Die Schweiz trauert Historisch traurig, historisch berührend, historisch verbindend

Valérie Glutz

9.1.2026

Das war der Nationale Trauertag

Das war der Nationale Trauertag

Bewegte Menschen, bewegende Worte und hoher Staatsbesuch aus Frankreich. Das war der Nationale Trauertag in Gedenken an die Opfer des Unglücks von Crans-Montana.

09.01.2026

Um 14 Uhr am 9. Januar 2026 stand die Schweiz still. Eine landesweite Schweigeminute und das Läuten der Kirchenglocken erinnerten an die Opfer der Brandkatastrophe von Crans-Montana. In Martigny gedachten Politik, Einsatzkräfte und Angehörige gemeinsam der 40 Todesopfer.

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Redaktion blue News, Nicolas Barman

Das Wichtigste im Überblick

Um Punkt 14 Uhr wurde es still in der Schweiz. Das öffentliche Leben kam für eine Minute zum Erliegen, während in Städten und Dörfern die Kirchenglocken läuteten. Die landesweite Schweigeminute galt den Opfern der Brandkatastrophe von Crans-Montana, bei der in der Silvesternacht 40 Menschen ums Leben kamen.

Zentrum des nationalen Gedenkens war Martigny. Dort versammelten sich rund 700 geladene Gäste, darunter etwa 150 Angehörige der Opfer, zahlreiche Einsatzkräfte sowie Vertreter aus Politik und Gesellschaft. Die Zeremonie wurde live übertragen und international verfolgt.

Der Walliser Staatspräsident Mathias Reynard fand eindringliche Worte. «Dieser Tag wird unvergessen bleiben», sagte Reynard. Viele der Opfer seien Jugendliche gewesen. «Nichts an diesem Drama ist ihre Schuld. Als Erwachsene und politisch Verantwortliche ist es unsere Pflicht, im Namen der Gemeinschaft um Vergebung zu bitten.» Seine Worte wurden im Saal in stillem Gedenken aufgenommen.

Bewegende Beiträge dreier Menschen

Auch Guy Parmelin, Bundespräsident der Schweiz, wandte sich an die Bevölkerung. «Heute bildet die Schweiz eine einzige Gemeinschaft der Trauernden», sagte Parmelin. Der Gedenktag sei nicht nur ein Akt des Erinnerns, sondern auch ein Zeichen der Solidarität mit den Verletzten, den Hinterbliebenen und allen Betroffenen.

Besonders bewegend waren die Beiträge dreier junger Menschen, die in der Nacht des Brandes selbst in Crans-Montana gewesen waren. In kurzen Ansprachen richteten sie sich an eine Generation, die durch das Ereignis tief erschüttert wurde. «Sagt euren Liebsten, dass ihr sie liebt. Nicht morgen, sondern heute», sagte eine der Jugendlichen unter Tränen.

Nach der Schweigeminute löste sich das landesweite Innehalten langsam auf. Der Tag jedoch bleibt. Als Moment des gemeinsamen Gedenkens – und als Mahnung.

  • Liveticker
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  • 16.50 Uhr

    Pressekonferenz

    blue News berichtet jetzt im Ticker zur Tragödie von Crans-Montana über die weiteren Ereignisse.

  • 16.20 Uhr

    Gedenken beim Fraumünster

    Von Noemi Hüsser, Zürich

  • 15.40 Uhr

    Viele Menschen im Fraumünster

    Von Noemi Hüsser, Zürich

    Der Gedenk-Gottesdienst im Fraumünster ist gut besucht.
    Der Gedenk-Gottesdienst im Fraumünster ist gut besucht.
    blue News

    Auch im Fraumünster fand ein Gedenkanlass für die Opfer der Brand-Katastrophe von Crans-Montana statt. Dieser war gut besucht.

    Nach dem Gottesdienst legen zahlreiche Menschen vor dem Fraumünster Blumen nieder. Auch Feuerwehrleute und Rettungssanitäter nehmen am Anlass teil. Es werden mehrere Gebete von verschiedenen Religionsvertretern gesprochen. 

    Zahlreiche Menschen legen vor dem Fraumünster Blumen nieder.
    Zahlreiche Menschen legen vor dem Fraumünster Blumen nieder.
    blue News
  • 15.30 Uhr

    Walliserin trauert in Zürich

    Nationaler Trauertag: Gottesdienst im Fraumünster

    Nationaler Trauertag: Gottesdienst im Fraumünster

    09.01.2026

    Eine Walliser Bürgerin besucht den Gedenkgottesdienst im Fraumünster. «Ich bin in Gedanken mit den Opfern», sagt sie.

  • 15.11 Uhr

    In Crans-Montana wird bei der Inferno-Bar getrauert

    Von Petar Marjanović, Crans-Montana

    Zahlreiche Trauernde bei der Bar «Le Constellation» in Crans-Montana.
    Zahlreiche Trauernde bei der Bar «Le Constellation» in Crans-Montana.
    blue News

    Zahlreiche Trauernde haben sich nun auf den Weg zur Inferno-Bar «Le Constellation» gemacht. Dort wollen sie noch einmal den Opfern gedenken, die in der Silvesternacht ums Leben kamen. 

  • 14.57 Uhr

    Die Gedenkfeier ist beendet

    Die offizielle Gedenkfeier ist beendet. Nun wird noch ein Lied auf dem Klavier gespielt. Jede anwesende Person hat eine weisse Rose erhalten – und soll sie nun an der Gedenkstätte niederlegen.

    Mathias Reynard mit einer weissen Rose.
    Mathias Reynard mit einer weissen Rose.
    KEYSTONE
  • «Es war eine apokalyptische Szene» – Jetzt sprechen Überlebende des Infernos

    Nationaler Trauertag: Rede der Jugendlichen Marie Albrecht

    Nationaler Trauertag: Rede der Jugendlichen Marie Albrecht

    Nun sprechen drei junge Menschen, die den Abend erlebt und überlebt haben. Sie lesen gemeinsam einen Text vor.

    09.01.2026

    Nun sprechen drei junge Menschen, die den Abend erlebt und überlebt haben. Sie lesen gemeinsam einen  Text vor.

    «Guten Tag. Tief betroffen ergreifen wir heute das Wort, um der Opfer zu gedenken. Dieser Abend, der den Beginn eines Neuanfangs hätte markieren sollen, endete in einem Albtraum. An diesem Abend trafen wir uns gegenüber der Bar Le Constellation. Die Bilder waren unerträglich: schrille Schreie, Brandgeruch – es war eine apokalyptische Szene. Diese Szenen werden wir nie vergessen, aber wir wollen sie in Kraft verwandeln. Wir gedenken euch. Lasst uns nicht länger warten, um unseren Liebsten zu sagen, dass wir sie lieben.

    Das Drama, das Crans-Montana heimgesucht hat, beschränkt sich nicht auf die Schweiz, sondern betrifft Menschen international. Es spielt keine Rolle, ob wir französisch oder schweizerisch sind – wir sind alle betroffen. Das Gefühl der Ohnmacht, das wir empfanden, war erschütternd. Wir möchten der Polizei, der Feuerwehr, den Ersthelfern und allen Beteiligten danken.»

    An die Jugendlichen, die uns zuhören: Wir wachsen in einer schwierigen Welt auf. Wir bewundern die jungen Menschen, die nicht aufgeben. Jede Anstrengung zählt – auch die, die niemand sieht. Vielleicht wird es euch nicht oft genug gesagt: Wir sind stolz auf euch. Bleibt stark. Geniesst jeden Augenblick in vollen Zügen. Wir können den Tagen Leben hinzufügen.

    An die Jungen, die uns zuhören: Wir leben in einer manchmal ungerechten und fragilen Welt. Trotzdem kämpft unsere Generation weiter für das, woran sie glaubt. Es gibt noch so viel zu tun – aufzubauen, zu reparieren, zu gestalten.Wir sehen junge Menschen, die sich weigern aufzugeben und für das kämpfen, was sie begeistert. Vergesst das nie. Jede Anstrengung zählt – auch die, die niemand sieht. Ihr gebt euer Bestes in einer Welt, die euch nicht immer verschont.

    Wir sind stolz auf euch. Bleibt stark und aufrecht. Geniesst jeden Augenblick, egal wie zerbrechlich er sein mag.»

  • Grosse Trauer in Crans-Montana

    Von Petar Marjanović aus Crans-Montana

    Nationaler Gedenktag: Tiefe Trauer in Crans-Montana

    Nationaler Gedenktag: Tiefe Trauer in Crans-Montana

    Trotz starkem Schneefall harren zahlreiche Menschen auf dem Dorfplatz von Crans-Montana aus und verfolgen die Gedenkfeier in Martigny. Viele Personen liegen sich in den Armen, es fliessen Tränen.

    09.01.2026

    Trotz starkem Schneefall und rund Minus 3 Grad harren zahlreiche Menschen auf dem Dorfplatz von Crans-Montana aus und verfolgen die Gedenkfeier in Martigny. Viele Personen liegen sich in den Armen, es fliessen Tränen. Die Stimmung ist gedrückt, der Vorfall erschüttert das Dorf tief. 

  • 14.39 Uhr

    Guy Parmelin: «Wir haben gespürt, dass wir in solchen schwierigen Zeiten nicht alleine stehen»

    Nun spricht Guy Parmelin: «Der Beginn dieses Jahres sollte von den üblichen Versprechen begleitet sein, die man normalerweise auf leeren Seiten macht», beginnt Parmelin.

    «Es bietet uns jetzt die Gelegenheit, zusammenzufinden. Unsere Verbundenheit wird das nicht leichter machen. Aber wenn sie dazu beitragen kann, unsere Trauer zu mildern, hat sie ihren Zweck erfüllt. Unser Land verneigt sich vor dem Angedenken derer, die nicht mehr unter uns sind.»

    «Es waren viele, die hier in den Ferien waren. Hier hat ihr Leben eine andere Wendung gefunden, wo sie eigentlich der Freude hätte dienen sollen. Das Land hat ein offenes Ohr für die Familien, deren Leben so brutal verändert wurde. Unser Land möchte auch die tiefste Dankbarkeit ausbringen für die Unterstützung der nationalen und internationalen Solidarität.»

    Weiter betont er, man werde alles daran setzen, dass die Wahrheit ans Licht kommt. Die Verstorbenen hätten ihr Leben in einer Bar verloren, die den Namen einer Sternenkonstellation trägt – nun werden sie «in unserer Erinnerung weiter strahlen».

    «Wir haben gespürt, dass wir in solchen schwierigen Zeiten, nicht alleine stehen», so Parmelin. «Undenkbar, unaussprechlich, unsichtbar» – diese Wörter würden unsere Fassungslosigkeit beschreiben.

    Jetzt wird wieder Musik gespielt.

  • 14.21 Uhr

    Mathias Reynard: «Einer für alle, alle für einen»

    Nationaler Trauertag: «Einer für alle, alle für einen»

    Nationaler Trauertag: «Einer für alle, alle für einen»

    Der Walliser Staatsratspräsident Matthias Reynard kämpft während seiner Rede mit den Tränen. Er beschwört die Schweizer Einheit mit den Worten: «Einer für Alle, alle für einen»

    09.01.2026

    Nun spricht Präsident des Walliser Staatsrats Mathias Reynard: «Liebe Familien, Angehörige, Damen und Herren – in Titeln und Funktionen», beginnt er.

    «Diesen Tag werden wir nie vergessen», fährt er fort. «In den ersten Stunden des neuen Jahres verwandelte es sich in einen Albtraum. In den ersten Stunden des neuen Jahres haben 40 Menschen ihr Leben verloren, 116 Verletzte, einige sehr schwer.»

    Wir sind heute hier versammelt, um das Andenken dieser Seelen zu ehren. Wir sind für die Verletzten hier. Diejenigen, die im Moment um ihr Leben kämpfen. Ihre Abwesenheit ist schmerzlich. Kein Satz kann jemals diese Lücke füllen. Aber Schweigen würde nicht ausreichen. Deshalb sprechen wir. Um unsere Trauer auszudrücken. Um unsere Solidarität zu bekunden.

    Als einfacher Mensch spreche er zu den Familien: «Wir sind bei ihnen. Bei ihren Müttern, Vätern, Brüdern, Schwestern, Freunden, Grosseltern, Liebenden, Klassenkameraden. Seit dieser Nacht ist kein Augenblick vergangen, an dem wir nicht an sie gedacht haben. Unsere Gedanken und Gebete sind bei ihnen. Bei den trauernden Familien und Angehörigen, die in Angst und Unsicherheit leben.

    Angesichts dieser Ohnmacht gilt es, die Unterstützung von allen Ländern und überall zu sehen.»

    Er dankt allen Personen, die involviert waren. Im Krankenhaus und denen, die das Leben Hunderter retten. «Im Namen der Walliser Regierung und Bevölkerung möchte ich dem eingesetzten Team Anerkennung und Dankbarkeit aussprechen. Danke an die Schweizer und ausländischen Spitäler, die angeboten haben, zu helfen.

    Die Anwesenheit von Staatschefs aus befreundeten Ländern freut uns.

    Sie zeige, wie die Schweiz nun agiere: «Einer für alle, alle für einen». 

    Als Erwachsene und politische Angehörige ist es das Mindeste, um Entschuldigung zu bitten. Damit werden wir unserer Würde gerecht.

    Euer Leid und eure Ängste sind berechtigt. Ihr habt das Recht zu weinen, aber auch wieder zu lachen. Euer Schmerz ist gross, genau wie eure Fähigkeit, zu leben und zu lieben.

    Zum Schluss sagt er: «Gemeinsam und vereint werden wir voranschreiten in einen unbesiegbaren Sommer».

  • 14.11 Uhr

    «Wir sind hier, zerbrochen»

    «Diese Feier soll offen für alle sein, egal welcher Religion man angehört», so Aymon. Nun folgt eine ökumenische Lesung durch die Schauspielerin und Regisseurin Olivia Seigne:

    «Es ist etwas passiert, was nicht hätte geschehen dürfen. Fragen bleiben: Warum? Wir halten inne in einer schweren Stille. Ein Atemzug für das, etwas fehlt. Für das, was nicht mehr gesagt, nicht mehr gelebt, nicht mehr geteilt werden kann. Warum? Wir denken an die Verletzten, an jene, die Schmerzen tragen, die um ihr Leben ringen, die Zeit brauchen, um wieder Vertrauen zu fassen in den eigenen Körper, den nächsten Schritt, kommenden Tag. Wir sind hier, zerbrochen.»

    «Wir erinnern uns an Namen und Geschichten. Was bleibt, bleibt in uns. Was fehlt, schmerzt. Immer wieder diese Fragen: Warum? Warum du? Warum sie? Warum gerade wir? 

    Zum Schluss sagt sie: «Halt uns auch du in unserer Verbundenheit.»

    Nun wird wieder ein Klavierstück gespielt.

  • 14.07 Uhr

    Schweigeminute in Crans-Montana

    Von Petar Marjanović aus Crans-Montana

    In Crans-Montana läuten die Kirchglocken. 

    Schweigeminute in Crans-Montana

    Schweigeminute in Crans-Montana

    In Crans-Montana läuten die Kirchglocken.

    09.01.2026

  • 14.04 Uhr

    Alles steht still am Zürcher HB

    Von Noemi Hüsser, Zürich

    Eindrückliche Bilder vom Zürcher Hauptbahnhof: Während der Schweigeminute steht praktisch die ganze Bahnhofshalle still und gedenkt der Opfer von Crans Montana. Sehr viele Pendler:innen unterbrechen kurz ihre Reise und halten inne. Für eine Minute ist es in der Zürcher Bahnhofshalle sehr ruhig.

    Nationaler Trauertag: Schweigen am HB Zürich

    Nationaler Trauertag: Schweigen am HB Zürich

    Eindrückliche Bilder vom Zürcher Hauptbahnhof: Während der Schweigeminute steht praktisch die ganze Bahnhofshalle still und gedenkt der Opfer von Crans Montana

    09.01.2026

  • 14.01 Uhr

    In St. Gallen gedenkt man den Opfern

    Von Samuel Walder, St. Gallen

    Auch in St. Gallen wurde mit Glockengeläut und einer Schweigeminute der Opfer gedacht. Mehrere hundert Menschen versammelten sich trotz starkem Wind auf dem Klosterplatz, um gemeinsam innezuhalten.

    Nationaler Trauertag: Grosse Anteilnahme in St. Gallen

    Nationaler Trauertag: Grosse Anteilnahme in St. Gallen

    Auch in St. Gallen wurde mit Glockengeläut und einer Schweigeminute der Opfer gedacht.

    09.01.2026

    Auch Feuerwehr und Polizei bildeten einen Kreis und gedachten den Opfern von Crans-Montana.

    Auch die Feuerwehr in St. Gallen ist vor Ort.
    Auch die Feuerwehr in St. Gallen ist vor Ort.
    blue News
  • Schweigeminute um 14 Uhr

    Gleich beginnt die Schweigeminute für die Opfer von Crans-Montana. In Gedenken an die Opfer der Brand-Katastrophe der Silvesternacht. 

  • 13.57 Uhr

    Schweigeminute am HB

    Von Noemi Hüsser, Zürich

    Auch am Zürcher Hauptbahnhof wird auf die Schweigeminute um 14 Uhr aufmerksam gemacht.

    Die Tafel am HB weist auf die Schweigeminute hin.
    Die Tafel am HB weist auf die Schweigeminute hin.
    blue News
  • 13.55 Uhr

    Zuschauer*innen in Crans-Montana

    Von Petar Marjanović aus Crans-Montana

    Auch in Crans-Montana versammeln sich immer mehr Menschen vor dem Livestream.

    Zuschauer*innen in Crans-Montana.
    Zuschauer*innen in Crans-Montana.
    blue News
  • 13.48 Uhr

    Benoît Aymon eröffnet Zeremonie

    Der Journalist Benoît Aymon eröffnet die Zeremonie in Martigny. Er begrüsst alle Teilnehmer*innen – von Politiker*innen bis Angehörige. «Wie Worte finden? Richtige Worte und das Unsagbare zu finden? Es ist Zeit, innezuhalten, uns zu fassen als Nation. Ein einziges Wort kann aus dem Chaos auftauchen: Solidarität. in erster Linie mit den Opfern, den betroffenen Familien, Ambulanzfahrerinnen, Notfallhelfern, mit den Held*innen des Dramas, die versuchten, zu helfen. Es braucht Solidarität mit allen Angehörigen der Opfer. Solidarität mit dem Kanton und dem ganzen Land.»

    «Es ist Zeit, diesen Schmerz zu empfangen, sich Zeit zu nehmen für die Trauer», so Aymon zum Schluss. Um 14 Uhr beginnt die Schweigeminute.

    Beatrice Berrut spielt auf einem schwarzen Flügel ein Adagietto aus der 5. Sinfonie von Mahler.

  • 13.44 Uhr

    Die Trauerfeier beginnt

    Die Trauerfeier hat begonnen. Rund 1000 Sitzplätze sind in dem Saal hergerichtet.

  • 13.39 Uhr

    Sergio Mattarella ist eingetroffen

    Sergio Mattarella trifft in Martigny ein.
    Sergio Mattarella trifft in Martigny ein.
    Screenshot SRF

    Der italienische Staatspräsident Sergio Mattarella ist nun in Martigny eingetroffen.

  • 13.37 Uhr

    Die Trauerfeier beginnt in wenigen Minuten

    Die Trauerfeier beginnt in wenigen Minuten. Bundespräsident Guy Parmelin und der Präsident des Walliser Staatsrats Mathias Reynard ergreifen das Wort um 13.45 Uhr.

  • 13.33 Uhr

    Grosser Applaus in Crans-Montana

    Nationaler Trauertag: Gottesdienst Applaus

    Nationaler Trauertag: Gottesdienst Applaus

    09.01.2026

    In Crans-Montana haben soeben Angehörige der Rettungskräfte das Kongresszentrum betreten. Die Anwesenden erheben sich, es gibt minutenlangen Applaus.

  • 13.28 Uhr

    Anteilnahme auch in Crans-Montana

    Von Petar Marjanović aus Crans-Montana

    Auch in Crans-Montana füllt sich der Place du Scandia zunehmend: Immer mehr Menschen kommen zusammen, um den Livestream zu verfolgen. Auf dem Platz sind bereits rund 50 Personen. Viele von ihnen sind sichtlich bewegt, einige weinen und trauern. Viele gehen vorher noch in die Kapelle.

    blue News
  • 13.14 Uhr

    Macron ist in Martigny eingetroffen

    Von Nicolas Barman aus Martginy

    Der französische Präsident Emmanuel Macron ist soeben in Martigny eingetroffen, wie blue News Reporter Nicolas Barman meldet. Der französische Staatspräsident ist einer von zahlreichen hochrangigen Gästen, die an der Gedenkfeier in Martigny erwartet werden

    Macron ist in Martigny eingetroffen

    Macron ist in Martigny eingetroffen

    Der französische Präsident Emmanuel Macron ist soeben in Martigny eingetroffen, wie blue News Reporter Nicolas Barman meldet. Der französische Staatspräsident ist einer von zahlreichen hochrangigen Gästen, die an der Gedenkfeier in Martigny erwartet

    09.01.2026

    Bundespräsident Guy Parmelin und Staatsratspräsident Matthias Reynard begrüssen Macron in Martigny. 

    Nationaler Trauertag: Auftritt Macron

    Nationaler Trauertag: Auftritt Macron

    09.01.2026

    Macron hinterliess seine Anteilnahme auch im offiziellen Kondolenzbuch. 

    Emmanuel Macron schreibt in das Kondolenzbuch.
    Emmanuel Macron schreibt in das Kondolenzbuch.
    Screenshot
  • 12.50 Uhr

    Parmelin und Reynard ergreifen in Martigny das Wort

    Bundespräsident Guy Parmelin und der Präsident des Walliser Staatsrats Mathias Reynard werden bei der Gedenkfeier für die Opfer von Crans-Montana VS um 13.45 Uhr in Martigny das Wort ergreifen. Gemäss dem vom Kanton Wallis veröffentlichten Programm wird keine weitere politische Persönlichkeit bei dieser Feier das Wort ergreifen.

    Die Zeremonie endet gegen 15 Uhr mit einer Parade weisser Rosen.
    Die Zeremonie endet gegen 15 Uhr mit einer Parade weisser Rosen.
    AFP

    Unter den weiteren Beiträgen wird eine Botschaft an die Jugend von drei Jugendlichen vorgetragen, die in der Unglücksnacht von Silvester auf Neujahr vor Ort waren. Die Walliser Schauspielerin und Regisseurin Olivia Seigne wird ebenfalls zwei Texte vorlesen, während die Zeremonie offiziell vom Journalisten Benoît Aymon eröffnet wird.

    Es sind mehrere musikalische Einlagen geplant. Die Zeremonie endet gegen 15 Uhr mit einer Parade weisser Rosen und einem Moment des Miteinanders.

  • 12.45 Uhr

    Guy Parmelin ist in Martigny eingetroffen

    Bundespräsident Guy Parmelin ist in Martigny eingetroffen, um an der Gedenkfeier für die Opfer des tödlichen Brandes teilzunehmen.

    Guy Parmelin ist in Martigny  eingetroffen.
    Guy Parmelin ist in Martigny  eingetroffen.
    AFP
  • 12.44 Uhr

    Erste Trauergäste treffen in Crans-Montana ein

    Von Petar Marjanović aus Crans-Montana

    In Crans-Montana treffen die ersten Trauergäste unter schwierigen winterlichen Bedingungen am Kongresszentrum ein. Die Wege sind glatt und stellenweise stark vereist. Inzwischen wurde die Halle geöffnet, und die Gäste beginnen, nach und nach einzutreffen.

    Nationaler Trauertag: Trauergäste treffen ein

    Nationaler Trauertag: Trauergäste treffen ein

    In Crans-Montana sind die ersten Trauergäste auf dem Weg zum Kongresszentrum bei schwierigen winterlichen Verhältnissen. Der Weg ist sehr sehr rutschig.

    09.01.2026

    blue News wird die Trauerfeier unter freiem Himmel auf dem Place du Scandia begleiten.

  • 12.18 Uhr

    Die Fahnen tragen ein schwarzes Trauerband

    Von Petar Marjanović aus Crans-Montana

    Im Kongresszentrum in Crans-Montana übt noch der Gospelchor die letzten Strophen. Der Saal ist ansonsten noch leer. Über den leeren Stuhlreihen hängen die Schweizer- und die Walliserfahne, beide mit einem schwarzen Trauerband.

    Die Schweizer- und die Walliserfahne mit Trauerband.
    Die Schweizer- und die Walliserfahne mit Trauerband.
    blue News

    98 Journalisten aus aller Welt sind für die Trauerfeier in Crans-Montana im Kongresszentrum akkreditiert.

    Kongresszentrum in Crans-Montana

    Kongresszentrum in Crans-Montana

    Im Kongresszentrum in Crans-Montana übt noch der Gospelchor die letzten Strophen. Der Saal ist ansonsten noch leer. Über den leeren Stuhlreihen hängen die Schweizer- und die Walliserfahne, beide mit einem schwarzen Trauerband.

    09.01.2026

  • 12.17 Uhr

    Italienischer Präsident trifft Familien von Verletzten in Zürich

    Der Italienische Staatspräsident Sergio Mattarella hat am Freitag in Zürich die Familien zweier junger Italiener in einem Spital besucht, die bei der Katastrophe in Crans-Montana VS am Neujahrstag verletzt worden waren. Anschliessend reiste er nach Martigny VS, um an der nationalen Gedenkfeier für die Opfer teilzunehmen.

    Der italienische Staatschef sprach mit den Ärzten des Spitals und sprach ihnen seinen Dank aus, wie die italienische Nachrichtenagentur Ansa berichtete.

    «Ich bin hierher gekommen, um Ihnen zu danken und den Eltern der Kinder die Anteilnahme und das Mitgefühl ganz Italiens zu übermitteln, das von der Tragödie des Geschehens tief bewegt ist und hofft, dass diese jungen Menschen ihr Leben bestmöglich fortsetzen können», sagte Mattarella zu den Ärzten.

  • 12.12 Uhr

    Erste Mitglieder des Bundes eingetroffen

    Von Nicolas Barman aus Martigny

    Emmanuel Macron wird kurz vor Beginn der Feierlichkeiten eintreffen und kurz danach bereits wieder abreisen. Unterdessen sind die ersten Mitglieder des Bundes eingetroffen.

    Erste Mitglieder des Bundes eingetroffen

    Erste Mitglieder des Bundes eingetroffen

    Emmanuel Macron wird kurz vor Beginn der Feierlichkeiten eintreffen und kurz danach bereits wieder abreisen. Unterdessen sind die ersten Mitglieder des Bundes eingetroffen.

    09.01.2026

  • 11.57 Uhr

    Macron in der Schweiz angekommen

    Der französische Präsident Emmanuel Macron ist kurz nach 11.30 Uhr auf dem Flughafen Genf gelandet. Das berichtet RTS. Von dort reist er weiter nach Martigny, wo er an der Gedenkfeier für die Opfer der Brandkatastrophe von Crans-Montana teilnehmen wird.

  • 11.33 Uhr

    Trauermusik wird über die Lautsprecher gespielt

    Von Petar Marjanović aus Crans-Montana

    Beim Place du Scandia laufen die Vorbereitungen auf Hochtouren. Trotz – oder gerade wegen – des heftigen Schneefalls arbeitet der Werkdienst unermüdlich daran, den Platz freizuschaufeln, damit die erwarteten Hunderte von Gästen die Trauerfeier unter freiem Himmel zumindest einigermassen bequem verfolgen können.

    Auf zwei Grossbildschirmen wird die Zeremonie live übertragen. Derzeit erklingt leise Trauermusik über die Lautsprecher, nur wenige Menschen haben sich bislang eingefunden. Journalisten richten ihre Kameras ein und bereiten die Übertragung vor.

    Nationaler Trauertag: Trauermusik wird in Crans-Montana gespielt

    Nationaler Trauertag: Trauermusik wird in Crans-Montana gespielt

    Zur Zeit wird Trauermusik über die Lautsprecher gespielt. Nur wenige Menschen sind vor Ort. Journalisten bereiten ihre Kameras und übertragen vor.

    09.01.2026

  • 11.19 Uhr

    Gäste treffen in Martigny ein

    Von Nicolas Barman aus Martigny

    In Martigny treffen zunehmend Gäste ein, darunter auch Mitglieder des Nidwaldner Regierungsrats. Auf dem Bild zu sehen ist Landmann Othmar Filliger.

    Othmar Fillig steigt aus dem Auto aus.
    Othmar Fillig steigt aus dem Auto aus.
    blue News

    Um das Cerm in Martigny hat es sehr viele Polizist*innen. Heute werden einige Politiker*innen erwartet.

    Viele Polizisten um das Cerm in Martigny.
    Viele Polizisten um das Cerm in Martigny.
    blue News
  • 11.01 Uhr

    Crans-Montana nimmt im Kongresszentrum Abschied – jeder Platz sei reserviert

    Von Petar Marjanović aus Crans-Montana

    In Crans-Montana wird die Trauerfeier für die Gemeinde im Kongresszentrum übertragen. Jeder einzelne Platz sei reserviert, sagt eine Frau am Empfang. Wer die Trauerzeremonie vor Ort mitverfolgen möchte, kann dies voraussichtlich auf Grossbildschirmen beim «Place du Scandia» tun.

    Das Kongresszentrum in Crans-Montana am Freitagvormittag.
    Das Kongresszentrum in Crans-Montana am Freitagvormittag.
    blue News

    Bislang sind die Türen im Kongresszentrum noch geschlossen, sie werden nur für freiwillige Helfer*innen geöffnet. Die Türöffnung für geladene Gäste, die Öffentlichkeit und die Medienschaffenden ist auf 13 Uhr angesetzt.

  • 10.53 Uhr

    9 Fussballspieler verstorben

    Wie der SFV in einem Post auf seinen sozialen Medien schreibt, sind bei dem Unglück neun Fussballspieler aus drei regionalen Westschweizer Vereinen verstorben. Mehrere weitere wurden verletzt. 

  • 10.15 Uhr

    Heftiger Schneefall in Crans-Montana

    Heftiger Schneefall am Morgen des 9. Januar in Crans-Montana.
    Heftiger Schneefall am Morgen des 9. Januar in Crans-Montana.
    blue News

    In Crans-Montana hat es in der Nacht heftig geschneit. Mehrere Räumungsfahrzeuge seien pausenlos damit beschäftigt, die Strassen und Wege für die Trauergäste freizukriegen, berichtet ein blue News Reporter vor Ort. «Aber der viele Schnee macht ihnen zu schaffen.»

  • 9.44 Uhr

    Gab es einen solchen Trauertag schon mal?

    Einen vergleichbaren Moment der Trauer und des Gedenkens gab es bereits während der Corona-Pandemie 2021. Am 5. März haben landesweit die Kirchenglocken bis zu einer Viertelstunde lang geläutet, um der Opfer zu gedenken. Auch nach dem Zuger Attentat vom 27. September 2001 waren für den 1. Oktober Trauerfeierlichkeiten und eine Schweigeminute angesetzt. Und nach dem Tsunami in Südostasien nach Weihnachten 2004 gab es am 5. Januar 2005 einen nationalen Trauertag.

  • 9.08 Uhr

    Was passiert ausserhalb des Wallis?

    Der nationale Trauertag wird in der ganzen Schweiz begangen.

    Um 14 Uhr werden zudem landesweit die Kirchenglocken läuten. Zunächst werde der Stundenschlag erklingen, anschliessend ein fünfminütiges Glockengeläut als Zeichen des gemeinsamen Innehaltens und der landesweiten Verbundenheit. Der Bundesrat und die christlichen Kirchen laden die Bevölkerung ein, diesen Moment dem Gedenken an die Verstorbenen, der Solidarität mit den Verletzten und ihren Angehörigen sowie dem Dank an alle Einsatzkräfte zu widmen.

    Auch der öffentliche Verkehr beteiligt sich sichtbar am Gedenken. Die Schweizerische Bundesbahnen (SBB) setzen die Fahnen an Bahnhöfen auf Halbmast, informieren den ganzen Tag über Bildschirme, Durchsagen und die App über den Trauertag und weisen gezielt auf die Schweigeminute hin. Um 14.00 Uhr wird die Hintergrundmusik an Bahnhöfen abgeschaltet, kurz davor können Zugpfeifen als Zeichen des Gedenkens erklingen.

    Die zentrale Gedenkfeier in Martigny wird zudem live im Fernsehen und Radio übertragen, unter anderem auf SRF, RTS und RSI. Damit können Menschen im ganzen Land – und darüber hinaus – an der Zeremonie teilhaben.

  • 8.55 Uhr

    Was passiert am Freitag im Wallis?

    Am Freitag findet im Ausstellungs- und Versammlungszentrum Cerm in Martigny, 50 Autominuten von Crans-Montana entfernt, ab 13.45 Uhr eine Gedenkzeremonie statt. Organisiert hat sie der Bund gemeinsam mit der Walliser Staatskanzlei und den Landeskirchen. Das Programm der Feier umfasst Lesungen, symbolische Gesten, musikalische Darbietungen und Ansprachen von Behördenvertretern.

    Erwartet werden über 1000 geladene Gäste. Anwesend sein werden Bundespräsident Guy Parmelin, die Bundesräte Ignazio Cassis und Beat Jans sowie Bundeskanzler Viktor Rossi. Eingeladen sind auch die Angehörigen der Opfer, Religionsvertreter und Länder, die entweder direkt von der Tragödie betroffen sind oder ihre Hilfe angeboten haben.

    Aus Italien wird Staatspräsident Sergio Mattarella anreisen, aus Frankreich nimmt Präsident Emmanuel Macron teil. Auch die Präsidentin des Europäischen Parlaments, Roberta Metsola, wird teilnehmen.

  • 8.30 Uhr

    Wo findet die Gedenkzeremonie statt?

    Die Gedenkzeremonie findet im Ausstellungs- und Versammlungszentrum Cerm in Martigny, 50 Autominuten von Crans-Montana entfernt, ab 13.45 Uhr statt.

    An der Zeremonie werden über 1000 geladene Gäste erwartet.
    An der Zeremonie werden über 1000 geladene Gäste erwartet.