Coronavirus Flughafen Zürich meldet historischen Tiefstand – Bern verbietet weiterhin alle Demos

Agenturen/red.

14.5.2020

Die Schweiz will ihre Grenzen zu den Nachbarländern rasch wieder öffnen. Und: Der Bundesrat will Fussball- und Eishockeyligen mit 350 Millionen Franken unterstützen. Währenddessen hält Bern am Demonstrationsverbot fest, und der Flughafen Zürich meldet einen neuen Negativ-Rekord. Die Entwicklungen des Tages im Überblick.

Die Schweiz will die Grenzen zu Deutschland, Österreich und Frankreich per 15. Juni vollständig öffnen. Das bestätigte am Mittwoch das Eidgenössische Justiz- und Polizeidepartement (EJPD). Voraussetzung bleibt, dass die Pandemie weiterhin gut in Schach gehalten werden kann. Innert eines Tages wurden 33 Neuinfektionen mit dem Coronavirus registriert. Ausserdem informierte Justizministerin Karin Keller-Sutter auf einer Medienkonferenz zu dem Thema. Für binationale, unverheiratete Paare sollen Lockerungen schon vor dem 15. Juni erfolgen, verkündete Keller-Sutter. Eine Grenzöffnung zu Italien soll erst in einer dritten Lockerungsetappe thematisiert werden.

Neben der Justizministerin trat am Nachmittag auch Sportministerin Viola Amherd vor die Presse. Sie sicherte dem Schweizer Sport eine finanzielle Unterstützung von bis zu 500 Millionen Franken zu, 350 Millionen davon sind für Eishockey- und Fussballligen vorgesehen. Hilfe sollen auch die rund 60 internationalen Sportverbände erhalten, die ihren Sitz in der Schweiz haben. Ausgenommen davon sind IOK, FIFA und UEFA. Die Gelder sind allerdings mit Verpflichtungen und Auflagen verbunden. Es muss ein solidarisch getragener Sicherheitsfonds für künftige Risiken geschaffen werden und die Bundesdarlehen dürfen nicht für die Deckung überdurchschnittlicher Spielersaläre verwendet werden. Zudem muss die Nachwuchsarbeit weiter gefördert werden.



Der Bundesrat stellt derweil 175 Millionen Franken bereit, um international humanitäre Hilfe zu leisten. Damit unterstützt er unter anderem die Entwicklung, die Produktion und den Zugang zu Diagnostika, Therapien und Impfstoffen im Kampf gegen die Corona-Pandemie. Ausserdem hat der Bundesrat beschlossen, dass die zentrale schweizerische Maturitätsprüfung im Sommer 2020 trotz Corona-Pandemie angepasst stattfinden wird.

Abgesehen davon verständigte sich die Berner Stadtregierung auf eine Fortsetzung des Demonstrationsverbots. Zudem forderte der Touring Club Schweiz (TCS) eine sofortige Öffnung von Camping-Plätzen, und der Flughafen Zürich verbuchte im April mit knapp 27'000 Reisenden das niedrigste Passagieraufkommen seit 1952.

Die Ereignisse des Tages im Überblick

Das Wichtigste im Überblick

  • Der Flughafen Zürich beklagt die schlechtesten Passagierzahlen seit 68 Jahren. Nur knapp 27'000 Reisende nutzten den Airport im April.
  • Der Bund will den Schweizer Sport mit bis zu 500 Millionen Franken unterstützen. 350 Millionen davon sind für Eishockey- und Fussballligen vorgesehen.
  • Unterstützung sollen auch die rund 60 internationalen Sportverbände erhalten, die ihren Sitz in der Schweiz haben. Ausgenommen davon sind IOK, FIFA und UEFA.
  • Die Schweiz will die Grenzen zu Deutschland, Österreich und Frankreich per 15. Juni vollständig öffnen. Das gab Justizministerin Karin Keller-Sutter bekannt.
  • Eine Lockerung der Grenzkontrollen gegenüber Italien soll zu einem späteren Zeitpunkt erfolgen.
  • In der Schweiz sind innert eines Tages 33 Neuinfektionen mit dem Coronavirus registriert worden.

22 Uhr: Wir beenden unseren Live-Ticker

21.25 Uhr: Hundertjährige Russin überlebt Corona-Infektion

In Russland ist eine Patientin nach einer Coronavirus-Infektion an ihrem 100. Geburtstag als geheilt aus dem Krankenhaus entlassen worden. Im russischen Fernsehen war am Mittwoch zu sehen, wie Pelageja Pojarkowa in einem Rollstuhl und mit Gesichtsmaske sowie einem Strauss roter Rosen das Moskauer Krankenhaus verliess.

Die Hundertjährige hatte sich in einem anderen Krankenhaus während einer Routinebehandlung bei einem Patienten infiziert. Das Coronavirus ist besonders für Ältere und Menschen mit chronischen Erkrankungen gefährlich. Die gebürtige Moskauerin überstand die Infektion jedoch und benötigte nach Klinikangaben nicht einmal eine Intensivbehandlung. «Sie hat sich als zähe alte Dame erwiesen», sagte der stellvertretende Direktor des Moskauer Krankenhauses, Wsewolod Belusow, dem russischen Fernsehen.

20.55 Uhr: Italien beschliesst 55-Milliarden-Paket

Mit einem neuen Hilfspaket in Höhe von rund 55 Milliarden Euro will Italiens Regierung der notleidenden Wirtschaft und den Bürgern aus der Corona-Krise helfen. Das entsprechende Programm stellte Ministerpräsident Giuseppe Conte am Mittwoch in Rom vor. «Wir haben Tag und Nacht daran gearbeitet», sagte er. Geplant sind Stützungsmassnahmen für Wirtschaftszweige wie Tourismus, Landwirtschaft, Bau und Kultur. Dazu kommt Geld für Arbeitslose und Familien. So soll es Zuschüsse für Babysitter gebe, da Schulen und Kitas weiter geschlossen sind.

Auch das Gesundheitssystem und die Schulen sollen mit Milliardenspritzen gestärkt werden. Ausserdem will die Regierung Programme für mittlere und kleine Unternehmen auflegen.

Mit einem umfangreichen Hilfspaket will Ministerpräsident Giuseppe Conte Italien wieder auf die Beine helfen. (Archivbild)
Mit einem umfangreichen Hilfspaket will Ministerpräsident Giuseppe Conte Italien wieder auf die Beine helfen. (Archivbild)
Bild: Keystone

Das umfangreiche Paket war im April angekündigt worden und hatte sich mehrfach verzögert. Es ist unter dem Namen Dekret zur Wiederbelebung («Decreto Rilancio») bekannt. Die Details sorgten vorab für viel Tauziehen mit den Wirtschaftsverbänden. Es gab mehrfach Streit über verschiedene Massnahmen in der Regierungskoalition, in der Sozialdemokraten (PD) und die Fünf-Sterne-Bewegung die stärksten Kräfte sind.

20.38 Uhr: Mehr als 27'000 Todesfälle in Frankreich

In Frankreich sind mehr als 27'000 Menschen in Folge einer Infektion mit dem Coronavirus gestorben. Seit Beginn der Pandemie seien 27'074 Todesfälle registriert worden, teilte das Gesundheitsministerium am Mittwochabend mit. Die Zahl der Toten stieg damit im Vergleich zum Vortag um 83. Nach Angaben des Ministeriums wurden 9'973 der Todesfälle in Alten- und sozialen Pflegeeinrichtungen registriert. Rund 27'000 Menschen wurden noch in Kliniken wegen einer Infektion mit dem Virus Sars-CoV-2 behandelt.



Die Zahl der Patientinnen und Patienten in Intensivstationen sank demnach jedoch weiter. Erstmals seit Ende März seien knapp weniger als 2'500 Menschen in intensiver Behandlung im Krankenhaus. Fast drei Viertel der in einer Klinik behandelten Fälle, 72 Prozent, teilten sich dem Ministerium zufolge auf vier besonders betroffene Regionen auf: die Pariser Hauptstadt-Region Île-de-France, die ostfranzösischen Regionen Grand Est und Auvergne-Rhône-Alpes und Hauts-de-France im Norden Frankreichs.

20.01 Uhr: UN stellen düstere Prognose zur Weltwirtschaft 

Die Vereinten Nationen dämpfen ihre Wirtschaftsprognose wegen der Corona-Pandemie deutlich. Die Weltwirtschaft könnte in diesem Jahr um 3,2 Prozent schrumpfen, hiess es in einer Mitteilung zum UN-Halbjahresbericht zur wirtschaftlichen Situation weltweit. Schlimmstenfalls sei sogar ein Rückgang von 4,9 Prozent denkbar. Mit einer schrittweisen Erholung werde erst von 2021 an gerechnet, hiess es in dem Ausblick.

Vor der Krise waren die UN noch von einem Wachstum um 2,5 Prozent ausgegangen. Bereits Anfang April trübte sich die Einschätzung deutlich ein, damals ging die Organisation von minus 0,9 Prozent aus.



Die Pandemie habe eine Gesundheits- und Wirtschaftskrise unbekannten Ausmasses entfesselt, betonten die UN in New York. Zwar sei die Zahl der Neuinfektionen und die der Todesfälle im Zusammenhang mit der Erkrankung Covid-19 in den vergangenen Wochen zurückgegangen. Über den künftigen Verlauf der Pandemie und ihre wirtschaftlichen und sozialen Konsequenzen bestünden aber weiterhin Unsicherheiten.

«Ohne schnelle Durchbrüche bei der Impfstoff- und Therapieentwicklung wird die Welt nach Covid-19 wahrscheinlich erheblich anders sein», so die Vereinten Nationen. Es drohten eine langsame Erholung und ein anhaltender Wirtschaftseinbruch - mit zunehmender Armut und Ungleichheit.

19.20 Uhr: Rückkehr zur Normalität laut WHO ein langer Weg

Die Lockerung der Massnahmen gegen die Ausbreitung des Coronavirus signalisieren in keiner Weise das Ende der Krise. Das betonte die Weltgesundheitsorganisation (WHO) am Mittwoch. Die Rückkehr in eine Art Normalität sei ein langer Weg, sagte Nothilfekoordinator Michael Ryan am Mittwoch in Genf. Nur mit einem umfangreichen Programm zur Überwachung der Neuansteckungen seien die Lockerungen sinnvoll.

Die Massnahmen zu lockern, bevor die Ansteckungen deutlich gesunken seien, berge das Risiko vieler neuer Ansteckungen, sagte Ryan. Die Massnahmen zu lockern, ohne anschliessend umfangreich zu testen und mögliche Infektionsketten zu überwachen, sei gefährlich. Zu warten, bis die Zahl der Infizierten in Krankenhäusern steige, sei ebenfalls gefährlich. Das könne Wochen dauern, und dann sei es zu spät, die Infektion unter Kontrolle zu halten. Dann könnten neue Einschränkungen nötig werden, sagte Ryan

19.03 Uhr: Chile verhängt in Hauptstadt Ausgangssperre

Die chilenische Regierung hat nach einem deutlichen Anstieg der Coronavirus-Fallzahlen eine Ausgangssperre für die Hauptstadt Santiago de Chile verhängt. Die Zahl der Infektionsfälle sei binnen 24 Stunden um 60 Prozent angestiegen, erklärte Gesundheitsminister Jaime Mañalich am Mittwoch. Demnach wurden 2'260 Neuinfektionen und zwölf Todesfälle registriert.

80 Prozent der insgesamt rund 34'000 Infektionen entfallen laut Mañalich auf den Grossraum Santiago. Von der strikten Ausgangssperre sind auch Gebiete betroffen, in denen zuvor die Corona-Beschränkungen gelockert worden waren. Das am stärksten betroffene Land Lateinamerikas ist Brasilien mit mehr als 177'000 Infizierten und 12'400 Todesfällen.

18.50 Uhr: Schweden verlängert Reisewarnung bis Juli

Angesichts der Corona-Krise verlängert die schwedische Regierung ihre Warnung vor Auslandsreisen bis Juli. Die Empfehlung von nicht notwendigen Reisen ins Ausland bleibe nun bis zum 15. Juli in Kraft, sagte Ministerpräsident Stefan Löfven am Mittwoch. Im Gegenzug sollen die Bestimmungen für Inlandsreisen gelockert werden. Zudem kündigte Stockholm an, bis zu 10'000 neue Stellen in der Altenpflege zu schaffen.

Reisen, die innerhalb von ein bis zwei Stunden Fahrtzeit vom Wohnort entfernt liegen, seien nun wieder erlaubt, sagte Löfven bei einer Pressekonferenz in Stockholm. Trotz der Reiselockerung im Inland appellierte er an die Bürger: «Ich möchte betonen, dass dies nicht bedeutet, dass alles wieder normal ist», sagte Löfven. «Bei diesen Reisen gilt nach wie vor der gesunde Menschenverstand, grosse Vorsicht und eine noch grössere Verantwortung.»



In Schweden, das in der Pandemie einen Sonderweg ohne Ausgangsbeschränkungen geht, starben bislang mehr als 3'400 Menschen an der durch das neuartige Coronavirus ausgelösten Lungenkrankheit Covid-19. Cafés, Bars, Restaurants und Geschäfte wurden nicht geschlossen. Die Menschen wurden lediglich aufgefordert, die Abstandsregelungen zu respektieren. Die nun noch einmal verlängerte Reisewarnung ist ausserdem nicht verbindlich.

18.40 Uhr: Massive Passagiereinbussen am Flughafen Zürich

Die Luftfahrtindustrie ist von den Auswirkungen der Corona-Pandemie hart getroffen. Weil in den vergangenen Wochen strikte Beschränkungen und internationale Reisesperren herrschten, blieben die gewohnten Passagierströme weitgehend aus. Laut der am Mittwoch veröffentlichten Verkehrsstatistik des Flughafens Zürich reisten im April nur noch knapp 27'000 Menschen vom Airport aus. Das bedeutet einen massiven Einbruch von 99 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat.

Gähnende Leere an den Schaltern des Flughafens in Zürich: Im April nutzten den Airport so wenige Passagiere wie zuletzt im Jahr 1952. (Archivbild) 
Gähnende Leere an den Schaltern des Flughafens in Zürich: Im April nutzten den Airport so wenige Passagiere wie zuletzt im Jahr 1952. (Archivbild) 
Bild: Keystone

Die Marke erreichte sogar einen historischen Negativwert. Eine derart niedrige Zahl an Reisenden am Airport hat es zuletzt vor 68 Jahren, also im Jahr 1952, gegeben. Eine Verbesserung der Situation wird erst im Juni erwartet.

18.12 Uhr: Kein weiterer Corona-Todesfall im Kanton Zürich

Im Kanton Zürich ist seit Dienstag kein weiterer Patient an den Folgen einer Covid-19-Erkrankung gestorben. Die Zahl der Todesfälle bleibt damit bis Mittwochnachmittag bei 126. Die Zahl der positiv Getesteten stieg gemäss der Statistik der Gesundheitsdirektion um sechs Fälle auf 3566.

Aktuell befinden sich 38 Personen wegen einer Covid-19-Erkrankung im Spital, das sind sechs weniger als am Vortag. Acht Patienten werden künstlich beatmet, das ist einer mehr als am Dienstag.

17.38 Uhr: Mexiko lockert in Massnahmen in heissester Corona-Phase 

Mexiko hat erste Lockerungen seiner Corona-Massnahmen verkündet, während die Fallzahlen noch rapide steigen. Ab kommenden Montag werden in den am wenigsten betroffenen Regionen nach fast zwei Monaten die Beschränkungen aufgehoben, wie Präsident Andrés Manuel López Obrador am Mittwoch mitteilte. Er sprach von Licht am Ende des Tunnels. Ausserdem wurden drei Industrien für unerlässlich erklärt, die zuvor wegen der Pandemie den Betrieb hatten einstellen müssen: die Hersteller von Fahrzeugen und Fahrzeugteilen, der Bau und der Bergbau.

Mexiko befindet sich nach Einschätzung der Regierung derzeit in der schlimmsten Phase der Ausbreitung des neuartigen Coronavirus. Bislang wurden 3'324 Infektionen und 3926 Todesfälle bestätigt. Die tatsächlichen Zahlen dürften deutlich höher liegen – auch, weil in Mexiko kaum getestet wird. Am Dienstag wurde mit 347 Todesopfern die bisher höchste Zahl innerhalb von 24 Stunden gezählt.

17.10 Uhr: Fliegen in Coronazeiten womöglich ohne Drink und Essen

Wenn Flugpassagiere in der Kabine künftig alle Masken tragen müssen, wird die Bewirtung schwierig. Ob und wie dann Getränke und Mahlzeiten serviert werden können, werde intensiv diskutiert.

Das sagte der Generaldirektor des Dachverbands der Fluggesellschaften (IATA), Alexandre de Juniac, am Mittwoch in Genf. «Es werden Lösungen diskutiert, zum Beispiel, dass nichts serviert wird», sagte de Juniac.

Auf längeren Flügen sei das schwierig. Dort werde überlegt, nur vorher ganz verpackte Mahlzeiten auszugeben, um das Risiko von Ansteckungen bei der Essensausgabe zu reduzieren.

Der Dachverband drängt auf eine schnelle Einigung auf Sicherheitskonzepte, um den Flugbetrieb wieder starten zu können. Bis Ende des Monats dürften Lösungen auf dem Tisch liegen, sagte de Junaic. Der Verband befürwortet unter anderem eine Maskenpflicht an Bord, Gesundheitsformulare und Fiebermessen.

16.40 Uhr: Deutschland als Beispiel – TCS fordert sofortige Öffnung von Camping-Plätzen

Der Touring Club Schweiz (TCS) fordert vom Bundesrat die sofortige Öffnung von Camping-Plätzen. Gerade auf Camping-Plätzen könnten die geforderten Schutzkonzepte sehr gut umgesetzt werden.

Auch Sicht des TCS ist das Zögern der Behörden nicht mehr nachvollziehbar. In Deutschland etwa dürften Campings schon seit 11. Mai respektive ab 29. Mai öffnen, heisst es in einer Medienmitteilung vom Mittwoch.

Die Haltung des Bundesrates beraube die Schweizer Bevölkerung einer wichtigen Möglichkeit im eigenen Land Ferien zu machen. Sie führe ausserdem zu Markt- und Wettbewerbsverzerrungen in der Beherbergungsbranche mit schweren wirtschaftlichen Folgen für Camping-Plätze, könnten doch Hotels, Jugendherbergen und SAC Hütten ihre Tore für Gäste bereits wieder öffnen.

16.20 Uhr: Bern verbietet weiterhin alle Demos

Die Berner Stadtregierung will nach wie vor keinerlei Demonstrationen zulassen. Das vom Bund angeordnete Versammlungsverbot gelte weiterhin, teilte der Gemeinderat am Mittwoch mit.

Die Gegner der Corona-Massnahmen haben bereits angekündigt, nächsten Samstag erneut demonstrieren zu wollen. Die Berner Stadtregierung hat dafür wenig Verständnis, wie sie im Communiqué deutlich macht.

Der öffentliche Raum werde aufgrund der einzuhaltenden Abstände sonst schon stark beansprucht. Ab kommenden Samstag finde auch wieder der Berner Wochenmarkt statt, nach neun Wochen Unterbruch. Gebe es auch noch eine Kundgebung, würde dies zu einer unübersichtlichen Situation in der Innenstadt führen.

Ruth Dürrenmatt protestiert, auf ihrem Rollator sitzend, bei einer Demonstration gegen den Coronavirus Lockdown.
Ruth Dürrenmatt protestiert, auf ihrem Rollator sitzend, bei einer Demonstration gegen den Coronavirus Lockdown.
Bild: Keystone

In Bern hat die Polizei seit Anfang Mai mehrere Demo-Versuche im Keim erstickt. Am 1. Mai und im Rahmen der Sondersession der eidgenössischen Räte wurden nicht einmal Einzelpersonen mit Pappkartons toleriert. Anders sah es an den beiden vergangenen Samstagen aus, als sich jeweils mehrere hundert Gegner der Corona-Massnahmen in der Innenstadt versammelten.

Die Polizei verzichtete in beiden Fällen auf eine rasche Räumung, weil sich alte Menschen und viele Kinder in der Menge befanden. Die Kundgebungen lösten sich jeweils erst nach längerer Zeit und gewissem Druck der Polizei auf.

15.35 Uhr: Medienkonferenz beendet

Da die Journalistinnen und Journalisten keine Fragen mehr haben, ist die Medienkonferenz nun beendet.

15.29 Uhr: Wie viel Geld wurde schon beantragt?

Der Direktor des Bundesamtes für Sport sagt, dass 150 Millionen Franken an die internationalen Sportorganisationen in der Schweiz gehen. Bis jetzt seien von den Schweizer Sportklubs 20 Millionen Franken beantragt worden – 15 Millionen von den Profiklubs, fünf Millionen von den Amateurvereinen.

15.25 Uhr: Amateur-Fussballmatchs bald möglich?

Trainings dürfen seit dem 11. Mai wieder stattfinden. Ein Journalist fragt, wann der Matchbetrieb im Breitensport wieder aufgenommen werden kann. Ab 8. Juni sind Geisterspiele im Profisport möglich.

Amherd sagt, dass sie nur zu gerne ein Datum nennen würde, dies aber nicht könne. Der Bundesrat will zuerst die ersten beiden Lockerungsschritte analysieren - und erst dann über eine Aufhebung des Versammlungsverbots diskutieren werde.

15.18 Uhr: Löhne kürzen

Bei Klubs, die ein Darlehen beantragen, darf die Lohnsumme nicht steigen, sagt Amherd, sondern muss innerhalb von drei Jahren um 20 Prozent gesenkt werden.

Zudem gilt: Auch beim Nachwuchs dürften keine Abstriche zugunsten des Profisportes gemacht werden.

15.15 Uhr: Kredite sind rückzahlbar

Die Kredite haben eine Laufzeit über fünf Jahre, erklärt Amherd. Ab dem Jahr 2023 Schulden die Sportunternehmen auch Zinsen. Die zweite Tranche des Kredits müssten die Klubs in zehn Jahren zurückbezahlen.

Amherd sagt weiter, dass Vereine, die eine Unterstützung nötig haben, weil sie von den Massnahmen des Bundesrats beeinträchtigt werden, einen Nachweis erbringen und ein Gesuch stellen müssen. «Die Vereine müssen beweisen, dass sie durch die fehlenden Einnahmen in ihrer Existenz bedroht sind», sagt Amherd.

15.11 Uhr: Was sind «überdurchschnittliche» Saläre?

«Für uns ist klar, dass wir nicht mit Steuergeldern überrissene Löhne zahlen wollen und können», sagt Amherd. Die Ligen und Klubs hätten sich verpflichtet, die Lohnsumme in den nächsten Jahren um 20 Prozent zu senken. «Das werden wir auch kontrollieren», sagt Amherd.

15.09 Uhr: Unterstützung von internationalen Verbänden

Die Schweiz beherberge rund 60 internationale Sportverbände. Auch diese sollen Darlehen erhalten, weil diese ebenfalls in ihrer Existenz gefährdet sind, sagt Amherd. Ausgenommen von den Darlehen sind die FIFA, UEFA und das Internationale Olympische Komitee (IOK).

15.04 Uhr: Unterstützung des Breitensports

Sowohl der Breitensport als auch der übrige Leistungssport ausserhalb von Fussball und Eishockey seien von den Schutzmassnahmen des Bundes stark betroffen. Vereinsanlässe werden abgesagt, Sponsoren und Startgelder fallen weg, so Amherd.

Der Bundesrat hat am 20. März bereits 50 Millionen Franken genehmigt, die als A-fonds-perdu-Beiträge (keine Rückerstattung nötig) an Sportvereine und -organisationen in finanzieller Not ausbezahlt werden können.

Der Bundesrat geht davon aus, dass die Krise gerade im Breitensport erst später richtig durchschlagen und der Unterstützungsbedarf erheblich zunehmen wird, sagt Amherd an der Pressekonferenz.

Deshalb seien für 2020 zusätzlich 50 Millionen Franken und im Budget 2021 weitere 100 Millionen Franken für den Breitensport vorgesehen. 

15.03 Uhr: Auflagen an Ligen

Die Darlehen werden via Ligen ausbezahlt und sind mit Verpflichtungen und Auflagen verbunden: Es muss ein solidarisch getragener Sicherheitsfonds für künftige Risiken geschaffen werden und die Bundesdarlehen dürfen nicht für die Deckung überdurchschnittlicher Spielersaläre verwendet werden. Zudem muss die Nachwuchsarbeit mindestens im gleichen Umfang wie vor der Pandemie weitergeführt werden.

15.01 Uhr: Arbeitsplätze sichern

Der Zusammenbruch der Schweizer Fussball- und Eishockeyligen hätten schwerwiegende Auswirkung auf die Nachwuchsförderung, aber auch Medienindustrie. 

100'000 Personen seinen wirtschaftlich von der Sportbranche abhängig. Der Bereich mache rund 1,7 Prozent des Bruttoinlandprodukts aus, sagt Amherd.

15 Uhr: Eishockey und Fussball im Fokus

«Die Folgen der weiter andauernden pandemierechtlichen Einschränkungen sind für die Fussball- und Eishockeyligen, ihre Vereine und die Sportwirtschaft schwerwiegend», sagt Sportministerin Viola Amherd. Zudem drohen einschneidende Auswirkungen auch auf die Nachwuchsarbeit.

Um den Betrieb bis Ende der Saison 2020/2021 sicherzustellen, sind rückzahlbare Darlehen von insgesamt 350 Millionen Franken vorgesehen. Eine erste Tranche à 175 Millionen Franken soll die Ertragsausfälle ab 1. Juni für die nächsten sechs Monate auffangen.

Für den Fall, dass der Spielbetrieb während 12 Monaten nur eingeschränkt möglich ist, soll eine zweite Tranche von weiteren 175 Millionen Franken im Budget 2021 des Bundes eingestellt werden.

14.58 Uhr: Nun tritt Viola Amherd vor die Medien

Um 15 Uhr startet eine Zweite Medienkonferenz mit Sportministerin Viola Amherd. Hier geht es um die Unterstützung für den Sport in der Schweiz.

14.55 Uhr: Erste Medienkonferenz beendet

Da Karin Keller-Sutter noch in eine Kommissionssitzung muss, bleibt heute wenig Zeit, um weitere Fragen zu beantworten. Um 15 Uhr gehts aber weiter mit Sportministerin Viola Amherd.

Bundesrätin Karin Keller-Sutter äussert sich über eine rasche Grenzöffnung zu Deutschland, Österreich und Frankreich.
Bundesrätin Karin Keller-Sutter äussert sich über eine rasche Grenzöffnung zu Deutschland, Österreich und Frankreich.
Bild: Keystone

14.50 Uhr: Kein Einkaufstourismus

Karin Keller-Sutter sagt, dass Einkaufen kein triftiger Grund sei, die Grenze zu übertreten. Diesen braucht es aber, um in die Nachbarstaaten zu gelangen.

14.50 Uhr: Zaun zwischen Konstanz und Kreuzlingen

«Dieser Zaun wurde nicht primär wegen der Grenze aufgestellt, sondern wegen des Ansammlungsverbots», sagt die Bundesrätin. Die deutsche Polizei wollte vermeiden, dass sich dort Personen treffen. «Herr Seehofer hat mir versprochen, dass sie die Situation anschauen.»

14.40 Uhr: Lockerungen ab Samstag

Die Lockerung der Einreisebestimmung sollen bereits ab Samstag erfolgen. Es gehe den Staaten darum, so schnell wie es die Situation zulässt zurück zur Normalität zu kehren.

Die Grenzöffnungen vom 15. Juni betreffen vorerst nur Deutschland und Österreich, «aber wir versuchen auch mit Frankreich eine Lösung zu finden», sagt Keller-Sutter.

14.38 Uhr: Regeln des Auslands einhalten

Keller-Sutter erklärt, dass der Tourismus möglich sein werde. Es gelte aber die Regeln des Auslands zu akzeptieren.

Die Bundesrätin appelliert an die Schweizerinnen und Schweizer, dennoch Ferien in der Schweiz zu machen, um den Schweizer Tourismus und die Schweizer Wirtschaft zu stärken.



14.36 Uhr: Austausch mit Italien

Auch in Italien sei man im Austausch. Wegen der Situation dort blieben die Grenzen bis auf Weiteres geschlossen. Das Land sei viel stärker vom Virus betroffen als die anderen Nachbarländer. «Italien hat Verständnis dafür», sagt Keller-Sutter.

In der dritten Lockerungsetappe soll die Grenzöffnung zu Italien thematisiert werden.

14.32 Uhr: Lockerung für Liebespaare

Bereits vorher sollen Einreiselockerungen erfolgen, sagt Keller-Sutter. Dies betrifft etwa binationale, unverheiratete Paare. Sobald diese Lösungen konkret gefunden sind, wird das Staatssekretariat für Migration (SEM) informieren.

14.30 Uhr: Beginn der Pressekonferenz

Justizministerin Karin Keller-Sutter eröffnet die Pressekonferenz. Sie informiert über die Grenzöffnungen. «Der Bundesrat hat heute Morgen über eine mögliche Grenzöffnung mit Deutschland, Österreich und Frankreich gesprochen.» Keller-Sutter sagt, dass sie den Gesamtbundesrat über die Gespräche mit den jeweiligen Innenminstern geführt hat.

«Wir streben eine vollständige Grenzöffnung auf den 15. Juni an», sagt Keller-Sutter. Betroffen seien die Grenzen zu Frankreich, Deutschland und Österreich. Die Grenzöffnung erfolge nur, sofern die pandemische Lage in diesen Ländern dies erlaubt.

14.12 Uhr: Thomas Gottschalk kennt keine Corona-Angst

Thomas Gottschalk hat in der Corona-Krise keine grosse Angst um sich selbst. «Ich bin krisenfest», sagte der 69 Jahre alte Entertainer der Zeitschrift «Bunte». Mit 15 seien in seiner Heimatstadt Kulmbach die Pocken ausgebrochen. Er habe den sauren Regen, Tschernobyl und die Volkszählung überlebt. «Ausserdem ein Dutzend Intendanten der ARD und des ZDF, fünf Päpste und gefühlte 100 SPD-Vorsitzende. Nichts davon hat mir meinen Humor und den Glauben an das Gute im Menschen genommen.» Am 18. Mai wird Gottschalk 70 Jahre alt.

Feiert demnächst den 70 Geburtstag; Thomas Gottschalk
Feiert demnächst den 70 Geburtstag; Thomas Gottschalk
Bild: Keystone

13.54 Uhr: Zwei Medienkonferenzen zur heutigen Bundesratssitzung

Zur heutigen Bundesratssitzung finden zwei Medienkonferenzen statt. Um 14.30 Uhr tritt Justizministerin Karin Keller-Sutter auf, um über eine rasche Grenzöffnung zu Deutschland, Österreich und Frankreich zu informieren. Um 15 Uhr informiert Sportministerin Viola Amherd über Begleitmassnahmen zur Stabilisierung des Schweizer Sports in Corona-Zeiten.

13.33 Uhr: Fluglinie SAS führt Maskenpflicht auf allen Flügen ein

Passagiere der skandinavischen Airline SAS dürfen in diesem Sommer nur mit Mund- und Nasenschutz in den Flieger steigen. Auf allen SAS-Flügen vom 18. Mai bis 31. August gelte für alle Reisenden im Alter von über sechs Jahren Maskenpflicht, teilte die Fluggesellschaft am Mittwoch mit.

13.27 Uhr: UN erwarten Handelseinbruch von 30 Prozent im zweiten Quartal

Der weltweite Handel dürfte nach Berechnungen der UN-Konferenz für Handel und Entwicklung (Unctad) im zweiten Quartal im Vergleich zum Vorquartal um 26,9 Prozent einbrechen. Im 1. Quartal ging der Wert der gehandelten waren um etwa drei Prozent gegenüber dem Vorquartal zurück.

Die Unctad-Ökonomen dokumentierten zudem einen scharfen Einbruch bei den Rohstoffpreisen, wie sie am Mittwoch in Genf berichteten. Der Rohstoffpreisindex der Organisation, die den Handel zwischen Ländern mit hohen und niedrigen Einkommen fördern soll, stürzte im März gegenüber dem Vormonat um den Rekordwert von 20,4 Prozent ein, vor allem wegen des Verfalls der Ölpreise. Die Preise für Metalle und landwirtschaftliche Rohstoffe seien um vier Prozent gefallen.

13.21 Uhr: China verhängt erneut Beschränkungen für Grossstädte

Peking (dpa) - Im Kampf gegen das Coronavirus riegelt China erneut eine Millionenmetropole in Teilen ab. Wie die staatliche Nachrichtenagentur Xinhua am Mittwoch berichtete, wurden nach einem lokalen Virus-Ausbruch Zug- und Busverbindungen aus der nordostchinesischen Stadt Jilin gestoppt. Auch dürfen nur noch Menschen die Stadt verlassen, die negativ auf das Virus getestet wurden. Auslöser für die strikten Massnahmen waren etwa zwei Dutzend neue Infektionen, die in den vergangenen Tagen in der Stadt Jilin und der gleichnamigen Provinz nachgewiesen wurden. Die Behörden sprachen von einer «sehr ernsten» Lage.

Mit neuen Erkrankungen kämpft auch die Millionenmetropole Wuhan, das einstige Epizentrum des Corona-Ausbruchs. Die zentralchinesische Stadt will Medienberichten zufolge sämtliche ihrer elf Millionen Einwohner in Rekordzeit einem Coronavirus-Test unterziehen.

Auch für sie gibt es noch keine Entwarnung: Pflegerinnen begehen im Tongji Spital in Wuhan, China, am 12. Mai den «Internationalen Tag der Pflege».
Auch für sie gibt es noch keine Entwarnung: Pflegerinnen begehen im Tongji Spital in Wuhan, China, am 12. Mai den «Internationalen Tag der Pflege».
Bild: Keystone

13.06 Uhr: Angepasste eidgenössische Maturitätsprüfung findet im Sommer statt

Die zentrale schweizerische Maturitätsprüfung kann im Sommer 2020 trotz Corona-Pandemie angepasst stattfinden. Das hat der Bundesrat beschlossen. Bei der eidgenössischen Matur kann ein Zeugnis nur auf Basis von Prüfungsnoten ausgestellt werden.

Im Gegensatz zur gymnasialen Maturitätsprüfung gibt es für die eidgenössische Maturitätsprüfung keine Erfahrungsnoten. Die Durchführung der Prüfungen sei daher im Hinblick auf die Chancengerechtigkeit zentral, teilte der Bundesrat am Mittwoch mit.

Der Bundesrat hat eine entsprechende Verordnung verabschiedet, welche Anpassungen regelt. Die Prüfungen werden in zwölf Fächern abgelegt. Dazu kommt eine Maturaarbeit. In Fächern, in denen eine schriftliche Prüfung stattfindet, wird zum Schutz auf die Durchführung einer zusätzlichen mündlichen Prüfung verzichtet.

12.57 Uhr: Wiener Haushalte bekommen Essens-Gutscheine für Lokale

In der Corona-Krise spendiert die Stadt Wien allen 950'000 Haushalten einen Gutschein für Restaurantbesuche in Höhe von bis zu 50 Euro. Das kündigte Bürgermeister Michael Ludwig am Mittwoch an.

Ein-Personen-Haushalte erhalten einen Bon von 25 Euro, Mehr-Personen-Haushalte einen 50-Euro-Gutschein. Dieser könne in allen teilnehmenden Restaurants und Kaffeehäusern bis Ende September eingelöst werden. Einen Wermutstropfen gibt es allerdings: Alkoholische Getränke können mit Steuergeld nicht bezahlt werden.

Die österreichische Hauptstadt, in der im Oktober gewählt wird, lässt sich die Aktion 40 Millionen Euro kosten. «Ja, wir können uns das leisten», sagte Ludwig. Immerhin gehe es um die Zukunft von 6'500 Wirtshausbetrieben mit rund 60'000 Beschäftigten.

Bereits Mitte März hatte Wien angesichts des Infektionsrisikos mit dem Coronavirus allen Senioren und Seniorinnen über 65 Jahre einen Taxi-Gutschein in Höhe von 50 Euro spendiert.

12.33 Uhr: Industrieproduktion der Eurozone bricht ein

Die Industrieunternehmen der Eurozone haben ihre Produktion infolge der Corona-Krise massiv eingeschränkt. Wie das Statistikamt Eurostat am Mittwoch in Luxemburg mitteilte, lag die gesamte Herstellung im März 11,3 Prozent niedriger als im Vormonat.

Gegenüber dem Vorjahresmonat betrug der Einbruch in den 19 Euroländern 12,9 Prozent. In den 27 Ländern der Europäischen Union brach die industrielle Fertigung ebenfalls ein. Im Monatsvergleich betrug der Rückgang 10,4 Prozent. Im Jahresvergleich sank die Herstellung um 11,8 Prozent.

12.20 Uhr: Justizdepartement bestätigt offene Grenzen zu Österreich und Deutschland ab 15. Juni

Die Schweizer Grenze zu Österreich und Deutschland soll ab dem 15. Juni wieder offen sein. Das bestätigte am Mittwoch das Eidgenössische Justiz- und Polizeidepartement (EJPD) der Nachrichtenagentur Keystone-SDA.

Bedingung für die Grenzöffnung sei aber, dass die pandemische Entwicklung weiterhin positiv bleibe, hiess es seitens des EJPD weiter.

Diese Grenzöffnung hatte sich bereits am Dienstagabend abgezeichnet. Der österreichische Bundeskanzler Sebastian Kurz sprach in der Nachrichtensendung «10vor10» des Schweizer Fernsehens SRF am von einer Öffnung «im Juni».

Bundesrätin Karin Keller-Sutter stand schon seit geraumer Zeit wegen Grenzöffnungen im Kontakt mit Innenminister Horst Seehofer in Berlin, Karl Nehammer in Wien und Christophe Castaner in Paris, um so schnell wie möglich zur Normalität zurückkehren.

Wie es mit einer allfälligen Grenzöffnung zwischen der Schweiz und Frankreich aussieht, ist zurzeit noch nicht klar. Auch wann eine die Schweizer Grenzen zu Italien aufgehen könnten, ist nicht bekannt.

Menschen verweilen um den Zaun an der Grenze zu Deutschland zwischen Kreuzlingen und Konstanz. (Archiv)
Menschen verweilen um den Zaun an der Grenze zu Deutschland zwischen Kreuzlingen und Konstanz. (Archiv)
Bild: Keystone

12.03 Uhr: Russland stoppt nach Bränden Nutzung von Beatmungsmaschinen

Russland hat nach zwei Bränden in Corona-Kliniken und dem Tod von sechs Patienten die Nutzung seiner Beatmungsmaschinen namens «Awenta-M» gestoppt. Ab sofort sei die Nutzung der seit dem 1. April hergestellten Geräte für die künstliche Beatmung von Patienten untersagt, teilte die Gesundheitsschutzbehörde Rossdrawnadsor am Mittwoch in Moskau mit. Als Grund nannte die staatliche Überwachungsstelle für das Gesundheitswesen einen Brand in einer Moskauer Klinik am 9. Mai und in einer St. Petersburger Klinik am 12. Mai. Insgesamt starben bei den Unglücken sechs Menschen.

Ermittler gehen dem Verdacht nach, dass es einen Kurzschluss an den Maschinen gegeben hat – mit den Bränden als Folge. Russland hatte Geräte dieses Typs auch an die USA als humanitäre Hilfe geliefert. Die dort für den Katastrophenschutz zuständige Behörde FEMA untersagte der russischen Staatsagentur Tass zufolge die Nutzung der «Awenta-M»-Apparate, bis die Brände in Russland aufgeklärt sind. Demnach waren die von Russland gelieferten 45 Maschinen nicht im Einsatz. Sie sollten in New York und New Jersey als Reserve dienen.

11.56 Uhr: Polen verlängert Grenzkontrollen bis zum 12. Juni

Im Kampf gegen die Corona-Pandemie will Polen seine Kontrollen an den Grenzen zu anderen EU-Ländern bis zum 12. Juni beibehalten. Einen entsprechenden Erlass habe Innenminister Mariusz Kaminski unterzeichnet, teilte das Ministerium in Warschau am Mittwoch mit. Die Grenzen zu Deutschland, Tschechien, zur Slowakei und zu Litauen können bis dahin nur an bestimmten Übergängen überquert werden.

11.46 Uhr: BAG meldet 33 Neuinfektionen

In der Schweiz und in Liechtenstein sind innerhalb eines Tages 33 neue Ansteckungen mit dem Coronavirus gemeldet worden, etwas weniger als am Vortag. Dies teilte das Bundesamt für Gesundheit (BAG) am Mittwoch mit.

Am Dienstag hatte das BAG noch 36 zusätzliche Fälle bekannt gegeben, am Montag waren es 39 gewesen. Insgesamt gab es nach Angaben des BAG vom Mittwoch 30'413 laborbestätigte Fälle. Die Fallzahlen unterliegen einer wöchentlichen Schwankung mit jeweils tieferen Zahlen am Wochenende. Pro 100'000 Einwohnerinnen und Einwohner gab es 354 Infektionen.

Die Zahl der Todesfälle in Zusammenhang mit der Lungenkrankheit Covid-19 in allen Kantonen zusammen betrug nach einer Zählung der Nachrichtenagentur Keystone-SDA am Mittwochmittag 1'863. Keystone-SDA analysiert die auf den Internetseiten der Kantone vorliegenden offiziellen Daten und aktualisiert sie zweimal täglich, mittags und abends.

Das BAG gab die Zahl der Todesopfer mit 1'564 an. Das Bundesamt bezieht sich auf die Meldungen, die die Laboratorien sowie Ärztinnen und Ärzte im Rahmen der Meldepflicht bis am Mittwochmorgen übermittelt hatten. Die Zahl könne deshalb von den Zahlen der Kantone abweichen, schreibt das BAG.

Bis am Mittwoch wurden insgesamt 322'084 Tests durchgeführt. Davon waren nach Angaben des BAG elf Prozent positiv. Eine Person kann mehrere Male getestet worden sein. Das BAG empfiehlt Tests für alle Patienten mit Symptomen von Covid-19.

11.37 Uhr: Bundesrat unterstützt Entwicklung von Corona-Impfstoff und Therapie

Der Bundesrat will mit einem Betrag von 175 Millionen Franken international humanitäre Hilfe leisten. Damit unterstützt er unter anderem die Entwicklung, die Produktion und den Zugang zu Diagnostika, Therapien und Impfstoffen im Kampf gegen die Corona-Pandemie.

Die 175 Millionen sind Teil eines 400-Millionen-Pakets, das der Bundesrat vor zwei Wochen beschlossen hatte. Der Betrag soll dazu verwendet werden, die Folgen der Pandemie zu mildern, insbesondere in Entwicklungsländern.

Dem Internationalen Komitee vom Roten Kreuz (IKRK) will der Bundesrat ein zinsloses Darlehen von insgesamt 200 Millionen Franken gewähren. 25 Millionen Franken sollen an einen IWF-Katastrophenfonds gehen. Beide Kredite soll das Parlament in der Sommersession genehmigen.

Die Verwendung der 175 Millionen Franken hat der Bundesrat am Mittwoch konkretisiert. 102,5 Millionen sollen an die UNO und die Internationale Rotkreuz- und Rothalbmond-Bewegung sowie an bilaterale Hilfe in humanitären Krisenregionen gehen. Davon hat die Direktion für Entwicklung und Zusammenarbeit (DEZA) bereits 52 Millionen geleistet.

70 Millionen sind für die Entwicklung und Bereitstellung von Diagnostika, Therapien und Impfstoffen gegen COVID-19 vorgesehen. 2,5 Millionen stellt die Schweiz der Weltgesundheitsorganisation (WHO) für die Koordination der internationalen Reaktion gegen COVID-19 zur Verfügung.

11.20 Uhr: Deutschland lockert Grenzen ab Samstag

Die Kontrollen an der deutschen Grenze sollen von diesem Samstag an schrittweise gelockert werden. Vor allem der Grenzübertritt aus Luxemburg wird erleichtert, erfuhr die Deutsche Presse-Agentur am Mittwoch nach einer Kabinettssitzung in Berlin. Den Angaben zufolge strebt das Bundesinnenministerium ein vollständiges Ende der wegen der Corona-Pandemie eingeführten Kontrollen an allen Grenzabschnitten aber erst für den 15. Juni an.

Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) hatte in den vergangenen Tagen mit seinen Amtskollegen in den Anrainerstaaten sowie mit den Ministerpräsidenten der Grenz-Bundesländer über die Details einer schrittweisen Rückkehr von stationären Kontrollen zur normalen Überwachung der Grenzen im 30-Kilometer-Bereich beraten.

Die Kontrollen an den Grenzen zu Dänemark, Luxemburg, Frankreich, Österreich und der Schweiz waren am 16. März eingeführt worden, um das Infektionsgeschehen in Deutschland einzudämmen. Seither darf nur noch einreisen, wer einen «triftigen Grund» dafür geltend machen kann – etwa Berufspendler, Angehörige medizinischer Berufe oder EU-Bürger, die auf dem Weg in ihr Heimatland sind.

Auch die Pflege von Angehörigen und andere familiäre Gründe konnten zum Teil geltend gemacht werden. Hier sind nun weitere Erleichterungen vorgesehen. Ausserdem sollen nach dpa-Informationen wieder alle Grenzübergänge genutzt werden dürfen. In den vergangenen Wochen waren nur einige grössere Verkehrswege für den Grenzübertritt geöffnet.

Horst Seehofer (CSU), Bundesminister des Innern, für Bau und Heimat, und Julia Klöckner (links, CDU), Bundesministerin für Ernährung und Landwirtschaft, nehmen an der Sitzung des Bundeskabinetts im Bundeskanzleramt teil.
Horst Seehofer (CSU), Bundesminister des Innern, für Bau und Heimat, und Julia Klöckner (links, CDU), Bundesministerin für Ernährung und Landwirtschaft, nehmen an der Sitzung des Bundeskabinetts im Bundeskanzleramt teil.
Bild: Keystone

11 Uhr: Streit um weniger Miete für Läden geht in nächste Runde

Der Streit um einen Corona-Mieterlass für Geschäftsläden schwellt weiter: Was ist die Lösung, um die Umsatzausfälle und -rückgänge von Mieterinnen von Geschäftsräumen aufzufangen? Und Arbeitslosigkeit, Konkurse und Prozessrisiken abzuwenden? Die Nationalratskommission lehnt den Vorschlag des Ständerats ab und lanciert ihrerseits einen neuen Vorschlag für einen teilweisen Mieterlass.

Mit 13 zu 10 Stimmen bei 2 Enthaltungen hat die Wirtschaftskommission der grossen Kammer (WAK) eine Motion verabschiedet, die sich an die Formulierung des Ständerats anlehnt, jedoch andere Limiten vorsieht. So sollen Geschäftsbetreiber ihrem Vermieter für die Dauer der behördlichen Schliessung nur 40 Prozent der Miete schulden, wobei eine Mietobergrenze von 20'000 Franken gelten soll. Die restlichen 60 Prozent soll der Vermieter tragen.

Sicht in eine geschlossene Kleiderboutique in Thun.
Sicht in eine geschlossene Kleiderboutique in Thun.
Bild: Keystone

Auch Betriebe, die ihre Aktivitäten reduzieren mussten, sollen in begrenztem Umfang von einer Ermässigung profitieren können, wie die Parlamentsdienste am Mittwoch mitteilten. Bei einem Mietzins zwischen 15'000 und 20'000 Franken soll ein Opt-out möglich sein. Die Parteien könnten von dieser Regelung absehen und vor Gericht gehen.

Konsens herrscht darüber, dass der Bundesrat für Vermieter einen Härtefallfonds schaffen soll. Der Vorschlag wird voraussichtlich in der Sommersession beraten werden.

10.15 Uhr: Test oder Quarantäne? Island lässt Touristen die Wahl

Island macht Tempo bei der Grenzöffnung: Spätestens ab dem 15. Juni wolle man die Beschränkungen für internationale Reisende lockern, teilte die isländische Regierung am Dienstagabend mit. Touristen sollen dann bei der Einreise bald die Wahl zwischen einem Corona-Test und einer zweiwöchigen Quarantäne haben.

Auch auf andere Weise – etwa mit der Vorlage von Gesundheitsunterlagen – könnten sie nachweisen, coronafrei zu sein. Genaue Details solle eine Arbeitsgruppe der Regierung ausarbeiten, eine Entscheidung dazu folge Ende Mai.

Geplant sei zudem, dass Touristen eine sogenannte Tracing-App herunterladen und gebrauchen müssten, die bereits von 40 Prozent aller Isländer genutzt werde, erklärte die Regierung. Mit solch einer Corona-Warn-App können Infektionsketten besser verfolgt werden.

10.06 Uhr: Kann Blutverdünner Corona-Patienten retten?

Bei Covid-19-Patienten, die im Spital behandelt werden müssen, kann massive Blutverdünnung das Leben retten. Der Fall eines Patienten im Spital Emmental stand am Anfang dieser Erkenntnis, wie das Spital am Mittwoch mitteilte. Der Fall sei unterdessen im internationalen Fachmagazin «Thrombosis Research» publiziert worden.

Der ansonsten gesunde und rüstige Rentner suchte demnach Anfang März das Spital auf, weil er Atemprobleme und Fieber hatte. Er wurde in einem Isolationszimmer behandelt. Nach sechs Tagen verschlechterte sich sein Gesundheitszustand rapide; er musste auf die Intensivstation verlegt und künstlich beatmet werden.

Die Blutproben während der Intensivpflege zeigten einen massiven Anstieg gewisser Blutgerinnungsfaktoren. Gegen die dadurch erhöhte Thrombose-Gefahr erhielt der Patient die Blutverdünnungs-Medikamente in wesentlich höheren Dosen als bisher üblich.

Mit dieser Behandlung kam es zu einer langsamen aber stetigen Besserung. Nach rund drei Wochen konnte der Patient die Intensivstation verlassen.

9.50 Uhr: Pendler fürchten Ansteckung im ÖV

Eine Umfrage der ÖV-Branche zeigt: Die Angst der Passagiere, sich in vollen Zügen und Bussen mit dem Coronavirus anzustecken, ist gross. Fast jeder vierte Nutzer des öffentlichen Verkehrs will in Zukunft seltener mit Bahn, Bus und Tram unterwegs sein, fast jeder zehnte sogar deutlich weniger – das berichten die Medien der CH-Media heute. Bei den Intensivnutzern sei der Wert mit 36 Prozent sogar noch höher.

Ein Zürcher Marktforschungsinstitut habe für die Umfrage in den letzten Tagen knapp 1'300 Menschen aus allen Regionen online befragt.

08.50 Uhr: Sumo-Ringer erliegt dem Virus

Japans Sumo-Sport trauert um einen am Coronavirus gestorbenen Ringer. Der Kämpfer mit dem Ringnamen Shobushi starb am Mittwoch im Alter von nur 28 Jahren wegen mehrfachen Organversagens als Folge des Virus, wie der Sumo-Verband bekannt gab.

Shobushi war der erste Sumo-Ringer, der sich mit dem Virus infiziert hatte. Er kämpfte in der vierthöchsten Division des japanischen Traditionssports. Aus Sorge vor einer weiteren Ausbreitung des Coronavirus wurde das vom 24. Mai bis 7. Juni in Tokio geplante Sommer-Turnier der Sumo-Ringer abgesagt.

Auch die im Sommer in Japans Hauptstadt geplanten Olympischen Spiele waren wegen der globalen Pandemie auf 2021 verlegt worden.

08.43 Uhr: Britische Wirtschaft leidet

Die britische Wirtschaft ist im ersten Quartal wegen der Corona-Krise stark geschrumpft. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) fiel von Januar bis März um 2,0 Prozent zum Vorquartal, wie das Statistikamt am Mittwoch in London mitteilte.

Von der Nachrichtenagentur Reuters befragte Ökonomen hatten mit einem noch grösseren Minus von 2,5 Prozent gerechnet. Allein im Monat März brach das Bruttoinlandsprodukt mit 5,8 Prozent zum Vormonat so stark ein wie noch nie.

Grossbritannien schneidet damit besser ab als andere grosse europäische Länder: Die französische Wirtschaft stürzte im ersten Quartal um 5,8 Prozent ab, die italienische Wirtschaft um 4,7 Prozent.

In der Schweiz erwartet das Staatssekretariat für Wirtschaft (Seco) für 2020 einen BIP-Rückgang um 6,7 Prozent. Das entspricht nach den Berechnungen der Konjunkturforschungsstelle KOF einem Wertschöpfungsverlust von 33 Milliarden Franken.

08.05 Uhr: 113-Jährige überlebt das Coronavirus

Mutmachende Neuigkeiten aus Spanien: Die 113 Jahre alte Maria Branyas – die womöglich älteste Frau des Landes – hat sich wieder von einer Infektion mit dem Coronavirus erholt. Die Seniorin sei im März positiv getestet worden, habe sich aber nach wochenlanger Isolation wieder erholt, berichtet unter anderem die BBC

«Jetzt, wo es ihr wieder gut geht, ist sie wundervoll – sie will reden, erklären, sich ihre Gedanken machen. Sie ist wieder ganz die Alte», schrieb die Tochter von Branyas auf Twitter.

Branyas lebt in einem Pflegeheim im katalanischen Olot. Mit Jahrgang 1907 hat sie bereits die Spanische Grippe von 1918/19, den spanischen Bürgerkrieg in den Dreissigerjahren und nun offenbar auch das Coronavirus überlebt.

07.30 Uhr: Deutsch-österreichische Grenze soll bald öffnen

Die Grenze zwischen Deutschland und Österreich soll nach Informationen der österreichischen Nachrichtenagentur APA am 15. Juni wieder vollständig geöffnet werden. Schon ab dem kommenden Freitag werde es an den Grenzen nur noch stichprobenartige Kontrollen geben, bestätigte das Kanzleramt in Wien am Mittwoch der APA.

Der österreichische Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP) hatte bereits am Dienstagabend in der SRF-Sendung «10vor10» gesagt, dass er eine Grenzöffnung im Juni erwarte. Gleichentags hatte er mit der deutschen Kanzlerin Angela Merkel telefoniert. Die deutsche Regierung will bei ihrer Sitzung am heutigen Mittwoch über weitere Schritte beraten.

7.06 Uhr: Wuhan will flächendeckend testen

Die zentralchinesische Stadt Wuhan will offenbar sämtliche seiner elf Millionen Einwohner in Rekordzeit einem Coronavirus-Test unterziehen. Das berichteten mehrere chinesische Medien am Dienstag. Laut dem Wirtschaftsmagazin «Caixin» sollen die Menschen innerhalb von zehn Tagen getestet werden.

Den Berichten zufolge entschieden sich die Behörden zu der Massnahme, nachdem Anfang der Woche in einem Wohngebiet nach einer längeren Phase ohne Erkrankungen in der Stadt sechs neue Infektionen festgestellt worden seien. 

Nirgendwo in China wurden so viele Infektionen und Todesfälle gemeldet wie in Wuhan, dessen Spitäler Ende Januar und im Februar völlig überlastet waren. Wuhan war auch die weltweit erste Stadt, die wegen des Virus über Wochen komplett abgeschottet war. Von den mehr als 80'000 offiziell gemeldeten Infektionen in China entfielen 50'000 allein auf die Metropole.



6.13 Uhr: Coronavirus gefährdet Lehrstellen

Die Coronavirus-Krise dürfte laut Medienberichten enorme negative Auswirkungen auf die Berufslehre haben. Dies berichten die Zeitungen der «CH-Media» am Mittwoch unter Berufung auf neueste Studienergebnisse.

Erst im Jahr 2025 werde die Coronavirus-Krise in der Berufsausbildung ausgestanden sein, hiess es zu den Erkenntnissen der Universitäten Bern und Zürich. In den kommenden fünf Jahren würden 5'000 bis 20'000 weniger Lehrverträge abgeschlossen, zitieren die Zeitungen aus den Untersuchungsresultaten. Tausende Jugendliche würden ohne einen Ausbildungsplatz dastehen, hiess es weiter.

Stefan Wolter, Mitautor der Studie und Professor an der Universität Bern sagte diesbezüglich den Zeitungen: «Dafür werden die Kantone riesige Anstrengungen unternehmen müssen.» Zudem mahnte der Wissenschaftler: «Schulisch schwache Schüler riskieren, mehrere Jahre in Zwischenlösungen stecken zu bleiben.» Während es in der jüngsten Finanzkrise noch ausreichte, ein einziges Brückenjahr einzulegen, werde dies mit der Coronavirus-Krise nicht mehr möglich sein, sagte der Wirtschaftsprofessor weiter.

5.46 Uhr: Verdacht auf Betrug bei Corona-Krediten

Die Staatsanwaltschaft Zürich untersucht dem «Tages-Anzeiger» zufolge in rund 30 Fällen, ob Betrüger staatlich verbürgte Gelder erschlichen haben. Auch in anderen Kantonen werde ermittelt. In Basel-Stadt würde in einer einstelligen Zahl an Fällen ermittelt, im Kanton Waadt in zwei Fällen, in Schwyz in deren drei. Das soll eine Stichprobe der Zeitung ergeben haben.

Die Höhe der Schadensumme sei noch unklar, sie ginge aber wohl in die Millionen, da die durchschnittliche Summe eines Hilfskredits bei über 100’000 Franken liege, hiess es weiter. «Typischerweise machen die Betrüger in ihren Anträgen falsche Angaben zu den Umsatzhöhen, oder es werden Anträge für konkursreife Gesellschaften gestellt», erklärt die Kantonspolizei Zürich. «Die so erlangten Kredite werden dann entweder auf Privatkonten oder ins Ausland transferiert.»

Die meisten Tipps erhalten die Ermittler von der Meldestelle für Geldwäscherei (MROS), die wiederum bekomme ihre Hinweise von den Banken. Die MROS habe den kantonalen Justizbehörden bis einschliesslich 6. Mai 23 Verdachtsfälle übermittelt. UBS und Credit Suisse machen laut dem Bericht keine Angaben dazu, wie viele Verdachtsfälle sie der Geldwäscherei-Meldestelle mit Blick auf möglichen Hilfskreditbetrug gemeldet haben. Laut Finanzkreisen sei die Zahl sehr klein.



Die Ermittlungen bestätigen die Kritik, wonach der einfach gehaltene Vergabeprozess ein Einfallstor für Missbrauch sein kann. Davor hatte unter anderen Michel Huissoud gewarnt, der Direktor der Eidgenössischen Finanzkontrolle.

Eine der Richtlinien des Bundes zum Schutz vor Coronavirus-Übertragungen: Überall Abstand einhalten. Mehr Schutz vor Missbrauch bei den Hilfskrediten ist ebenfalls nötig.
Eine der Richtlinien des Bundes zum Schutz vor Coronavirus-Übertragungen: Überall Abstand einhalten. Mehr Schutz vor Missbrauch bei den Hilfskrediten ist ebenfalls nötig.
Bild: Keystone/Urs Flüeeler

5.15 Uhr: Weltwirtschaftsforum warnt: Corona kann Energiewende ausbremsen

Das Weltwirtschaftsforum (WEF) sieht in der Corona-Pandemie eine ernste Gefahr für den Umstieg auf erneuerbare Energien. Der «beispiellose Rückgang der Nachfrage», die Preisschwankungen und der Druck, Folgen für Wirtschaft und Gesellschaft schnell abzufedern, «stellen die kurzfristigen Ziele der Wende infrage», teilte die Stiftung zur Veröffentlichung ihres neuen Energiewende-Index' mit. Die Krise könnte zugleich aber auch eine Chance sein – wenn die Konjunkturpakete der Regierungen langfristige Strategien umsetzten.

«Die Coronavirus-Pandemie bietet eine Möglichkeit, unorthodoxe Eingriffe in die Energiemärkte und eine globale Zusammenarbeit in Betracht zu ziehen, um eine Erholung zu unterstützen, die den Energiewandel beschleunigt, sobald die akute Krise abklingt», sagt die WEF-Energieexpertin Roberto Bocca. Dieser «umfangreiche Neustart» ermögliche Strategien, die letztlich das Wachstum der Weltwirtschaft auf nachhaltige und gerechte Weise unterstützten.

Der Energiewende-Index 2020 vergleicht 115 Länder – die Schweiz liegt dabei wie im Jahr davor auf Platz 2, hinter Schweden. Deutschland liegt auf Platz 20, drei Plätze weiter hinten als noch im Vorjahr.

Die Plätze eins bis drei belegen Schweden, die Schweiz und Finnland. Schlechte Noten bekommen die USA (Platz 32), Kanada (28), Brasilien (47) und Australien (36) mit «stagnierenden oder rückläufigen» Ergebnissen. Die USA würden zum ersten Mal nicht unter den Top 25 aufgeführt, was in erster Linie auf den unsicheren Regulierungsrahmen für die Energiewende zurückzuführen sei, hiess es.

Deutschland liegt auf Platz 20, drei Plätze weiter hinten als noch im Vorjahr. Das Weltwirtschaftsforum bescheinigt der Bundesrepublik einen «moderat positiven» Trend: «Deutschland hat ein starkes Engagement beim Kohleausstieg und der Dekarbonisierung der Industrie durch die Einführung sauberen Wasserstoffs bewiesen, aber die Finanzierbarkeit der Energiedienstleistungen stellten eine Herausforderung dar.» Was Strompreise angeht, liegt Deutschland weit hinten im Ranking.

4.59 Uhr: Parteitag der US-Demokraten findet möglicherweise virtuell statt

Die US-Demokraten bereiten sich auf einen möglichen virtuellen Parteitag im August vor. Den Organisatoren der Versammlung zur Nominierung des Präsidentschaftskandidaten in Milwaukee wurde am Dienstag von einem Komitee der Demokratischen Partei erlaubt, die Veranstaltung so vorzubereiten, dass Delegierte nicht zwangsläufig persönlich erscheinen müssten.

Dadurch solle sichergestellt werden, dass «jeder Delegierte in der Lage ist, seine Aufgabe zu erfüllen, ohne die eigene Gesundheit zu riskieren», sagte der Vorsitzende des Democratic National Committee, Tom Perez. Hintergrund ist die Coronavirus-Pandemie. Der Vorschlag des Komitees muss noch von der Partei abgesegnet werden.

3.47 Uhr: Mehr als 800 Corona-Tote in Brasilien in 24 Stunden

Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit dem Coronavirus steigt in Brasilien immer stärker. Nach den jüngsten Daten des Gesundheitsministeriums in Brasília vom Dienstagabend (Ortszeit) wurden erstmals mehr als 800 Corona-Tote innerhalb von 24 Stunden registriert. Demnach lag die Zahl der von Montag bis Dienstag registrierten Opfer bei 881. Das ist ein neuer Negativrekord in dem südamerikanischen Land für diesen 24-stündigen Zeitraum.

Insgesamt sind in Brasilien nach offiziellen Angaben bislang 12'400 Menschen im Zusammenhang mit dem Virus gestorben. 177'589 Infizierte wurden inzwischen gemeldet. Nach den Daten der in den USA beheimateten Johns Hopkins University liegt Brasilien bei der Zahl der Todesopfer damit nun auf Platz sechs der am schwersten betroffenen Länder.



Am Internationalen Tag der Pflege gedachten Pflegekräfte in Städten wie Brasília oder Manaus auch ihrer mindestens 98 Kollegen und Kolleginnen unter den Verstorbenen. Brasilien hat in der Corona-Krise bereits mehr Pflegekräfte verloren als Spanien und Italien zusammen, was mit deren bisweilen prekären Arbeitssituation zu tun hat. Am 26. Februar war in dem mit mehr als 200 Millionen Einwohnern bevölkerungsreichsten Land in Lateinamerika erstmals in der Region ein Mensch positiv auf das Virus getestet worden. Dem Gesundheitsministerium zufolge hatte es jedoch 39 Fälle aus der Zeit davor gegeben, bei denen untersucht werden soll, ob es sich um Corona-Infektionen handelte.

«Bluewin»-Video-Tutorial: So vermeiden Sie Fehler beim Masken tragen

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Längst nicht jede Maske schützt gleich gut. Welches Modell Sie wann nutzen sollten und welche Fehler Sie beim Anziehen und Tragen unbedingt vermeiden müssen – jetzt im Video.

09.05.2020

3.08 Uhr: Twitter-Mitarbeiter dürfen «für immer» von zu Hause aus arbeiten

Twitter wird seinen Mitarbeitern erlauben, auch nach dem Ende der Corona-Krise uneingeschränkt im Homeoffice zu arbeiten. «Wenn unsere Beschäftigten in einer Rolle und Lage sind, die es ihnen erlauben, von zu Hause aus zu arbeiten, und sie für immer damit weitermachen wollen, werden wir das möglich machen», erklärte der in San Francisco beheimatete Kurznachrichtendienst. Die vergangenen Wochen hätten gezeigt, dass es funktioniert, wenn Menschen an verschiedenen Orten zusammenarbeiteten. Twitter hatte nach jüngsten Angaben zum Ende vergangenen Jahres 4'900 Beschäftigte.

Twitter gehörte zu den ersten Unternehmen, die nach Ausbruch der Corona-Krise die Mitarbeiter zum Arbeiten ins Homeoffice schickten. Die Büros sollen nun mindestens bis September geschlossen bleiben. «Es wird unsere Entscheidung sein, die Büros zu öffnen – und die Mitarbeiter entscheiden, wann und ob sie zurückkehren», betonte Twitter-Personalchefin Jennifer Christie in einem Blogeintrag am Dienstag. Die meisten Dienstreisen werden bis mindestens September gestrichen und interne Veranstaltungen bis Jahresende abgesagt. Die Twitter-Mitarbeiter könnten nun auch bis zu 1'000 Dollar für ihre Homeoffice-Ausstattung ausgeben, berichtete die Website «Buzzfeed».

Der Dienst, der unter anderem grössere Büroflächen an der Market Street im Herzen von San Francisco hat, geht damit bereits weiter als andere im Silicon Valley angesiedelte Tech-Firmen. Facebook und Google stellen sich bisher darauf ein, dass viele ihrer Mitarbeiter noch bis Ende des Jahres von zu Hause aus arbeiten werden. Apple plane unterdessen die Rückkehr in die Büros in mehreren Wellen im Juni und Juli, berichtete am Mittwoch der Finanzdienst Bloomberg unter Berufung auf informierte Personen.

3.01 Uhr: Keine Touristen: Florenz klagt über Finanznot

Normalerweise von Touristen überflutet, in der Corona-Krise klafft ein Riesenloch im Stadthaushalt: Der Bürgermeister von Florenz hat angesichts ausbleibender Touristen Alarm geschlagen. «Vor einem Jahr werden wir nicht zur Normalität zurückkehren. Wir sind in so grossen Schwierigkeiten, dass wir entschieden haben, am 18. Mai die städtischen Museen nicht zu öffnen, angefangen beim Palazzo Vecchio», sagte Dario Nardella der Zeitung «Corriere della Sera». Die Museen in der italienischen Stadt nun bis Ende Juni zu öffnen, würde 1,5 Millionen Euro kosten. «Geld, das wir nicht haben.»

Italien hat Anfang März strenge Ausgangssperren verhängt, die erst jetzt minimal gelockert wurden. Ab nächsten Montag (18. Mai) dürfen Bars und Restaurants sowie Museen wieder öffnen. Innerhalb Italiens darf man aber nicht reisen, Touristen aus dem Ausland dürfen nicht einreisen. Wie lange das Verbot noch aufrechterhalten werden kann, ist unklar. Ein grosser Teil der italienischen Wirtschaft hängt vom Tourismus ab – vor allem in Unesco-Welterbe-Städten wie Florenz oder Venedig.

«Wenn uns der Staat nicht die erste Tranche Zahlungen gibt, bin ich bereit, die öffentliche Beleuchtung abzustellen», sagte Nardella. Er wolle der Stadt für die Zukunft eine andere Perspektive geben und auch die Menschen aus Florenz wieder ins Zentrum holen. «Wir wollen einen nachhaltigeren, gehobeneren Tourismus, (...) um zu versuchen, Florenz von der Sklaverei des Massentourismus zu befreien.»

2.17 Uhr: EU-Wirtschaftskommissar kündigt Tourismussaison im Sommer an

EU-Wirtschaftskommissar Paolo Gentiloni hat eine Tourismus-Sommersaison in Europa trotz des Coronavirus in Aussicht gestellt. «Wir werden definitiv im Sommer eine Touristensaison haben, allerdings mit Sicherheitsmassnahmen und Einschränkungen», sagte der Gentiloni der «Süddeutschen Zeitung» (Mittwoch).

Die EU-Kommission will am Mittwoch Empfehlungen für die schwer von der Pandemie getroffene Tourismusbranche sowie eine vorsichtige Öffnung der Binnengrenzen in Europa vorlegen.

Es werde keine andere Branche so sehr unter der Pandemie leiden wie der Tourismus, sagte Gentiloni demnach weiter. Daher gehöre Tourismus zu jenen Wirtschaftszweigen, die besonders profitieren werden vom Hilfspaket, das die Kommission gerade schnüre.

1.55 Uhr: Ferien im Ausland wohl bald möglich

Schon in den nächsten Wochen wollen die Schweiz und drei Nachbarländer ihre Grenzen öffnen, auch für den Tourismus. Darüber ist sich Bundesrätin Karin Keller-Sutter mit ihren Ministerkollegen in Berlin, Wien und Paris in Telefongesprächen am Montag und Dienstag einig geworden. Nicht geplant ist offenbar eine Grenzöffnung mit Italien. Sommerferien in Deutschland, Österreich und Frankreich werden aber wahrscheinlich, wie Mediensprecher Philipp Schwander von Keller-Sutters Eidgenössischem Justizdepartement (EJPD) am Dienstagabend gegenüber der Nachrichtenagentur Keystone-SDA sagte. Er bestätigte damit entsprechende Medienberichte.

Keller-Sutter und die Innenminister Horst Seehofer in Berlin, Karl Nehammer in Wien und Christophe Castaner in Paris wollten so schnell wie möglich zur Normalität zurückkehren, vorausgesetzt, die neue, positive Entwicklung in der Corona-Krise halte in ihren Ländern an. Dies sei in den Telefongesprächen der vergangenen Tage klar geworden, so Schwander. Ein genaues Datum konnte er allerdings nicht nennen.

Möglich erscheint eine Grenzöffnung Mitte Juni. Bis dann jedenfalls sollen die Schengen-Mitgliedsstaaten – und damit auch die Schweiz – auf Anraten der EU-Kommission auf einen Verzicht von nicht dringenden Reisen dringen. Der österreichische Bundeskanzler Sebastian Kurz sprach in der Nachrichtensendung «10vor10» des Schweizer Fernsehens SRF am Dienstagabend von einer Öffnung «im Juni».

1.20 Uhr: EU-Konservative: Grenzkontrollen nach 15. Mai einstellen

Führende europäische Konservative haben EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen (CDU) aufgefordert, sich für ein Ende der Grenzkontrollen in der Europäischen Union nach dem 15. Mai einzusetzen. Auch die Quarantänevorschriften für EU-Bürger, die in ein anderes EU-Land reisen, sollten aufgehoben werden, fordern 18 Präsidiumsmitglieder und Leiter nationaler Delegationen der Europäischen Volkspartei (EVP) am Dienstag in einem Brief an ihre deutsche Parteifreundin.

An diesem Mittwoch will die EU-Kommission einen Plan für eine vorsichtige Öffnung der Binnengrenzen in Europa vorlegen. Gemäss einem Entwurf sollen die Kontrollen nach und nach aufgehoben werden. Wenn man es koordiniere und sicher angehe, könnten die kommenden Monate den Europäern dringend benötigte Erholung verschaffen, heisst es in dem Papier. Auch die deutsche Regierung in Berlin will sich mit der Zukunft der Grenzkontrollen befassen.

In dem von Caspary und EVP-Politikern aus 13 weiteren Ländern unterzeichneten Schreiben an von der Leyen heisst es, im Frühstadium der Corona-Pandemie seien Grenzkontrollen aufgrund der stark variierenden Infektionslagen und Infektionsdynamiken in den verschiedenen EU-Mitgliedsstaaten angemessen und berechtigt gewesen. «Mittlerweile jedoch sind beide Entwicklungen EU-weit auf ähnlichem Niveau vergleichbar.» Was substanziell gleich sei, dürfe nicht substanziell anders behandelt werden.

Daher solle die EU-Kommission unter anderem sicherstellen, dass enge Konsultationen zwischen den EU-Staaten stattfänden, um ein gemeinsames Vorgehen bei der Liberalisierung nationaler Massnahmen zur Pandemiebekämpfung zu erreichen. Zudem sollten klare Massnahmen entwickelt und abgestimmt werden für den Fall eines erneuten lokalen oder regionalen Aufflammens des Infektionsgeschehens. Die Gesundheitsbehörden sollten ihr Vorgehen bei der Kontakt-Nachverfolgung grenzüberschreitend abstimmen. Eine Covid-19-App solle EU-weit grenzüberschreitend kompatibel sein.

0.35 Uhr: Broadway-Theater bleiben bis mindestens September zu

In der von der Corona-Pandemie besonders heftig betroffenen Millionenmetropole New York bleiben die Theater am berühmten Broadway noch bis mindestens Anfang September geschlossen. Ein genaues Datum zur Wiederöffnung stehe noch nicht fest, es werde aber auf jeden Fall nach dem 6. September liegen, teilte die Broadway League, die Dachorganisation der Theater, am Dienstag mit.

Die Broadway-Theater sind – wie alle anderen Kultureinrichtungen der Metropole auch – seit Mitte März aus Sorge vor einer weiteren Verbreitung des neuartigen Coronavirus geschlossen. Ab Freitag will der Bundesstaat New York, in dem rund die Hälfte der 19 Millionen Einwohner in der gleichnamigen Metropole leben, die Corona-Beschränkungen langsam und phasenweise lockern – allerdings nur unter bestimmten Bedingungen, die bislang nur ländliche Regionen erfüllen.

Die Zahl der Neuinfektionen insgesamt sank in dem Bundesstaat unterdessen weiter. 195 Menschen starben am Montag nach einer Infektion mit dem Virus, wie Gouverneur Andrew Cuomo am Dienstag bei seiner täglichen Pressekonferenz mitteilte. Im März und April waren teilweise bis zu 800 mit dem Virus infizierte Menschen pro Tag gestorben. In dem Bundesstaat haben sich bislang fast 340'000 Menschen mit dem Virus infiziert. Mehr als 27'000 starben.

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