Wundersieg gegen Spanien «Hoffentlich machen wir es wie die Männer an der WM 2010»
Am Freitag trifft die Schweizer Frauen-Nati im EM-Viertelfinal auf das übermächtige Spanien. Das weckt Erinnerungen an das Jahr 2010. Und diese nutzen die Schweizerinnen als Motivationsspritze.
Keine Zeit? blue News fasst für dich zusammen
- An der WM 2010 gewinnt die Schweizer Männer-Nati sensationell gegen den späteren Weltmeister Spanien.
- Wie damals die Männer, sind auch die Schweizerinnen am Freitag im EM-Viertelfinal gegen Spanien krasse Aussenseiterinnen.
- Alles Schnee von gestern? Nicht ganz, denn das Spiel nutzt die Nati in der Vorbereitung als Motivationsspritze.
An der WM 2010 in Südafrika werden die Schweizer Männer vom späteren Weltmeister Spanien schwindelig gespielt. Und doch jubeln am Ende die Schweizer. Denn hinten halten sie dicht und vorne drückt Gelson Fernandes den Ball in der 52. Minute irgendwie über die Linie. Die Schweiz gewinnt 1:0, niemand weiss, wie das möglich war.
Die Kräfteverhältnisse am Freitag sind vergleichbar: Die Schweizer Frauen-Nati gilt als krasser Aussenseiter und stellt sich auf ein Spiel mit wenig Ballbesitz ein.
Doch, interessiert das Spiel von damals heute noch? Ja. Tatsächlich haben sich die Schweizerinnen als Motivationsspritze Sequenzen dieses verrückten Spiels aus dem Jahr 2010 angeschaut. «Ich hatte da auch schon wieder Gänsehaut», verrät Noelle Maritz an der Pressekonferenz am Tag vor dem Spanien-Spiel. «Im Fussball ist alles möglich, egal gegen welchen Gegner man spielt. Schlussendlich zählt, wer am Ende ein Tor mehr schiesst. Wir glauben wirklich an unsere Qualitäten und unsere Chance. Hoffentlich können wir wie damals die Männer Spanien auch besiegen.»
Trainerin Pia Sundhage ergänzt, dass die Idee von Johan Djourou gekommen sei. «Geschichten auszutauschen, darum geht es im Leben. Johan hat sehr emotional darüber gesprochen. Das Austauschen von Geschichten bringt uns zusammen und gibt uns viel Energie. Und es führt uns vor Augen, dass mit der richtigen Einstellung alles möglich ist.»
Dass es ein hartes Stück Arbeit wird, da sind sich alle bewusst. Auch, dass es eine Portion Glück brauchen wird. «Aber das Glück kann man auch erzwingen», zeigt sich Sundhage zuversichtlich.