Brand in Crans-Montana Barbetreiber äussern sich erstmals: «Wir sind am Boden zerstört und voller Trauer»

SDA

6.1.2026 - 19:17

Jessica und Jacques M. betrieben die Bar «Le Constellation» in Crans-Montana. Sie wollen sich nach eigenen Angaben nicht aus der Verantwortung ziehen.
Jessica und Jacques M. betrieben die Bar «Le Constellation» in Crans-Montana. Sie wollen sich nach eigenen Angaben nicht aus der Verantwortung ziehen.
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Nach dem verheerenden Brand in der Silvesternacht melden sich die Betreiber der Bar in Crans-Montana erstmals zu Wort. Sie zeigen sich betroffen, wollen kooperieren – und stehen im Fokus der Ermittlungen.

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Keystone-SDA, Redaktion blue News

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  • Nach dem tödlichen Brand in der Bar «Le Constellation» in Crans-Montana haben sich die Betreiber erstmals öffentlich geäussert.
  • Sie betonen ihre Trauer sowie ihre Bereitschaft zur Kooperation mit den Ermittlern.
  • Gegen das Paar läuft eine Strafuntersuchung wegen fahrlässiger Tötung und weiterer Delikte, sie befinden sich jedoch nicht in Haft.

Die Betreiber der Bar «Le Constellation» in Crans-Montana VS, wo sich in der Silvesternacht eine Brandkatastrophe ereignet hatte, wollen sich nach eigenen Angaben nicht aus der Verantwortung ziehen. Das schrieben sie in einer Mitteilung an die Nachrichtenagentur AFP.

«Wir sind am Boden zerstört und voller Trauer», gaben Jacques und Jessica M. an. Es war die erste öffentliche Stellungnahme des Paares, nachdem am Samstag von der Walliser Staatsanwaltschaft eine Strafuntersuchung gegen sie wegen fahrlässiger Tötung, fahrlässiger Körperverletzung und fahrlässiger Verursachung einer Feuersbrunst eingeleitet worden war.

In der von seinen Anwälten übermittelten Erklärung versicherte das Paar, dass sie volles Vertrauen in die Ermittler hätten und helfen würden, alles aufzuklären. «Sie können sicher sein, dass wir in dieser Hinsicht voll und ganz mit ihnen zusammenarbeiten werden und dass wir nicht versuchen werden, uns in irgendeiner Weise aus der Verantwortung zu stehlen», betonte das Paar in der Mitteilung.

In dem Text erklärten sie, dass sie in «ständigen Gedanken» bei den Opfern, ihren Angehörigen und den Verletzten seien und lobten den «Mut» der Rettungskräfte.

Besitzer ist der Justiz bekannt

Insidern zufolge war Jacques M. der französischen Justiz wegen Zuhälterei bekannt. Er war demnach 2005 im Département Savoie südlich von Genf inhaftiert und 2008 zu einer Haftstrafe verurteilt worden.

Laut der französischen Tageszeitung «Le Dauphiné Libéré» mit Sitz in Grenoble wurde er beschuldigt, junge Frauen in Frankreich angeworben zu haben, um sie in einem Genfer Massagesalon arbeiten zu lassen. Dieselbe Quelle berichtete, dass M. Verurteilung mit einem Verbot, in Frankreich ein Unternehmen zu führen, verbunden war.

Laut einer anderen mit dem Fall vertrauten Quelle wurde M. in sieben weiteren Fällen angeklagt, insbesondere wegen Betruges, ohne dass es zu einer Verurteilung gekommen wäre.

Nach der Brandkatastrophe in ihrer Bar in Crans-Montana wurden Jacques und Jessica M. im Wallis weder in Untersuchungshaft genommen noch unter Hausarrest gestellt.

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