«Anständigste und mutigste Menschen» Michelle Obama äussert sich zum Tod von Rob und Michele Reiner

Wilhelm Flemmer

16.12.2025

Die ehemalige First Lady Michelle Obama zeichnet ein ganz anderes Bild von Rob und Michele Reiner als US-Präsident Donald Trump.
Die ehemalige First Lady Michelle Obama zeichnet ein ganz anderes Bild von Rob und Michele Reiner als US-Präsident Donald Trump.
Archivbild: Jacquelyn Martin/AP/dpa

Der Tod von Regisseur Rob Reiner und seiner Frau Michele erschütterte nicht nur Hollywood. Nun hat sich auch die ehemalige First Lady Michelle Obama über die tragischen Ereignisse geäussert.

Wilhelm Flemmer

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  • Michelle Obama hat sich im US-Fernsehen über den tragischen Tod von Rob Reiner und dessen Frau Michele geäussert.
  • Sie und ihr Mann Barack Obama wollten die Reiners am Tag ihres Todes «eigentlich treffen», sagte die 61-Jährige in der Sendung «Jimmy Kimmel Live!».
  • Die Obamas und die Reiners waren seit vielen Jahren gut befreundet.
  • Der Regisseur Rob Reiner und seine Frau Michele wurden am Sonntag in ihrem Haus in Los Angeles leblos aufgefunden.
  • Ihr gemeinsamer Sohn Nick wird verdächtigt, seine Eltern erstochen zu haben.
  • Der 32-Jährige sitzt derzeit wegen Mordverdachts im Gefängnis.

Nach dem gewaltsamen Tod des US-Regisseurs Rob Reiner («Harry und Sally») und seiner Ehefrau Michele hat sich auch die ehemalige First-Lady Michelle Obama über die tragischen Ereignisse geäussert.

In der Late-Night-Show «Jimmy Kimmel Live!» sagte die Autorin und Rechtsanwältin am Montag, sie und ihr Ehemann Barack Obama hätten die Reiners an dem Tag, als ihr Tod publik wurde, «eigentlich treffen» wollen. Sie kannten die beiden «seit vielen, vielen Jahren». 

Das mögliche Tatmotiv ist noch unklar

Rob und Michele Reiner waren am Sonntagnachmittag leblos mit Stichwunden in ihrem Haus in Los Angeles gefunden worden. Als Tatverdächtiger wurde wenige Stunden später in der Innenstadt von Los Angeles ihr gemeinsamer Sohn Nick festgenommen.

Der 32-Jährige, der seit seiner Jugend drogenabhängig ist und Berichten zufolge unter psychischen Störungen leidet, sitzt derzeit wegen Mordverdachts im Gefängnis. Das mögliche Tatmotiv ist noch unklar. 

Die Reiners hätten zu den «anständigsten und mutigsten Menschen» gehört, die man sich vorstellen könne, sagte Michelle Obama im Gespräch mit Jimmy Kimmel. «Sie waren schon immer leidenschaftliche Menschen, die – in einer Zeit, in der es nicht viel Mut gibt – bereit waren, für das, was ihnen wichtig war, einzustehen. Und ihnen war ihre Familie wichtig.» Sie seien «weder gestört noch verrückt» gewesen, so Obama, die in der Sendung ihr neues Buch «The Look» vorstellte.

Kritik an Donald Trump 

Mit der Charakterisierung der Reiners nahm die 61-Jährige offenbar Bezug auf die zynischen Aussagen von US-Präsident Donald Trump.

Der hatte den liberalen Filmemacher Reiner auf seinem sozialen Netzwerk Truth Social als «gequälten und kämpfenden» Menschen bezeichnet, der gestorben sei, weil er mit seiner Aufregung über den US-Präsidenten Wut ausgelöst habe.  In einer Fragerunde mit Reportern erklärte Trump später, der Regisseur sei eine «geistesgestörte Person» gewesen. 

Die Äusserungen des Präsidenten hatte in seiner Sendung auch Kimmel scharf kritisiert. «Jemanden zu beleidigen, der gerade ermordet wurde und Kinder hinterlässt, ohne auch nur die geringste Ahnung zu haben, was tatsächlich geschehen ist – das ist so hasserfüllt und widerwärtig», sagte der Moderator zu Beginn der Show.  Er bezeichnete Trump als «verkrustetes Hirn», das die «die Kontrolle über unsere Leben» habe. 


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