen La Guira in Flammen

    In der venezolanischen Hauptstadt Caracas haben sich am frühen Samstagmorgen mehrere Explosionen ereignet. Die USA sollen einen Angriff befohlen haben.

    03.01.2026

  • 9.23 Uhr

    Medienberichte: Haus von Verteidigungsminister bombardiert

    Wie zahlreiche lokale Medien berichten, sei auch das Haus von Venezuelas Verteidigungsminister Vladimir Padrino López bombardiert worden. López sei aktuell «nicht erreichbar», wo er sich aufhalte und ob er sich zum Zeitpunkt des Angriffs im Haus befunden habe, sei unklar. Offiziell bestätigt wurden die Berichte bislang nicht.

  • 9.14 Uhr

    Video zeigt Angriff auf Militärkomplex

    Laut Augenzeugen greifen die USA zahlreiche Militäreinrichtungen in Caracas an. So stehe der Komplex Fuerte Tiuna derzeit im Visier der US-Truppen. Ein Video soll zeigen, wie ein US-Helikopter auf den Komplex feuert.

  • 9.10 Uhr

    Venezuela ruft Notstand aus

    Nach Berichten über Explosionen in der Hauptstadt Caracas hat die Regierung Venezuelas den Vereinigten Staaten eine militärische Aggression gegen zivile und militärische Ziele vorgeworfen. Dies stelle eine Verletzung der UN-Charta dar, hiess es in einer Mitteilung der venezolanischen Regierung.

    Venezuela habe den Notstand ausgerufen.

  • 9 Uhr

    Trump hat Angriff angeordnet

    Gemäss dem US-Sender CBS soll es sich tatsächlich um einen US-Angriff handeln. «Präsident Trump hat laut Angaben von US-Beamten Angriffe auf Ziele in Venezuela, darunter auch militärische Einrichtungen, angeordnet, nachdem die Regierung am frühen Samstagmorgen ihre Kampagne gegen das Regime von Präsident Nicolás Maduro verschärft hatte», schreibt die Journalistin Jennifer Jacobs, CBS-Korrespondentin im Weissen Haus, auf X.

  • 8.41 Uhr

    Kolumbiens Präsident spricht von Angriff

    Nach Berichten über Explosionen in der venezolanischen Hauptstadt Caracas hat der Präsident des Nachbarlandes Kolumbien von einem Angriff auf Venezuela gesprochen. «In diesem Moment wird Caracas bombardiert. Alarm an alle: Venezuela wurde angegriffen. Sie beschiessen es mit Raketen», schrieb Staatschef Gustavo Petro auf der Plattform X. «Die Organisation Amerikanischer Staaten und die Vereinten Nationen sollten sofort zusammentreten», forderte er.

  • 8.14 Uhr

    Helikopter über der Stadt

    Auf einem Video des Senders VPItv war zu sehen, wie mehrere Helikopter über die nächtliche Stadt fliegen. Was der Auslöser der Explosionen war, blieb zunächst unklar. Die venezolanische Regierung äusserte sich zunächst nicht zu den Vorfällen.

  • 8.09 Uhr

    Explosionen in Caracas

    In der venezolanischen Hauptstadt Caracas haben sich Medienberichten zufolge eine Reihe von Explosionen ereignet. Auf vom Fernsehsender NTN24 veröffentlichten Bildern waren Explosionen und Rauchwolken zu sehen. Mehrere davon sollen sich im Gebiet La Carlota ereignet haben, wo ein Stützpunkt der venezolanischen Luftwaffe liegt. Auf einem Video des Senders VPItv war zu sehen, wie mehrere Hubschrauber über die nächtliche Stadt fliegen. Was der Auslöser der Explosionen war, blieb zunächst unklar. Die venezolanische Regierung äusserte sich zunächst nicht zu den Vorfällen.

In der venezolanischen Hauptstadt Caracas haben sich Medienberichten zufolge eine Reihe von Explosionen ereignet. Auf vom Fernsehsender NTN24 veröffentlichten Bildern waren Explosionen und Rauchwolken zu sehen. Mehrere davon sollen sich im Gebiet La Carlota ereignet haben, wo ein Stützpunkt der venezolanischen Luftwaffe liegt.

Auf einem Video des Senders VPItv war zu sehen, wie mehrere Helikopter über die nächtliche Stadt fliegen. Was der Auslöser der Explosionen war, blieb zunächst unklar. Die venezolanische Regierung äusserte sich zunächst nicht zu den Vorfällen.

Im Raum stand die Frage, ob es sich möglicherweise um einen Angriff des US-Militärs handeln könnte. Der Konflikt zwischen den USA und Venezuela war zuletzt immer weiter eskaliert. Die US-Streitkräfte haben vor der Küste Venezuelas zahlreiche Kriegsschiffe, Kampfflugzeuge und Soldaten zusammengezogen.

Gemäss dem US-Sender CBS soll es sich tatsächlich um einen US-Angriff handeln. «Präsident Trump hat laut Angaben von US-Beamten Angriffe auf Ziele in Venezuela, darunter auch militärische Einrichtungen, angeordnet, nachdem die Regierung am frühen Samstagmorgen ihre Kampagne gegen das Regime von Präsident Nicolás Maduro verschärft hatte», schreibt die Journalistin Jennifer Jacobs, CBS-Korrespondentin im Weissen Haus, auf X.

Das US-Militär versenkte zuletzt eine Reihe von angeblichen Drogenbooten, die Küstenwache beschlagnahmte mit Sanktionen belegte Öltanker. US-Präsident Donald Trump bestätigte zudem einen Angriff auf ein Hafengebiet in dem südamerikanischen Land.

Kolumbiens Präsident: «Sie bombardieren mit Raketen»

Der kolumbianische Präsident Petro spricht derweil von einem Angriff: «Caracas wird gerade bombardiert. Alarmiert die Welt: Venezuela wurde angegriffen. Sie bombardieren mit Raketen. Die OAS und die UNO müssen sich sofort treffen», schreibt er auf X. Die OAS ist die Organisation Amerikanischer Staaten, der alle 35 Staaten des (süd- und nord-)amerikanischen Kontinents angehören.

Auf Videos, die in sozialen Netzwerken kursieren, sind denn auch Raketen zu sehen, die am Flughafen Higuerote, etwa 87 Kilometer östlich von Caracas, einschlagen. Die Aufnahmen sind allerdings noch nicht verifiziert.

Venezuelas autoritärer Präsident Nicolás Maduro wirft dem Weissen Haus vor, einen Machtwechsel in Caracas erzwingen zu wollen. Im Oktober hatte Trump öffentlich bestätigt, dass er verdeckte Einsätze des Auslandsgeheimdienstes CIA in Venezuela genehmigt habe. Der US-Präsident erklärte zudem, Maduros Tage an der Staatsspitze seien gezählt.