Neue Kunden im Visier Zündet Apple nächste Woche ein Produkt-Feuerwerk?

Martin Abgottspon

24.2.2026

Ein neues Günstig-Macbook soll im Zentrum der Präsentation stehen.
Ein neues Günstig-Macbook soll im Zentrum der Präsentation stehen.
Apple / Bildmontage blue News

Ohne grosse Bühne, aber mit strategischer Wucht will Apple nächste Woche offenbar gleich mehrere neue Geräte vorstellen. Im Zentrum der Produktwelle könnte ein MacBook stehen, das preislich Neuland betritt.

Martin Abgottspon

Keine Zeit? blue News fasst für dich zusammen

  • Apple plant mehrere neue Produkte, darunter neue MacBooks, iPads und ein iPhone 17e – meist mit schnelleren Chips, aber ohne neues Design.
  • Besonders spannend ist ein günstiges Einsteiger-MacBook, das unter 1'000 Franken kosten und erstmals einen iPhone-Chip statt eines M-Prozessors nutzen soll.
  • Mit eigenen Modem- und WLAN-Chips baut Apple seine technische Unabhängigkeit weiter aus und stärkt die Kontrolle über die eigene Plattform.

Ab kommender Woche will Apple mindestens eine Handvoll neuer Produkte vorstellen. Das berichtet der gut vernetzte Bloomberg-Journalist Mark Gurman diese Woche. Anders als bei klassischen Keynotes soll die Präsentation gleich über mehrere Tage hinweg per Pressemitteilung erfolgen. Flankiert wird das Ganze von einer «Apple Experience» in New York, London und Shanghai mit einem exklusiven Hands-on-Format für ausgewählte Medienvertreter und Influencer.

Im Mittelpunkt steht aller Voraussicht ein neues MacBook für Einsteiger. Es wäre das einzige Gerät mit verändertem Konzept. Statt eines Chips aus Apples M-Reihe soll erstmals ein iPhone-Prozessor verbaut werden. Der Preis soll deutlich unter 1000 Franken liegen.

Sollte sich das bestätigen, wäre dies ein Bruch mit der bisherigen Mac-Strategie. Seit dem Umstieg auf Apple Silicon positioniert der Konzern seine Macs klar im Premiumsegment. Ein günstigeres Modell mit mobilem Chip könnte nun neue Zielgruppen erschliessen – etwa Schüler, Studierende oder preisbewusste Märkte ausserhalb Europas und Nordamerikas. Passend zu dieser These wäre auch die Farbwahl der Einladung mit Grün, Gelb und Blau, welche eine jugendliche Positionierung unterstützt.

Bewährte Designs, mehr Leistung

Abseits des Einsteiger-MacBooks setzt Apple offenbar auf Evolution statt Revolution. Erwartet werden:

  • Neue MacBook-Pro-Modelle mit M5 Pro und M5 Max
  • Ein iPad Air mit M4
  • Ein neues Einsteiger-iPad (Modellreihe 11)
  • iPhone-Modelle der Reihe 17e
  • Möglicherweise ein MacBook Air mit M5

Die Geräte sollen ihre bisherigen Formfaktoren behalten und primär von neuen Chips profitieren. Das passt zur aktuellen Phase der Plattform. Apple optimiert Leistung und Energieeffizienz in kurzen Zyklen, ohne die Hardware grundlegend zu verändern.

Auffällig ist, dass neue Mac Studios mit M5 Max und M5 Ultra sowie neue Studio-Displays zwar erwartet werden, aber erst für das erste Halbjahr 2026. Hinweise liefern Lieferengpässe bei Monitoren in Apple Stores.

Nur wenige ausgewählte Journalisten und Influencer sind bei der Apple Experience nächste Woche an drei Standorten live vor Ort.
Nur wenige ausgewählte Journalisten und Influencer sind bei der Apple Experience nächste Woche an drei Standorten live vor Ort.
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Eigene Chips als strategische Unabhängigkeit

Mit dem iPhone 17e soll nicht nur ein Update der Einsteigerlinie erfolgen. Geplant sind offenbar auch Apples eigener Modemchip sowie der WLAN-Chip N1 mit Wi-Fi 7. Der Konzern treibt damit die vertikale Integration weiter voran und reduziert die Abhängigkeit von Zulieferern.

Das iPhone 17e dürfte zudem MagSafe erhalten und möglicherweise mit einer Dynamic Island ausgestattet werden – Funktionen, die bislang teureren Modellen vorbehalten waren. Die Grenze zwischen Premium- und Basissegment würde damit weiter verwischen.

Zwischen Produktpflege und Plattformstrategie

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Bislang hat Apple in diesem Jahr lediglich neue AirTags vorgestellt. Insbesondere aktualisierte MacBook-Pro-Modelle gelten als überfällig. Die nun erwartete Produktoffensive schliesst Lücken im Portfolio und synchronisiert die Geräte auf neue Chipgenerationen.

Offen bleibt, ob Apple die seit Langem angekündigte, KI-gestützte Siri präsentieren wird. Eine substanzielle Weiterentwicklung des Sprachassistenten würde in eine Phase passen, in der Wettbewerber ihre KI-Funktionen zunehmend als Differenzierungsmerkmal nutzen.

Mit einem möglichen Billig-MacBook, eigenen Modem- und WLAN-Chips sowie der flächendeckenden Einführung neuer Prozessoren verdichtet sich ein Muster: Apple optimiert nicht nur einzelne Produkte, sondern justiert systematisch seine gesamte Plattform. Entscheidend wird sein, ob diese Strategie ausreicht, um in einem zunehmend KI-getriebenen Markt die eigene Relevanz neu zu definieren.