Crans-Montanas Ski-Community gedenkt den Opfern
Nach dem Brand-Inferno von Crans-Montana gedenkt die Ski-Community den Opfern mit einem Herz auf den Pisten.
05.01.2026
Nach dem Brand in der Bar Le Constellation in Crans-Montana, bei dem 40 Menschen starben, kommen neue Fragen zum Zutritt ins Lokal auf. Ein Zeuge berichtet, Jugendliche seien in der Silvesternacht über einen Seiteneingang ohne Alterskontrolle in die Bar gelangt.
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- Ein Zeuge berichtet von einem seitlichen Zugang zur Bar Le Constellation ohne Alterskontrolle.
- Demnach soll nachts ein Pin-Code den Zutritt ermöglicht haben.
- Die Behörden prüfen, ob Minderjährige unrechtmässig ins Lokal gelangten.
Nach der Brandkatastrophe in der Bar Le Constellation in Crans-Montana rücken mögliche Zugangswege zum Lokal zunehmend in den Fokus der Ermittlungen. Ein 19-jähriger Zeuge schildert gegenüber dem «Blick», dass Jugendliche in der Silvesternacht über einen seitlichen Eingang in die Bar gelangt seien – ohne Kontrolle durch den Türdienst.
Gemäss seiner Darstellung habe es neben dem Haupteingang einen Zugang gegeben, der über eine automatische Schiebetür führte. Diese sei nachts verschlossen gewesen, habe sich jedoch mit einem Pin-Code öffnen lassen. Wer diesen Code gekannt habe, sei am Türsteher vorbeigekommen, so der Zeuge. Ob und in welchem Umfang dieser Zugang in der Unglücksnacht tatsächlich genutzt wurde, ist bislang unklar.
Mehrere Personen bestätigen, dass der Seiteneingang tagsüber von Gästen, Anwohnern und Wintersportlern genutzt wurde. Ob dieser Weg nachts offiziell als Zugang zur Bar diente oder hätte gesichert sein müssen, ist Gegenstand laufender Abklärungen.
Zahlreiche minderjährige Opfer
Neben den Todesopfern wurden mindestens 119 Personen verletzt, mehrere davon weiterhin schwer. Die Altersstruktur macht das Ausmass besonders sichtbar: Knapp die Hälfte der Opfer war noch nicht volljährig. Unter den 40 Toten seien 22 Personen aus der Schweiz, acht aus Frankreich und sechs aus Italien, heisst es von der Kantonspolizei Wallis weiter. Weitere Todesopfer stammen demnach aus Portugal, Belgien, Rumänien und der Türkei.
Unter den Schweizer Opfern sind laut der Polizei auch eine 14-Jährige, mehrere 15- bis 18-Jährige sowie junge Erwachsene bis 31. Bei den französischen Opfern reichen die Altersangaben von 14 bis 39.
Brisant ist der Vorwurf vor dem Hintergrund der Altersbestimmungen im Kanton Wallis. Demnach dürfen Jugendliche unter 16 Jahren ab 22 Uhr nur in Begleitung einer volljährigen Person eine Bar betreten. Generalstaatsanwältin Béatrice Pilloud erklärte am Montag, es sei derzeit nicht möglich zu sagen, ob sich Minderjährige unbegleitet im Lokal aufhielten. Dies werde Teil der Ermittlungen sein.
Die Staatsanwaltschaft untersucht neben der Brandursache auch mögliche Verstösse gegen Sicherheits- und Betriebsvorschriften. Ergebnisse dazu liegen bislang nicht vor.
Brandschutzexperte: «Das hätte nicht passieren dürfen»
Nach dem verheerenden Brand von Crans-Montana nimmt ein Brandschutzexperte Stellung. Er sagt, dass sich das Inferno hätte verhindern lassen.
02.01.2026