Serie «Ferien in der Schweiz» Fribourg: Das grüne Bijou an der Saane

Meret Meier, Nachhaltigkeitsblog

1.8.2018

Das Gute liegt so nah: Ausflüge in der Schweiz sind nicht nur gut für die einheimische Wirtschaft, sondern belasten die Umwelt massiv weniger als ein Städtetrip per Flugzeug. Wir liefern in unserer sechsteiligen Sommer-Serie «Ferien in der Schweiz» die Tipps dazu – unser sechstes und letztes Ziel: Fribourg.

Gibt es den Röstigraben, diese geografische Linie, welche Deutschschweiz und Romandie voneinander trennt, wirklich? Der Saane wird diese Funktion nachgesagt – oder ist es nur ein Graben in unseren Köpfen?

Diese Diskussion können wir hier nicht lösen, aber immerhin versprechen, dass das zweisprachige Fribourg in jedem Fall einen Tagesausflug wert ist.

Eine Bahn, die ohne Strom fährt

Eben diese Saane, aber auch die Stadt, sind Hotspots der Biodiversität, die sich auf einem WWF-Lehrpfad selber entdecken lassen. Die Natur spriesst auch in der urbanen Umgebung und während de Spaziergang wird man darüber aufgeklärt, wie menschliche Einrichtungen ihre Vielfalt erhalten und vermehren können.

Der Pfad führt dabei an einer Freiburger Eigenheit vorbei. Wobei das untertrieben ist: Das «Funi» (für Funiculaire) ist die letzte Wasserballastbahn der Schweiz und seit 1899 in Betrieb. Sie fährt ganz umweltfreundlich, ohne Strom und Abgase, nur mit Abwasser.

Der obere Wagen nutzt dabei filtriertes Abwasser der Stadt als Gewicht für seinen 3000-Liter-Tank. Der Wagenführer wiederum reguliert die Fahrgeschwindigkeit.

Innovatives Quartier voller Kreativität

Hinter dem Bahnhof entsteht gerade der Lebens- und Wohnraum der Zukunft. Das blueFactory-Quartier ist ein Ort der Kreativität, fördert die Prinzipien der Kreislaufwirtschaft und verbessert durch innovative Architektur die CO2-Bilanz seiner Gebäude.

Über 250 Personen arbeiten und forschen hier in rund dreissig KMUs, Startups und Kompetenzzentren aus Bereichen wie Kunststofftechnik, Recycling, saubere Energie und Biopharmazie. Im Februar hat ein Café-Restaurant eröffnet, regelmässig finden öffentliche Veranstaltungen und Märkte statt.

Märkte überall

Apropos Markt: Neben dem Blumen- und Gemüsemarkt, der dreimal pro Woche abwechslungsweise in verschiedenen Quartieren stattfindet, gibt es jeweils im September einen Bio-Herbstmarkt, wo sich die Freiburger Bio-Produzenten mit ihren Tätigkeiten präsentieren können. Mit einem Rahmenprogramm und vielen Sitzgelegenheiten kommt dabei auch die Geselligkeit nicht zu kurz.

Nur im Sommer: Le Port

Fribourg ist nicht riesig, zu Fuss ist man schnell am Ziel. Pressiert's? Schnappen Sie sich eines der rund 100 Leihvelos an acht Stationen, E-Bikes sind ebenso vorhanden. Fahren Sie damit runter an den Fluss, im Sommer hat dort Le Port täglich geöffnet. Die Brache am Ufer der Saane ist Entspannungsoase, Gemüsegarten, umweltbewusstes Bistro und Veranstaltungsort in einem.

Der Verein dahinter setzt stark aufs Mitmachen der lokalen Bevölkerung und zählt darum auf das Wissen und die helfenden Hände seines Publikums. Gönnen Sie sich zum Abschluss des Tages etwas Feines von der Karte und geniessen Sie die Sicht auf die Freiburger Altstadt.

Sommerserie «Ferien in der Schweiz»

Die Sommer-Serie des Nachhaltigkeitsblogs von «Bluewin» liefert Tipps und Infos, wie Sie die heissen Tage in der Schweiz mit vielen schönen Erlebnissen gestalten können. Das Gute liegt so nah: Ausflüge in der Region sind nicht nur gut für die einheimische Wirtschaft, sondern belasten die Umwelt massiv weniger als ein Städtetrip per Flugzeug – bisher erschienen: Biel, das Entlebuch, der Jura, Lausanne und Luzern.

Über den Nachhaltigkeitsblog

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Meret Meier ist im Corporate Responsibility Team von Swisscom Expertin für soziale Verantwortung, Jugendmedienschutz und Kommunikation.
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