Xperia XZ 3: Liebling, Sony hat den OLED-TV geschrumpft

Pascal Landolt

30.8.2018

Natürliche Farben, organische Formen: Das Sony Xperia XZ3. Die wahre Überraschung folgt, wenn man das Gerät umdreht.
Bluewin

Sony eröffnet die Tech-Messe IFA (30.8. - 5.9.) mit schillernden Farben: Das neue Flaggschiff-Smartphone Xperia XZ3 ist das erste Sony-Smartphone mit einem OLED-Bildschirm. «Bluewin» berichtet live vom Event aus Berlin.

Die Technologie, die in den neuen, brillanten 6-Zoll-Bildschirm des Xperia XZ3 kommt, stammt aus Sonys «Bravia»-Fernsehreihe. Im Vergleich zu herkömmlichen LCD-Screens bestechen OLEDs durch eine knackige Farbwiedergabe, wie schon unser Test von Sonys «AF-8»-TV bewiesen hat.

Nun hat Sony ja allerlei Motivation, Film-Inhalte auch unterwegs erlebbar zu machen: Schliesslich verfügen die Japaner mit Sony Pictures über ein eigenes Filmstudio. Und genau für dieses Medien-Erlebnis unterwegs ist das neue Xperia XZ3 ausgelegt.

Grosser und brillanter Bildschirm

Wie man es dreht und wendet: Das neue Xperia XZ3 sticht ins Auge. Und das ist wörtlich gemeint: Auf der Vorderseite strahlt einem der neue OLED-Bildschirm entgegen. Hier fällt gleich auf, dass Sony sich dem allgemeinen Trend hin zu mehr Bildschirm mit weniger Rand fügt.

Mehr Platz für den OLED-Display auf der Vorderseite: Sony schrumpft die Ränder mit dem XZ3.
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Und das tut dem Gerät gut: So kommt die Leuchtkraft des neuen 6-Zoll OLED-Screens mit QHD+-Auflösung und Bravia-Technologie besser zum tragen. Von vorne ist das Gerät jetzt kaum mehr von Modellen anderer Hersteller zu unterscheiden.

Der Bildschirm ist ebenfalls auf die Seiten hin leicht gebogen, ein sogenanntes «Curved»-Display. Für den haptischen Eindruck ist das ebenfalls ein Plus. Und die sanft abgerundeten Formen setzen sich auf der Rückseite fort:

Dreht man das Gerät um, glitzert die Rückseite in einem «glossy» Lack-Finish auf. Die Rückseite ist leicht nach aussen gewölbt – zum einen, um die Technik unterzubringen, zum anderen findet Sony, das Gerät liege so besser in der Hand. Auch das ist ein Faktor, um sich auch mal einen Blockbuster im Hosentaschenformat anzuschauen.

Trotz 6-Zoll-Display liegt das Xperia XZ3 gut in der Hand. Das ist auch den sanften Kurven des Gerätes vorne und hinten zu verdanken.
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Ton und Action

Weiter von Sony unterstützt wird das «Dynamic Vibration System» – Eine Art 4D-Effekt, bei dem das Gerät im Takt der Soundspur eines Videos oder Spiels vibriert. Das Feature wurde erstmals beim Xperia XZ2 vorgestellt.

Auch am Sound soll es nicht mangeln: Dafür sorgen die zwei Stereo-Lautsprecher mit einer Technik, die Sony «S-Force Front Surround» nennt.

Den Blockbuster unterwegs schauen: Sony setzt voll auf immersiven Konsum von Film und Fotos unterwegs. Dabei helfen der brillante OLED-Bildschirm wie auch die Sound- und Vibra-Funktionen.
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Kamera: Drei Modi für schnelle Aufnahmen

Doch das Xperia XZ3 ist nicht nur zum Konsumieren von Medien gedacht, die meisten Nutzer brauchen ihr Smartphone ja auch als Foto- und Videokamera. Als Kameras spendiert Sony seinem neuen Flaggschiff eine 19-Megapixel Hauptkamera, die auch Videos in 4K-Auflösung und HDR-Farben aufnimmt.  Selfies werden mit einer 13-Megapixel-Frontkamera aufgenommen. 

Um keine Aufnahme zu verpassen, lässt sich die Kamera des XZ3 jetzt auf ganze drei Arten aktivieren: Entweder per dediziertem Kamera-Auslöser, klassisch per Klick auf das Kamera-App-Icon und ganz neu auch mit einer automatischen Startfunktion, bei der das Handy gleich in den Kameramodus wechselt, wenn es aus der Hosentasche gezogen und im Querformat auf ein Sujet gerichtet wird.

Die abgerundete Rückseite im «Gloss»-Look ist nicht nur optisch ein Hingucker, sondern liegt auch gut in der Hand.
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Das ist sonst neu

Mit dem fast randlosen Display wagt Sony auch etwas Neues: Mit der «Side Sense»-Funktion lässt sich per Fingertipp auf den Displayrand ein weiteres Menü aufrufen, in dem Apps gestartet oder Einstellungen vorgenommen werden können. In einem ersten Hands-on-Versuch funktionierte das schon ganz gut und vereinfacht zudem die Bedienung des Geräts mit einer Hand.

Im Innern des Xperia XZ3 verrichtet ein Qualcomm Snapdragon 845 mit acht Prozessorkernen seinen Dienst, unterstützt von 4 Gigabyte RAM und einem internen Speicher von 64 Gigabyte, der sich per SD-Karte um weitere 512 GB erweitern lässt. Mit 3'300 mAh ist der Akku nicht ganz so gigantisch wie der des Samsung Galaxy Note 9 oder des Huawei P20 Pro mit 4'000 mAh. Wie sich das Gerät mit einer Batterieladung schlägt, werden wir in einem späteren Test eruieren.

Das nach IP 65/68 wasser- und staubgeschützte Xperia XZ3 wird ab Oktober mit Android 9.0 «Pie» in den Farben Black, White Silver, Forest Green und Bordeaux Red für 899 Franken als Single- und Dual-SIM-Variante verfügbar sein.

Die Farbpalette des Xperia XZ3: Passend zum Herbst.
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