Nationaler Trauertag: «Einer für alle, alle für einen»
Der Walliser Staatsratspräsident Matthias Reynard kämpft während seiner Rede mit den Tränen. Er beschwört die Schweizer Einheit mit den Worten: «Einer für Alle, alle für einen»
09.01.2026
Nun spricht Präsident des Walliser Staatsrats Mathias Reynard: «Liebe Familien, Angehörige, Damen und Herren – in Titeln und Funktionen», beginnt er.
«Diesen Tag werden wir nie vergessen», fährt er fort. «In den ersten Stunden des neuen Jahres verwandelte es sich in einen Albtraum. In den ersten Stunden des neuen Jahres haben 40 Menschen ihr Leben verloren, 116 Verletzte, einige sehr schwer.»
Wir sind heute hier versammelt, um das Andenken dieser Seelen zu ehren. Wir sind für die Verletzten hier. Diejenigen, die im Moment um ihr Leben kämpfen. Ihre Abwesenheit ist schmerzlich. Kein Satz kann jemals diese Lücke füllen. Aber Schweigen würde nicht ausreichen. Deshalb sprechen wir. Um unsere Trauer auszudrücken. Um unsere Solidarität zu bekunden.
Als einfacher Mensch spreche er zu den Familien: «Wir sind bei ihnen. Bei ihren Müttern, Vätern, Brüdern, Schwestern, Freunden, Grosseltern, Liebenden, Klassenkameraden. Seit dieser Nacht ist kein Augenblick vergangen, an dem wir nicht an sie gedacht haben. Unsere Gedanken und Gebete sind bei ihnen. Bei den trauernden Familien und Angehörigen, die in Angst und Unsicherheit leben.
Angesichts dieser Ohnmacht gilt es, die Unterstützung von allen Ländern und überall zu sehen.»
Er dankt allen Personen, die involviert waren. Im Krankenhaus und denen, die das Leben Hunderter retten. «Im Namen der Walliser Regierung und Bevölkerung möchte ich dem eingesetzten Team Anerkennung und Dankbarkeit aussprechen. Danke an die Schweizer und ausländischen Spitäler, die angeboten haben, zu helfen.
Die Anwesenheit von Staatschefs aus befreundeten Ländern freut uns.
Sie zeige, wie die Schweiz nun agiere: «Einer für alle, alle für einen».
Als Erwachsene und politische Angehörige ist es das Mindeste, um Entschuldigung zu bitten. Damit werden wir unserer Würde gerecht.
Euer Leid und eure Ängste sind berechtigt. Ihr habt das Recht zu weinen, aber auch wieder zu lachen. Euer Schmerz ist gross, genau wie eure Fähigkeit, zu leben und zu lieben.
Zum Schluss sagt er: «Gemeinsam und vereint werden wir voranschreiten in einen unbesiegbaren Sommer».