30'000 Corona-Opfer weltweit — Zahl der Toten in Italien steigt auf mehr als 10'000

Agenturen/red.

28.3.2020 - 19:30

Weltweit sind mehr als 30'000 Menschen an den Folgen einer Coronavirus-Infektion gestorben. In der Schweiz sind bis Samstag 13’213 Fälle von Covid-19-Erkrankungen registriert worden. Das sind 1'052 mehr als am Vortag. Derzeit müssen 280 Personen in der Schweiz künstlich beatmet werden. Immerhin: «Spital-Betten haben wir genug», sagt BAG-Koch. 

Weltweit sind mehr als 30'000 Menschen an den Folgen einer Coronavirus-Infektion gestorben. Die renommierte Johns-Hopkins-Universität in den USA registrierte am Samstag 30'248 Todesfälle. Den Angaben zufolge haben sich 649'904 Menschen nachweislich mit Sars-CoV-2 infiziert. Experten gehen von einer hohen Dunkelziffer aus. Es gebe in kaum einem Land genügend Tests, um die Menschen flächendeckend zu untersuchen.

Allein in den USA sind mehr als 115'500 Infektionen nachgewiesen worden, in China mehr als 81'990. In Italien starben seit Beginn der Pandemie 10'023. Das ist die höchste Zahl weltweit.

In Spanien ist die Zahl der Todesfälle binnen eines Tages um 832 auf 5'690 gestiegen. Am Samstag wurden 72'248 Infektionen gemeldet nach 64'059 am Freitag, wie das Gesundheitsministerium mitteilt.

In Grossbritannien ist die Zahl der Toten in der Corona-Pandemie auf mehr als 1'000 gestiegen. Das teilte die Regierung am Samstag mit Verweis auf den Stand am Freitagabend mit. Am Vortag lag die Zahl der Toten durch die durch das neuartige Coronavirus ausgelösten Lungenkrankheit Covid-19 noch bei 759. Europaweit starben laut offiziellen Zahlen vom Samstag inzwischen mehr als 20'000 Menschen an den Folgen des Coronavirus.


Das Wichtigste in Kürze

  • Italien liegt nun bei 92'472 bestätigten Fällen und beklagt 10'023 Covid-19-Opfer.
  • Zu früh für eine def. Prognose, doch: «Die schlimmsten Prognosen sind nicht eingetreten», sagt Daniel Koch vom BAG.
  • Das Bundesamt für Gesundheit (BAG) zählt 13’213 Infizierte und 235 Todesopfer in der Schweiz.
  • Im Tessin sind weitere 11 Personen am Coronavirus gestorben. Zusätzliche haben sich 39 Personen mit dem Virus infiziert.
  • Die Zahl der Infektionen mit dem Coronavirus ist in Deutschland
    auf 48'582 gestiegen, das sind 6'294 mehr als am Vortag.
  • Weltweit erlagen laut Statistiken der Johns-Hopkins-Universität inzwischen rund 27'700 Menschen der Seuche.

20.15 Uhr: Zahl der Corona-Toten in der Türkei steigt auf über 100

Die Zahl der in der Türkei an der neuartigen Lungenkrankheit Covid-19 gestorbenen Menschen ist auf 108 gestiegen. Das waren am Samstag 16 mehr als am Vortag, wie Gesundheitsminister Fahrettin Koca sagte. Seit Freitag hätten sich zudem 1'700 weitere Menschen mit dem Virus Sars-CoV-2 infiziert, insgesamt seien es nun mehr als 7'400. In dem Land mit 83 Millionen Einwohnern gilt bereits eine weitgehende Ausgangssperre, um die Ausbreitung des Coronavirus zu verlangsamen.

19.30 Uhr: Spanien schliesst «nicht lebenswichtige Unternehmen»

Die spanische Regierung hat im Kampf gegen die Corona-Pandemie die Schliessung aller «nicht lebenswichtigen» Unternehmen für zwei Wochen angeordnet. Dies teilte Regierungschef Pedro Sánchez am Samstagabend in Madrid mit. Eine ähnliche Regelung gilt auch in Italien.

19:00 Uhr: Vier weitere Notkliniken für New York

Die Millionenmetropole New York plant in der Corona-Krise vier weitere provisorische Notkliniken. Neben den bereits aufgebauten Krankenhäusern und einem am Montag erwarteten Lazarettschiff der US-Armee sollen Gebäude in den Stadtteilen Brooklyn, Queens, Staten Island und der Bronx umfunktioniert werden, sagte Gouverneur Andrew Cuomo am Samstag bei seiner täglichen Krisen-Pressekonferenz.

18.35 Uhr: Jetzt mehr als 10'000 Corona-Tote in Italien

In Italien sind seit Beginn der Pandemie mehr als 10'000 mit dem Coronavirus infizierte Menschen gestorben. Der Zivilschutz meldete am Samstag 889 neue Todesfälle. Damit stieg die Gesamtzahl der Toten auf 10'023.

18.30 Uhr: Kanton Aargau übernimmt zwei Patienten aus dem Elsass

Der Kanton Aargau übernimmt zwei schwer erkrankte Patienten aus dem französischen Elsass. Am Samstag seien die beiden Coronavirus-Patienten aus Colmar per Helikopter im Kantonsspital Aarau eingetroffen, teilte Staatskanzlei am Abend mit.

17.45 Uhr: Italien verschärft wegen Coronavirus Einreisebestimmungen

Italien hat wegen der Corona-Pandemie die Einreisebestimmungen verschärft. Nach einer am Samstag vom Verkehrsministerium veröffentlichten Mitteilung muss jeder, der auf dem Luft-, See- oder Landweg einreist, unter anderem ganz genau den Grund seiner Reise, seinen Aufenthaltsort in Italien und seine Telefonnummer angeben.

17.00 Uhr: Touristenschwund am Trevi-Brunnen belastet Sozialhilfe

Durch das Ausbleiben von Touristen aufgrund der Corona-Krise entgehen der Stadt Rom beträchtliche Spenden für Bedürftige. Darauf machte Bürgermeisterin Virginia Raggi am Samstag laut der Agentur Kathpress aufmerksam.

Sie bezog sich auf den Brauch von Besuchern, eine Münze in den Trevi-Brunnen zu werfen. Das Geld wird regelmässig eingesammelt und der Caritas übergeben, die damit Notleidende unterstützt.

Im vergangenen Jahr seien dies 1,4 Millionen Euro zur Hilfe für Familien in Schwierigkeiten, Obdachlose und Migranten gewesen, betonte Raggi auf ihrer Facebook-Seite. Ohne die vielen Besucher fehle diese Summe, schrieb die Politikerin.

16.40 Uhr: Weltweit keine schnellen Lockerungen von Einschränkungen

Weltweit steigen die Zahlen der mit dem Coronavirus Infizierten und der Todesfälle. In Europa besonders schwer vom Coronavirus betroffen ist unter anderem Spanien, wo innerhalb von 24 Stunden 832 neue Todesopfer verzeichnet wurden. Italien hatte bis Freitagnachmittag 9'134 Corona-Todesfälle gezählt und liegt damit etwa gleichauf mit den USA.

Die Europäische Kommission arbeitet an einer Exit-Strategie aller EU-Staaten zur schrittweisen Aufhebung der Ausgangsbeschränkungen. Mit Experten prüfe sie, «wann wir nach und nach die Massnahmen der sozialen Distanz wieder lockern könnten», sagte Kommissionschefin Ursula von der Leyen der Nachrichtenagentur DPA.

16.10 Uhr: Kanton Glarus verzeichnet ersten Coronavirus-Todesfall

Im Kantonsspital Glarus ist in der Nacht auf Samstag ein 71-jähriger Mann an der Lungenerkrankung COVID-19 gestorben. Es handelt sich um das erste Todesopfer des Coronavirus im Kanton Glarus.

16.05 Uhr: Airbus bringt Millionen Schutzmasken aus China nach Europa

Für den Kampf gegen die Corona-Pandemie ist am Samstag ein Flugzeug mit rund vier Millionen Schutzmasken im spanischen Getafe in der Nähe von Madrid gelandet. Das Material soll in Spanien, Deutschland, Frankreich und Grossbritannien verteilt werden, wie der Luftfahrtkonzern Airbus mitteilte.

15.35 Uhr: Coronavirus auf Schiff – Schweizer an Bord

Nach dem Coronaverdacht von 46 Menschen auf einem deutschen Kreuzfahrtschiff «Artania» vor Australien soll eine Rückholaktion der nicht-infizierten Passagiere starten. An Bord sind auch 28 Schweizerinnen und Schweizer.

Für die Passagiere aus der Schweiz sind Rückflüge zwischen Sonntag und Dienstag organisiert, wie Johannes Matyassy, Direktor der Konsularischen Direktion im Aussendepartement EDA, am Samstag vor den Bundeshausmedien sagte.

15.20 Uhr: Deutsche Luftwaffe holt italienische Kranke

Wegen der dramatischen Notlage norditalienischerSpitäler in der Corona-Krise bringt die deutsche Luftwaffe Patienten zur Behandlung nach Deutschland. Der Airbus A310 MedEvac flog am Samstag von Köln nach Bergamo.

15.05 Uhr: Moskau schliesst Parks und Einkaufszentren

Russland verschärft seine Anstrengungen im Kampf gegen die Corona-Pandemie. Seit Samstag sind in Moskau alle Einkaufszentren, Restaurants und grösseren Parks für mindestens eine Woche geschlossen. So etwas gab es seit Ende des Zweiten Weltkriegs nicht mehr.

14.53 Uhr: Pressekonferenz beendet

Das war's mit der neuesten Information durch die Behörden. Die Pressekonferenz ist beendet.

14.50 Uhr: Wie sieht die Lage in den Asylzentren aus?

«Das SEM hat bereits Massnahmen zur Eindämmung der Virus-Ausbreitung im Asylbereich ergriffen. Es stehen viel mehr Plätze als normal zur Verfügung», sagt BAG-Koch. Natürlich aber sei es manchmal schwierig, alle Massnahmen umzusetzen. Es gebe Fälle in den Asylzentren, aber keine grösseren Ausbrüche, sagt Koch.

14.42 Uhr: Was macht der Bund bei Härtefällen an der Grenze?

Die Verordnung sei hier eindeutig, so die Antwort: In gewissen Fällen würden Familien momentan getrennt, das sei aufgrund der aktuellen Lage nicht immer zu verhindern. Doch das Gesetz sehe auch eine Härtefallklausel zu.

14.39 Uhr: Wie können Unternehmen schneller zu Geld kommen?

«Haben Unternehmen ein Problem mit ihrer Liquidität, müssen sie Kontakt mit ihrer Hausbank aufnehmen», sagt Ineichen-Fleisch vom Seco.

14.37 Uhr: Wie steht es um die Arbeitslosenquote?

«Seit dem 15. März haben wir eine Erhöhung der Arbeitslosenquote von 0,3 Prozent Stand gestern Freitag Abend», sagt Staatssekretärin Ineichen-Fleisch vom Seco.

14.32 Uhr: Wagen Sie eine Prognose, Herr Koch? War das schon der Höhepunkt?

BAG-Koch sagt zu der Frage nach einer Prognose: «Es ist noch etwas zu früh für eine Schlussfolgerung. Ich hoffe, eine solche wird in den nächsten Tagen gelingen, sobald wir  noch etwas mehr Zahlen haben.» Sicher sagen aber könne er heute: «Die schlimmsten Prognosen sind nicht eingetreten.»

14.30 Uhr: Bauwirtschaft – wie geht das mit Hygienevorschriften? Und wer zahlt?

Die Arbeitgeber haben eine Fürsorgepflicht gegen über ihren Arbeitnehmenden, so die Antwort. «Kosten spielen immer ein Rolle.» Es gebe keine Regelung hier.

14.25 Uhr: Zeit für Fragen

Welche Spitäler können Corona-Tests durchführen, fragt ein Journalist. «Dazu gibt es noch keine Auflagen», antwortet BAG-Koch. Ein Ziel sei herauszufinden, wie gross die Immunität in der Bevölkerung sei. Diese Test würden nicht zur Diagnostik angewendet, sondern um herauszufinden, ob jemand die Krankheit schon einmal durchlitten habe.

14.20 Uhr: Wermutstropfen an der Grenzen

Jetzt hat Christian Bock, Direktor Eidg. Zollverwaltung, das Wort. Die Situation an der Grenze sei ruhig, sagt er, doch es gebe auch Wermutstropfen. «Jetzt ist nicht die Zeit für Einkaufstourismus, das haben leider noch immer nicht alle verstanden.» Diese Massnahmen dienten der Eindämmung des Coronavirus, man wollte damit nicht Leute ärgern. 250 Bussen zwischen 100 und 300 Franken seien gesprochen worden.

Der Autoverkehr sei zurückgegangen.

Die Angehörigen der Armee könnten je nach Bedarf eingesetzt werden. Er danke der Armee für die Unterstützung.

14.15 Uhr: Für morgen Sonntag Rückflug von Algerien vorgesehen

Die Rückholaktion des EDA läufe auf Hochtouren, sagt nun Johannes Matyassy, Direktor der Konsularischen Direktion des EDA. 1400 gestrandete Schweizerinnen und Schweizer seien so bereits zurückgeholt worden. «Für morgen ist ein Rückflug von Algerien vorgesehen – ebenso einer aus Chile.» 

Neben Peru gibt es auch in zahlreichen anderen Regionen auf der Welt viele Gestrandete, sagt Matyassy. Er bitte um Geduld, wenn das nicht immer superschnell gehe. «Eine Rückholaktion ist eine gewaltige Organisation.»

14.10 Uhr: «Ganze Branchen können nun geschlossen werden»

«Nun können Kantone auch besondere Massnahmen treffen im Bereich der Wirtschaft», sagt jetzt Martin Dumermuth, Direktor des Bundesamts für Justiz EJPD. Der Kanton könne im Einzelfall bestimmte Betriebe schliessen. Oder sogar ganze Branchen – das sei aber zeitlich begrenzt. Der Kanton Tessin habe dazu bereits ein Gesuch eingereicht.

14.05 Uhr: Mehr Patienten werden beatmet

Daniel Koch vom BAG ergreift das Wort und eröffnet die PK: «280 Patienten benötigen ein Beatmungsgerät. Das ist viel für die Schweiz – diese Menschen kämpfen um ihr Leben», sagt er. Doch immerhin: Keine einzige Intensivstation sei überlastet, es gebe genügend Betten.

Nach Koch spricht nun Marie-Gabrielle Ineichen-Fleisch, Staatssekretärin vom SECO: «Im Tessin sind 39 Prozent der Erwerbstätigen von Kurzarbeit betroffen.» Betroffen seien etwa und insbesondere Gastronomie und Hotelerie. Die Arbeitslosigkeit habe Stand gestern ebenfalls zugenommen, sagt Ineichen.

14 Uhr: Der Bund informiert

An einer Pressekonferenz informiert der Bund erneut zum Coronavirus.

13.45 Uhr: Universität: Mehr als 600'000 nachgewiesene Coronavirus-Infektionen weltweit

Mehr als 600'000 Menschen haben sich weltweit nachweislich mit dem neuen Coronavirus infiziert. Kurz nach Samstagmittag bezifferte die renommierte Johns-Hopkins-Universität die Zahl der nachweislich Infizierten mit 614'884. Demnach starben mehr als 28'600 in Folge oder an der Lungenkrankheit Covid-19, die das Virus auslösen kann.

13.25 Uhr: Nun über 13'200 Ansteckungen in der Schweiz nachgewiesen

In der Schweiz sind mittlerweile 13’213 Fälle von Covid-19-Erkrankungen registriert, 1'052 mehr als am Vortag. Das teilte das Bundesamt für Gesundheit (BAG) am Samstag mit. Betroffen sind alle Kantone der Schweiz und das Fürstentum Liechtenstein.

Bisher verstarben 235 Personen im Zusammenhang mit Covid-19, wie es in der Mitteilung weiter hiess. Grundlage sind die Zahlen, die das BAG bis zum Samstagmorgen von Ärzten und Labors erhalten hat.

Daher können die Daten von den Fallzahlen abweichen, die in den Kantonen kommuniziert werden, schreibt das BAG. Gemäss den von der Nachrichtenagentur Keystone-SDA von den Kantonen bis am Mittag von den Kantonen bezogenen Zahlen sind bisher 250 Menschen gestorben.

Bisher wurden ungefähr 106'000 Personen in der Schweiz auf das neue Virus getestet. Bei 12 Prozent, also bei etwa jeder achten Person, war das Resultat positiv. Die höchste Inzidenz, nämlich rund 485 Fälle auf 100'000 Einwohnerinnen und Einwohner, hat der Kanton Tessin.

12.50 Uhr: Erste Antikörper-Tests in der Schweiz eingetroffen

Am Freitag hat eine Deutsche Firma 180 Testkits an Schweizer Labors geschickt. Wie der «Tagesanzeiger» berichtet, handelt es sich dabei um sogenannte Antikörpertests, anhand deren bestimmt werden kann, ob eine Person immun gegen das Coronavirus ist.

12.25 Uhr: Zehn Bewohner in Vorarlberger Pflegeheim positiv

Zehn Bewohner und sechs Mitarbeiter des Pflegeheims Innerbraz in Vorarlberg sind positiv auf das Coronavirus getestet worden. Dies teilte das Land Vorarlberg am Samstag mit. Die Isolations- und Schutzmassnahmen im Pflegeheim seien aktiviert.

12.05 Uhr: Spanien vermeldet 832 Tote in 24 Stunden

In Spanien ist die Zahl der Todesfälle binnen eines Tages um 832 auf 5690 gestiegen, wie der «Tagesanzeiger» berichtet. Am Samstag wurden 72'248 Infektionen gemeldet nach 64'059 am Freitag, wie das Gesundheitsministerium mitteilt.

Nach Italien wird auch im schwer von der Coronavirus-Pandemie betroffenen Spanien das Militär beim Transport der Leichen helfen. Dies teilte das Gesundheitsministerium am Samstag im Amtsblatt mit.
Die Streitkräfte würden wegen der grossen Zahl der Toten und des Fehlens verfügbarer Bestattungsinstitute während der Dauer des Alarmzustandes eingesetzt, hiess es.

11.50 Uhr: Zahl der Corona-Toten im Iran auf mehr als 2'500 gestiegen

Im Iran ist die Zahl der Todesfälle durch das neuartige Coronavirus auf mehr als 2'500 gestiegen. 139 weitere Menschen seien seit Freitag an den Folgen ihrer Coronavirus-Infektion gestorben, sagte ein Sprecher des Gesundheitsministeriums am Samstag in Teheran.

Innerhalb von 24 Stunden seien zudem 3'076 neue Infektionsfälle registriert worden, sagte der Sprecher Kianusch Dschahanpur. Die Gesamtzahl der Infektionen liege damit bei 35'408.

Starke Zunahme der Todesopfer im Tessin

Wie der «Corriere del Ticino» meldet, haben sich zusätzliche 39 Personen mit dem Virus infiziert. Weitere 11 Personen sind am Coronavirus gestorben. Der Kanton Tessin hat mit Abstand am meisten Todesopfer aller Schweizer Kantone zu beklagen, auch der erste Patient überhaupt, der in der Schweiz erkrankte, stammte aus dem Tessin.

11.15 Uhr: Corona-Todesfall im Kanton Schwyz

Im Kanton Schwyz ist eine Bewohnerin eines Pflegeheimes verstorben, die positiv auf das Coronavirus getestet worden war. Die 1944 geborene Frau hatte an Vorerkrankungen gelitten und war in palliativer Behandlung, wie der Kantonale Führungsstab am Samstag mitteilte.

11.10 Uhr: Spitalzentrum Biel und Klinik Linde spannen wegen Covid-19 zusammen

Das Spitalzentrum Biel und die Klinik Linde bündeln im Zusammenhang mit der Ausbreitung des Coronavirus ihre Kräfte. Beide Spitäler nehmen weiterhin Covid-19-Patienten auf, schwere Fälle kommen jedoch ins Spitalzentrum Biel.

10.40 Uhr: Kantonsrat Lorenz Schmid (CVP) war mit Corona infiziert

Der CVP-Kantonsrat und Präsident des Zürcher Apothekerverbandes, Lorenz Schmid, war mit dem Coronavirus infiziert.

Es gehe ihm aber wieder gut, sagte er gegenüber «NZZ» und «Tages-Anzeiger» vom Samstag. Seit Donnerstag steht Schmid wieder in seiner Apotheke am Paradeplatz. «Ich bin jetzt der sicherste Mitarbeiter», schliesslich könne er niemanden mehr anstecken und sei nun auch selbst immun.

10.30 Uhr: Starker Anstieg der Neuinfektionen in Deutschland

Nach Angaben des Robert Koch-Instituts von Samstag
ist die Zahl der Infektionen mit dem Coronavirus in Deutschland
auf 48'582 gestiegen, das sind 6'294 mehr als am Vortag. Die Zahl
der Toten beläuft sich inzwischen insgesamt auf 325, ein Plus
zum Vortag von 55.

10.10 Uhr: Das Coronavirus vermiest der ZKB das Jubiläumsjahr

Das Coronavirus vermiest der Zürcher Kantonalbank (ZKB) ihr Jubiläumsjahr. Der Erlebnisgarten, der im Mai auf der Landiwiese hätte eröffnet werden sollen, wird verschoben. Die Gondelbahn über den See ist wegen Rekursen ohnehin erst 2021 in Betrieb – wenn überhaupt.

9.30 Uhr: 40 Prozent weniger Luftverschmutzung

Wegen des Lockdowns geht die Luftverschmutzung in Europa zurück. Satelliten haben in Spanien. Italien und Frankreich 40 Prozent weniger Stickstoffdioxid gemessen, meldet die «Jerusalem Post» unter Berufung auf die Europäische Raumfahrtbehörde ESA

9.20 Uhr: Sind Chinas Zahlen wahrhaftig?

China hat bisher bei rund 82'000 bestätigten Infektionen knapp 3'300 Tote gemeldet. Ein Foto, das in sozialen Medien die Runde macht, spricht jedoch eine ganz andere Sprache. Es zeigt Chinesen, die in einem Bezirk von Wuhan vor einem Bestattungsinstitut auf die Asche von Verstorbenen warten.

Das italienische Portal «Asia News» meldet, die Bürger müssten stundenlang warten, während ein Bestattungsinstitut verraten habe, es plane, 500 Urnen pro Tag auszuliefern. «In Wuhan gibt es mehrere Bestatter:nWenn davon jeder so kalkuliert und alle in derselben Rate ausliefert wie jene, wären das alleine in der Stadt Wuhan 45'500 Urnen», rechnet die Website vor.

Natürlich sterben doe Menschen dort nicht ausschliesslich an Covid-19, doch die Momentaufnahme lässt Zweifel an den offiziellen Zahlen aufkommen, die die Volksrepublik der Weltgemeinschaft weitergibt.

8.45 Uhr: Pöstler am Anschlag

«Vor zwei Wochen hatten wir bei den Paketen einen Zuwachs von etwa 15 Prozent gegenüber normalen Zeiten», verrät Post-Chef Roberto Cirillo der «Luzerner Zeitung». «Mittlerweile transportieren wir gleich viele Pakete wie üblicherweise vor Weihnachten.» Derzeit könnte das Unternehmen demnach 2'100 Mitarbeiter mehr beschäftigen. Das hohe Aufkommen hat Folgen: «Die A-Post kann nicht mehr in jedem Fall am nächsten Tag zugestellt werden.»

Dass der Service eingeschränkt wird, will Cirillo nicht ausschliessen. «Es kann sein, dass wir in den nächsten Tagen unsere Dienstleistungen einschränken müssen, wenn mehr Mitarbeiter infiziert sind und die Zahl der Pakete so gross bleibt.» Sein Unternehmen merke das verstärkte Online-Konsumverhalten deutlich. «Wir liefern derzeit etwa dreimal so viele Lebensmittel aus wie üblich. Wir müssen aber realistisch sein: Ein Ausbau dieser Infrastruktur ist innert Wochen nicht möglich.»

Seit Donnerstag können KMUs bei der Post auch Kredite bis 500'000 Franken beantragen. Das Angebot werde rege genutzt: «Um 10 Uhr hatten wir schon über 1’000 Gesuche auf dem Tisch. Mittlerweile sind 55 Mitarbeiter nur dafür abgestellt, diese zu verarbeiten.»

8.30 Uhr: Swiss-Tickets umbuchen oder erstatten 

Entgegen anderslautender Berichte können Swiss-Kunden Flüge mit Abflugdatum bis zum 30. April bis 31. August kostenlos umbuchen, berichtet «Blick». Auch Rückerstattung seien möglich, bräuchten aber mehr Zit als sonst, bis sie wieder auf dem Konto des Kunden landeten.

8.15 Uhr: Macron macht Italien Mut

Frankreichs Präsident Emmanuel Macron hat in der Debatte über «Corona-Bonds» mehr europäische Solidarität angemahnt. «Wir werden diese Krise nicht ohne eine starke europäische Solidarität in Bezug auf Gesundheits- und Haushaltsfragen überwinden».

Dies sagte Macron in einem Interview mit den italienische Zeitungen «Corriere de la Serra», «La Stampa» und «La Repubblica» vom Samstag. «Es wird viel geredet über chinesische oder russische Hilfe», sagte Macron weiter dem Interview mit den führenden italienischen Zeitungen. «Aber warum sprechen wir nicht darüber, dass Frankreich und Deutschland an Italien zwei Millionen Atemmasken und zehntausende Schutzanzüge geliefert haben?»

as sei zwar nicht genug, aber ein Anfang. «Wir dürfen uns nicht berauschen lassen von dem was unsere internationalen Partner und Konkurrenten sagen.» Frankreich stehe Italien bei, so Macron. «Europa muss sich stolz und stark fühlen, weil es das ist», sagte Macron weiter.

7.30 Uhr: Mehr häusliche Gewalt befürchtet

Europarats-Generalsekretärin Marija Pejčinović Burić hat eindringlich vor einem Anstieg häuslicher Gewalt während der Ausgangsbeschränkungen aufgrund des Coronavirus gewarnt. Berichte aus den Mitgliedsländern der vergangenen Wochen hätten bereits gezeigt, dass Kinder und Frauen nun in den eigenen vier Wänden einem höheren Missbrauchsrisiko ausgesetzt seien, sagte Pejčinović Burić der Deutschen Presse-Agentur.

Neben dem erhöhten Gewaltrisiko könnten die Auswirkungen der Coronavirus-Krise Frauen auch wirtschaftlich hart treffen und deren finanzielle Unabhängigkeit bedrohen, erklärte Pejčinović Burić.

Berichte aus Frankreich zeigten, dass viele Frauen wegen der Beschränkungen keine Notrufstellen anrufen könnten, sagte die Generalsekretärin. Pejčinović Burić zufolge gingen bei den Hilfe-Telefonnummern gut viermal weniger Anrufe ein als normalerweise.

Dafür hätten Sofortnachrichten im Internet an entsprechende Hilfsorganisationen in ganz Europa zugenommen. Das könne bedeuten, dass Täter ihre Opfer davon abhalten, telefonisch Hilfe zu suchen, so Pejčinović Burić. In Dänemark habe man beobachtet, dass die Zahl der Frauen gestiegen sei, die Zuflucht in einem Frauenhaus suchten, sagte die Generalsekretärin.

7.15 Uhr: Deutschland hilft Italien

Wegen der dramatischen Notlage norditalienischer Krankenhäuser in der Coronavirus-Krise fliegt die Luftwaffe Patienten nach Deutschland aus. Der Airbus A310 MedEvac, die fliegende Intensivstation der Bundeswehr, sollte am Samstag sechs schwer erkrankte Italiener in Intensivbehandlung von Bergamo nach Köln bringen.

Die Maschine sei am Samstagmorgen in Köln gestartet, sagte ein Sprecher der Deutschen Presse-Agentur. Die Patienten sollten zur Behandlung in zivile Krankenhäuser gebracht werden. Nach dpa-Informationen sollen jeweils zwei Erkrankte im Katholischen Klinikum Bochum sowie in den Uni-Kliniken Köln und Bonn weiterbehandelt werden.

An Bord sind bis zu sechs Plätze für intensivmedizinische Behandlung. Zudem gibt es 38 weitere Liegeplätze, wobei für 16 Patienten eine verstärkte medizinische Überwachung mit Monitoren möglich ist. Damit können 44 Patienten liegend transportiert werden.

7 Uhr: Infektionen steigen schlagartig in den USA

Die Zahl der bestätigten Coronavirus-Infektionen in den USA ist am Freitag so stark angestiegen, wie noch nie zuvor an einem Tag. Die Behörden meldeten rund 18'000 neue Erkrankungen. Damit wächst die Zahl der bekannten Fälle auf mehr als 103'000. Die USA verzeichnen die meisten bestätigten Ansteckungen weltweit.

Erst am Donnerstag hatte das Land mit seinen Fallzahlen China und Italien überholt – die beiden Pandemie-Brennpunkte in Asien und Europa. Insgesamt sind jetzt rund 1630 Todesfälle infolge des Coronavirus gemeldet. Fünf Länder haben mehr Opfer zu beklagen. 

Ärzte und Pfleger schlugen angesichts eines Patientenansturms vielerorts Alarm. So forderte medizinisches Personal mehr Schutzausrüstung. In New York, New Orleans, Detroit und anderen Brennpunkt-Städten warnten Mediziner vor einem Mangel an qualifiziertem Personal, Arzneimitteln und medizinischer Ausrüstung. Vor allem würden für die Behandlung der durch das Coronavirus ausgelösten Atemwegserkrankung Covid-19 mehr Beatmungsgeräte benötigt, hiess es.

Zurück zur Startseite