24-Jähriger in Untersuchungshaft Brandserie in Solothurn –  Verdächtiger ist Feuerwehrmann

Sven Ziegler

25.2.2026

Nach dem Brand in Bellach SO wurde ein Tatverdächtiger verhaftet.
Nach dem Brand in Bellach SO wurde ein Tatverdächtiger verhaftet.
Kapo Solothurn

Nach acht Bränden in der Region Solothurn sitzt ein 24-jähriger Schweizer in Untersuchungshaft. Recherchen zeigen: Der Tatverdächtige ist Feuerwehrmann.

Sven Ziegler

Keine Zeit? blue News fasst für dich zusammen

  • Zwischen Oktober und Januar kam es in Langendorf und Bellach SO zu acht Bränden.
  • Ein 24-jähriger Schweizer wurde festgenommen und sitzt weiterhin in Untersuchungshaft.
  • Ein internes Schreiben zeigt: Der Verdächtige ist Mitglied der Feuerwehr Solothurn.

In der Region Solothurn hat eine Serie von Bränden für Unruhe gesorgt. Zwischen Mitte Oktober und Mitte Januar brannte es in Langendorf und Bellach insgesamt acht Mal. Betroffen waren Gebäude und Fahrzeuge.

Nach dem bislang letzten Brand in Bellach teilte die Kantonspolizei Solothurn mit, dass sie von Brandstiftung ausgehe und einen Verdächtigen festgenommen habe.

Beim Verhafteten handelt es sich um einen 24-jährigen Schweizer. Er wird verdächtigt, den Brand in Bellach gelegt zu haben. Ob er auch mit weiteren Brandfällen in Verbindung steht, ist Gegenstand laufender Ermittlungen.

Internes Schreiben sorgt für Überraschung

Nun kommen neue Details ans Licht, die SRF recherchiert hat. So gibt es ein internes Informationsschreiben an die Angehörigen der Feuerwehr der Stadt Solothurn. Darin informiert Feuerwehrkommandant Boris Anderegg darüber, dass es sich bei der festgenommenen Person um ein Mitglied der eigenen Feuerwehr handelt.

«Mit grosser Betroffenheit muss ich euch leider mitteilen, dass es sich bei der festgenommenen Person um ein Mitglied unserer Feuerwehr handelt», schreibt der Kommandant. Der Umstand treffe ihn persönlich sehr.

Parallelen zu früherem Fall

Der Fall weckt Erinnerungen an eine frühere Brandserie im Kanton Solothurn. Ende Januar wurde ein 36-jähriger Mann vom Obergericht zu elf Jahren und sieben Monaten Freiheitsstrafe verurteilt. Er hatte im Jahr 2022 zwölf Brände gelegt – auch er war ehemaliger Feuerwehrmann.

Ob der aktuelle Verdächtige für weitere Taten verantwortlich ist, müssen die Ermittlungen nun zeigen.