Nach der jüngsten Welle der Gewalt in Mexiko waren Zweifel an der Eignung als Gastgeber der Fussball-Weltmeisterschaft laut geworden. Die Staatschefin versichert: «Es gibt kein Risiko für Besucher.»
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- Mexikos Präsidentin Claudia Sheinbaum hat nach der Gewaltwelle im Land garantiert, dass es bei der Fussball-WM «kein Risiko für die Besucher» geben werde.
- Nach dem Tod des Drogenbosses «El Mencho» war es zu Ausschreitungen und Gewalt gekommen, 74 Menschen kamen dabei ums Leben.
- Im Sommer findet die Fussball-Weltmeisterschaft in den USA, in Kanada und in Mexiko statt; der Austragungsort Guadalajara war dabei ein Zentrum der jüngsten Gewaltwelle.
Angesichts der jüngsten Welle der Gewalt nach dem Tod eines mächtigen Drogenbosses in Mexiko hat Präsidentin Claudia Sheinbaum eine Sicherheitsgarantie für die Fans bei der Fussball-Weltmeisterschaft abgegeben.
«Es gibt kein Risiko für die Besucher. Nicht das geringste Risiko», sagte die Staatschefin bei ihrer täglichen Pressekonferenz auf die Frage, welche Garantien sie geben könne, damit die Spiele wie geplant in Mexiko ausgetragen werden können. «Alle Garantien sind gegeben.»
74 Menschen ums Leben gekommen
Nach der Festnahme von Nemesio Oseguera Cervantes alias «El Mencho» am Sonntag hatten Kämpfer des Drogenkartells Jalisco Nueva Generación (CJNG) in mehreren Bundesstaaten Strassensperren errichtet, Autos in Brand gesteckt und Geschäfte angegriffen. Bei dem Zugriff und anschliessenden Gefechten kamen 74 Menschen ums Leben. Auch Kartellchef «El Mencho» erlag seinen Verletzungen.
Wegen der massiven Ausschreitungen hatte die Regierung landesweit 10'000 Soldaten entsandt. Besonders der Bundesstaat Jalisco und die dortige Hauptstadt Guadalajara waren von der Gewalt betroffen. Die Bevölkerung in der Millionenstadt wurde dazu aufgerufen, sich in Sicherheit zu bringen. In Jalisco sollen erst am Mittwoch die Schulen wieder öffnen.
Mexiko richtet die WM in diesem Sommer gemeinsam mit den USA und Kanada aus. In Mexiko-Stadt, Guadalajara und Monterrey werden insgesamt 13 Spiele ausgetragen. Bereits Ende März und Anfang April sollen in Guadalajara und Monterrey zudem jeweils zwei internationale Playoff-Partien zur Ermittlung der letzten beiden WM-Teilnehmer stattfinden.