Auf der Bündnerin Livia Peng (23) ruhen im Duell gegen die übermächtigen Spanierinnen alle Hoffnungen der Nati-Fans. Davon träumte sie bereits als kleines Mädchen im Tor beim FC Ems.
14 Tore in den 3 Gruppenspielen. Kein anderes Team brannte bisher nur annähernd ein solch offensives Feuerwerk ab wie unsere Viertelfinalgegnerinnen.
Egal, wie solidarisch die Schweizerinnen gegen Putellas, Bonmati & Co. verteidigen, Goalie Livia Peng dürfte wohl die meistbeschäftigte Schweizerin sein. Bisher hat sie einen Top-Job gemacht. «Livia zeigt bisher ein überragendes Turnier», sagte Ex-Nati-Trainerin Inka Grings zu blue Sport, «ihre Auftritte sind beeindruckend.»
Soll der grosse EM-Traum der vielen Nati-Fans weitergehen, müssen Peng und ihre Teamkolleginnen über sich hinauswachsen. Ihren Traum lebt sie bereits. Nach zwei Jahren bei Werder Bremen wechselt sie nach der EM zu Chelsea nach England.
Mit 13 von zuhause ausgezogen
Davon träumt sie, seit sie als 8-Jährige zu Weihnachten Goalie-Handschuhe geschenkt bekommt und damit im Nachwuchs beim FC Ems nach den Bällen hechtet. In Ems sei sie damals als «Maitli mit dem Netzli» bekannt gewesen, schrieb einst die «Bündner Woche».
Doch schon mit 13 lässt sie Graubünden hinter sicher und zieht von zuhause aus. Sie besucht in Biel das SFV-Ausbildungszentrum, wo sie bis zu sieben mal die Woche trainiert.
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Dann gehts schnell: Mit 15 wird sie Junioren-Natispielerin, mit 17 Stammtorhüterin beim Rekordmeister FCZ, mit 18 das A-Nati-Aufgebot.
Heute die bisher grösste Bühne für die Bündner Fussballerin. EM-Viertelfinal gegen die spanischen Weltfussballerinnen Putellas, Bonmati & Co.
«S'Maitli mit dem Netzli» aus Ems lebt ihren grössten Kindertraum und lässt die Nati-Fans im vollen Wankdorf und zuhause vor dem TV vom Halbfinal träumen.