Serie «Ferien in der Schweiz» Eine der schönsten Ecken der Schweiz: Der Jura

Meret Meier, Nachhaltigkeitsblog

13.7.2018

Das Gute liegt so nah: Ausflüge in der Schweiz sind nicht nur gut für die einheimische Wirtschaft, sondern belasten die Umwelt massiv weniger als ein Städtetrip per Flugzeug. Wir liefern in unserer sechsteiligen Sommer-Serie «Ferien in der Schweiz» die Tipps dazu – unser drittes Ziel: Der Jura.

Der Jura ist mehr als der jüngste Kanton links oben auf der Landkarte. Der Mittelgebirgszug, von dem knapp ein Drittel zur Schweiz gehört, erstreckt sich über mehrere Kantone und ist gemessen an seiner landschaftlichen Schönheit erstaunlich unentdeckt.

Das wollen wir ändern und raten vorab: Am besten nehmen Sie sich zwei Tage Zeit für diese wunderschöne Ecke des Landes.

Eine Klimaanlage für Nostalgiker

Die Region ist zwar weniger dicht besiedelt als andere Landesteile, dennoch aber relativ gut erschlossen mit dem öffentlichen Verkehr. Versuchen Sie Ihre Reise so zu planen, dass Sie mindestens einmal mit der charmanten Schmalspurbahn der Chemins de fer du Jura fahren können.

Das Wagenmaterial ist in die Jahre gekommen und verfügt über keine Klimaanlage – beziehungsweise nur eine natürliche: einfach das Fenster runterlassen. Wann haben Sie das letzte Mal ihren Kopf in den Fahrtwind eines Zuges strecken können?

Einheimische Kost: Tête de Moine und Absinth

Mit dem Zug erreichen Sie Ortschaften wie Porrentruy oder Delémont, die selbst unter der Woche eine Gemütlichkeit ausstrahlen, welche ansteckend ist und angenehmes Ferienflair verbreitet.

Beide Orte liegen an der Route Verte, einer E-Bike-Route, die von Schaffhausen bis Genf führt. Auf ihr passiert man nicht nur die Naturschutzgebiete der Freiberge oder den Lac de Joux, sondern auch kulinarische Höhepunkte wie die Absinth-Brennereien im Val de Travers oder einen Tête-de-Moine-Automaten in Saignelégier.

Wandern durch die Energiezukunft der Schweiz

Für eine leichte Wanderung eignet sich der Erlebnispfad vom Mont Soleil auf den Mont Crosin. Diese Strecke bietet überdies interessante Ausführungen zum Thema Energie, weil sie das Sonnenkraftwerk Mont Soleil mit dem Windkraftwerk Mont Crosin verbindet. Beide brechen Schweizer Rekorde:

– Mont Soleil ist das grösste Sonnenkraftwerk der Schweiz. 4500 Quadratmeter Silizium-Solarzellen auf 20’000 Quadratmetern Landfläche (entspricht drei Fussballfeldern) wandeln Sonnenlicht direkt in jährlich rund 600’000 Kilowattstunden Strom um, was in etwa dem Bedarf von 200 Haushalten entspricht. Die Anlage leistet zudem einen Beitrag zur Forschung und Entwicklung der Photovoltaik und zeigt die Möglichkeiten der Sonnenenergienutzung auf.

– Mont Crosin ist das bisher grösste in der Schweiz erbaute Windkraftwerk dieser Art. Es umfasst momentan 16 Windräder, Führungen durch die Anlage sind möglich.

Etwas länger marschiert man hoch zum Creux du Van, einer natürlichen Felsenarena, die jede und jeder einmal im Leben gesehen haben muss: Der vier Kilometer lange und über einen Kilometer breite Talkessel gibt mit seinen steil abfallenden Felsenwänden einen guten Einblick in die Geologie und Jurafaltung. Unten entspringt die Fontaine Froide, eine Quelle, deren Wasser das ganze Jahr vier Grad kalt ist.

Unterkünfte mit Nachhaltigkeit

Um all das zu sehen und zu machen, braucht es – wir haben es eingangs verraten – mehr als einen Tag. Wo also übernachten? Wir empfehlen:

– Im Eco-Chalet Bel Oiseau am Rand des mittelalterlichen Städtchens Saint-Ursanne ist alles aus natürlichen Materialien hergestellt: Holz, Stroh, Recycling-Karton und Schafwolle gehören dazu. Das Ufer des Doubs und ein Naturschutzgebiet liegen nur wenige Gehminuten entfernt.

– Das Bio-Hotel L'Aubier in Montezillon gilt als erstes Öko-Hotel der Schweiz. Hier geniesst man einen wunderbaren Blick auf Alpen und Neuenburgersee. Die Küche ist mit den Labels Knospe, Demeter und Goût-Mieux zertifiziert und in der hauseigenen Boutique sind nur Lebensmittel aus biodynamischer oder biologischer Produktion erhältlich.

Sommerserie «Ferien in der Schweiz»

Die Sommer-Serie des Nachhaltigkeitsblogs von «Bluewin» liefert Tipps und Infos, wie Sie die heissen Tage in der Schweiz mit vielen schönen Erlebnissen gestalten können. Das Gute liegt so nah: Ausflüge in der Region sind nicht nur gut für die einheimische Wirtschaft, sondern belasten die Umwelt massiv weniger als ein Städtetrip per Flugzeug – bisher erschienen: Biel und das Entlebuch.

Über den Nachhaltigkeitsblog

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Meret Meier ist im Corporate Responsibility Team von Swisscom Expertin für soziale Verantwortung, Jugendmedienschutz und Kommunikation.
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