Sportdrama «Marty Supreme» Süchtig nach Erfolg – Timothée Chalamet elektrisiert als Ping-Pong-Junkie

Von Gianluca Izzo, Fabienne Berner und Christian Thumshirn

24.2.2026

Sportdrama «Marty Supreme»: Süchtig nach Erfolg – Timothée Chalamet elektrisiert als Ping-Pong-Junkie

Sportdrama «Marty Supreme»: Süchtig nach Erfolg – Timothée Chalamet elektrisiert als Ping-Pong-Junkie

Im hektischen Sportdrama «Marty Supreme» träumt ein Schuhverkäufer davon, der beste Ping-Pong-Spieler der Welt zu werden. Hollywoodstar Timothée Chalamet läuft als erfolgssüchtiger Antiheld zur Höchstform auf.

23.02.2026

Im hektischen Sportdrama «Marty Supreme» träumt ein Schuhverkäufer davon, der beste Ping-Pong-Spieler der Welt zu werden. Hollywoodstar Timothée Chalamet läuft als erfolgssüchtiger Antiheld zur Höchstform auf.

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Von Gianluca Izzo, Fabienne Berner und Christian Thumshirn

Keine Zeit? blue News fasst für dich zusammen

  • Regisseur Josh Safdie liess sich für «Marty Supreme» vom Leben der echten Tischtennis-Legende Marty Reisman inspirieren.
  • In dem rasant inszenierten Sportdrama will ein New Yorker Schuhverkäufer der beste Ping-Pong-Spieler der Welt werden – und wird dabei zum Gauner, Lügner und Betrüger.
  • Hauptdarsteller Timothée Chalamet entfaltet eine unglaubliche Energie und ist kaum auszuhalten als grössenwahnsinniger Antiheld.
  • «Marty Supreme» läuft ab 26. Februar 2026 bei blue Cinema.

Noch nie hat eine Schauspielerin oder ein Schauspieler sich bei der Promotion für den eigenen Film so engagiert beteiligt wie im Falle von «Marty Supreme».

Begonnen hat dies bereits weit im Vorfeld, als Hollywoods angesagtester Schauspieler Timothée Chalamet stolz verlauten liess, dass er für seine neue Rolle seit Jahren intensives Tischtennis-Training absolviere. Richtig Fahrt aufgenommen hat die aufwändige Promo im vergangenen Herbst.

Plötzlich taucht Chalamet überall in knalligen «Marty Supreme»-Hoodies und -Windbreakern auf. In der Öffentlichkeit posaunt er herum, wie unverschämt gut doch dieses neue Sportdrama über einen ambitionierten Ping-Pong-Spieler sei.

Höhepunkt auf der Sphere in Las Vegas

Und seinem Höhepunkt erreicht die Vermarktung, als er auf die riesige futuristische Eventhalle «Sphere» in Las Vegas steigt, um den Kinostart von «Marty Supreme» am Christmas Day lauthals zu verkünden.

Selbstverständlich geht das Video auf seinem Social-Media-Channel viral. Zudem nimmt Chalamet auch selbst an den Marketing-Meetings für seinen Film teil – und stellt ein Video davon online.

Wie der ganze Wahnsinn aussieht, zeigt unsere Video-Review oben.

Weshalb diese grössenwahnsinnige Vermarktungsform von «Marty Supreme» Sinn macht, erklärt die Geschichte des Sportdramas selbst. Diese ist auch als Kritik am American Dream zu verstehen.

Erfolg um jeden Preis

Chalamet verkörpert Marty Mauser, der vage inspiriert ist von der echten Tischtennislegende Marty Reisman. Der jüdischstämmige Schuhverkäufer aus New York hat einen grossen Traum: Er will der beste Ping-Pong-Spieler der Welt werden.

Um diesen Traum zu realisieren, ist ihm jedes Mittel recht, sei es noch so verwerflich. Im eigenen Geschäft klaut Marty Geld, um sich die Teilnahme an grossen Turnieren zu finanzieren. Marty ist ein Lügner, ein Betrüger und sein Umgang mit Frauen ist auch nicht gerade rühmlich.

Egal, wie gut ihm sein Gegenüber gesinnt ist – er versucht einfach jeden Menschen abzuzocken, um sich seinen Weg zum Erfolg zu ebnen Und dabei rennt er immer tiefer ins Elend.

Beim British Open in London gelingt Marty souverän der Finaleinzug – dort ist er jedoch chancenlos gegen den Japaner Koto Endo. Marty rastet komplett aus und wird von der anstehenden WM in Tokio ausgeschlossen. Seine Affäre mit der Hollywood-Diva Kay Stone könnte ihm dabei helfen, eine WM-Teilnahme doch noch zu ermöglichen.

Ein Antiheld, der anwidert und zugleich fasziniert

Mit seiner hektischen, düsteren Inszenierung und der Antiheldenfigur erinnert «Marty Supreme» eher an ein Gangstermovie oder einen Crime-Thriller als an ein Sportdrama.

Die Safdie-Brüder Josh und Benny («The Smashing Machine») aus New York präsentieren mit ihren Filmen keine leichte Kost – wie ihre früheren Werke «Good Time» und «Uncut Gems» deutlich zeigen.

Die zentralen Figuren ihrer Filme sind Hochstapler und Betrüger, die mit ihrer Art in den Wahnsinn treiben. Josh Safdie hebt diese Eigenschaft in «Marty Supreme» nochmals auf ein intensiveres Level.

Martys grössenwahnsinniges Verhalten widert an beim Zuschauen, aber gleichzeitig übt er aufgrund seiner Leidenschaft, seiner Entschlossenheit und seiner Cleverness Faszination aus. Damit regt «Marty Supreme» zum Nachdenken an und wirft spannende moralische Fragen auf. Chalamets Darstellung ist gleichzeitig unausstehlich und unwiderstehlich.

«Marty Supreme» läuft ab 26. Februar im Kino.

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